Zero Waste

© Gauthier Saillard / WWF

Eine Stadt ohne Müll? Packen wir's an!

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Wir haben eine Vision: eine Stadt ohne unnötigen Plastikmüll! Keine verirrten Plastiktüten in den Straßen, keine vermüllten Parks, keine überfüllten Abfalleimer. Klingt schön? Finden wir auch.

Dass der Zero Waste Lifestyle nicht nur für Privatpersonen reizvoll ist, zeigen Städte mit Vorbildcharakter wie Vancouver, San Francisco, Capannori oder Ljubljana. Bereits mehrere hundert Städte haben sich weltweit dazu entschieden, den langen aber fruchtbaren Weg Richtung Zero Waste City zu begehen. Tendenz steigend.

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In Deutschland gibt es seit Kurzem auch eine Zero-Waste-Stadt: Kiel. Welche Stadt folgt diesem innovativen Weg als nächstes? Wir wollen diesen Weg mit begleiten. Und es gibt bereits hilfreiche Hinweisschilder auf diesem Weg, die Orientierung geben.

Entscheidet eine Stadt, sich der Zero Waste Bewegung anzuschließen, können andere Städte, die diesen Weg bereits gegangen sind oder aktuell gehen, als sogenannte best practice Beispiele zu Rate gezogen werden. Außerdem gibt es Hilfe von national und international agierenden Initiativen, die sich professionell mit dem Thema beschäftigen. Z.B. Zero Waste Europe, die einen Masterplan für Zero Waste Städte und den Prozess dorthin entwickelt haben.

Die Ziele werden - so viel muss klar sein - nicht von heute auf morgen erreicht. Vancouver zum Beispiel möchte im Jahr 2040 zur Zero Waste Stadt werden. Doch auch die kleinen Erfolge bieten bereits große Vorteile für die Bevölkerung und die Stadt selbst.

Beginnen wir mit dem offensichtlichsten Vorteil, dem ökologischen: Zero Waste führt zu einem reduzierten Schadstoffausstoß, sowohl durch den geringeren Produktionsaufwand für Verpackungen als auch durch weniger Müllkippen und Müllverbrennungsanlagen in der Region.

Beispielsweise muss dank lokaler Kompostierungsprogramme weniger Müll aus der Stadt transportiert werden, wodurch unverhältnismäßig lange Transportwege wegfallen. Die Produkte der Kompostierung können wiederum im Rahmen der Stadtbegrünung genutzt werden.

Ebenso profitiert die Stadt auf sozialer Ebene, da vor allem auf lokale Lösungen gesetzt wird. Die Zero Waste Bewegung schafft im Schnitt zehnmal mehr Arbeitsplätze als konventionelles Müllmanagement und die dazu gehörige Branche.

Da es am Ende doch meistens um Zahlen geht, stellen die wirtschaftlichen Entwicklungen einen nicht zu unterschätzenden Pluspunkt dar: weniger zu verarbeitender Müll führt zu niedrigeren Kosten, allein durch bessere Mülltrennung und forcierte Müllvermeidung.

Durch bessere Mülltrennung und höhere Recyclingquoten (statt dem bisher üblichen cherry-picking der besonders wertvollen Materialien) in einem Kreislaufsystem "Stadt" stehen mehr Wertstoffe erneut zur Verfügung und können weiterverkauft werden. Der Fokus auf den lokalen Raum fördert zudem Geschäftsmöglichkeiten für lokale Unternehmer. Dadurch entsteht sozialer Zusammenhalt in der Stadt und ein abwechslungsreicherer Markt. Die bewusst, nachhaltig und somit gesünder lebende Gemeinde wächst zusammen durch Reparatur Cafés, Verpackungsfreie Kochkurse oder ähnliche Projekte.

Dies wiederum führt zu einem enormen Prestigegewinn für die Stadt, die hierdurch zu einem Anziehungspunkt für junge Unternehmer und Startups, aber auch für die Tourismusbranche wird, die sich mehr und mehr in Richtung nachhaltiger Reiseziele orientiert.

Fest steht, dass die Entwicklung zu einer nachhaltigeren Lebensweise weder von den BürgerInnen allein, noch von den Regierungen der einzelnen Länder umgesetzt werden kann. Es braucht einen produktiven und wohlwollenden Dialog - und vor allem lokale Bewegungen.

Wir wollen diese Bewegung mitgestalten und voranbringen. Wir wollen mithelfen, die Vision von Zero Waste Wirklichkeit werden zu lassen.

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