Waldfrühling

Aurel Heidelberg

Entdecke die Natur in dir

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Kraftvoll, verwunschen, mystisch - der Wald hat auf uns eine magische Anziehungskraft. Die überwiegende Zeit unserer Entwicklungsgeschichte lebten wir Menschen im und vom Wald. Doch inzwischen scheinen wir die Verbindung zur Natur zu verlieren. Wird der Wald uns fremd? Nicht, wenn wir uns wieder auf das Abenteuer einlassen, ihn neu zu entdecken.

Eine komplette Jahreszeit im Zeichen des Waldes

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Wir laden dich ein, diesen Frühling zu deinem Waldfrühling zu machen. In diesen Wochen bekommst du bei uns viele Inspirationen und Anregungen, wie du wieder mehr Zeit im Wald verbringen kannst. Unsere Kampagne versorgt dich mit Waldwissen. Und mit verschiedenen Aufgaben, die du im Wald meistern kannst.

Hast du schon mal Wildkräuter gegessen? Warst du schon mal so früh auf, dass du den allerersten Vogelgesang gehört hast? Kannst du das Alter eines Baumes bestimmen? Bist du mal mit dem Ziel in den Wald gegangen, einem Tier zu begegnen, dass du noch nie zuvor gesehen hast? Lass dich ein auf ein besonderes Abenteuer.

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Am 21. März ist nicht nur Frühlingsanfang, sondern auch der internationale Tag des Waldes. Ab dann findest du hier regelmäßig erstaunliche Fakten und spannende Challenges, mit denen du tiefer als bisher eintauchst in deinen Wald:

Berichte

Wie wild ist unser Wald heute noch?

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Vor rund 6000 Jahren war Europa ein Kontinent der Urwälder. Etwa 80 Prozent seiner Fläche war von Wald bedeckt. Auch Deutschland und Länder des Mittelmeerraumes wie Spanien, in denen das heute nur schwer vorstellbar ist, waren fast vollständig bewaldet. In Nordeuropa und den Höhenlagen wuchsen vor allem Fichten, Kiefern und Lärchen. Im Flachland dominierten vielfältige Laubwälder mit Buchen, Eichen, Linden, Eschen und Hainbuchen und prägten Mitteleuropa und Deutschlands wilden Wald zum größten Teil.

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Noch gehört Deutschland zu den grünsten Ländern Europas, fast ein Drittel seiner Fläche ist mit Wald bedeckt. Doch die Wälder werden fast ausnahmslos bewirtschaftet. Echten, vom Menschen nie veränderten Urwald gibt es nicht mehr. Eigentlich können Fichten und Eichen mehrere tausend Jahre alt werden, und die älteste Buche Europas – in Österreich – wurzelt bis ins Mittelalter. Die meisten Bäume aber werden bei uns nach spätestens hundert Jahren gefällt und genutzt. Unsere Wälder brauchen wieder eine Chance – die Chance zu altern. Deshalb setzt sich der WWF für einen Erhalt der alten Wälder in Deutschland ein.

Warum wir alten Wald brauchen

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Unseren Wäldern geht es schlecht. Deutschlandweit sterben in nicht gekanntem Ausmaß ganze Waldflächen ab. Grund ist vor allem die extreme Trockenheit der letzten Jahre und damit einhergehend eine größere Anfälligkeit für Schädlinge. Nie zuvor in der Erdgeschichte hat sich das Klima so schnell verändert. Quer durch Deutschland und Mitteleuropa zieht sich heute sichtbar das breite Band eines Wassermangels, der auch in feuchten Monaten kaum auszugleichen ist.

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Ursprüngliche Wälder sind auf diese Extremsituationen besser eingestellt als künstlich geschaffene Monokulturen. Um Wildnis wieder wachsen zu lassen, kauft der WWF Deutschland seit über 30 Jahren ökologisch wichtige Flächen auf und entzieht sie dauerhaft der Nutzung. Hier entstehen die Urwälder von morgen.

Nahezu unberührt geben die neuen, wilden Wälder seltenen Tieren und Pflanzen eine Heimat. Abgestorbene Pflanzen bilden eine große Humusschicht, die zusätzlich CO2 speichert. Und undurchbrochen von Schneisen, Forstwegen und Entwässerungsgräben dienen naturbelassene Wälder und ihre von Moos und Humus bedeckten Böden als wichtige Wasserspeicher.

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Knorrige, alte Bäume mit Astlöchern, Höhlen, Nischen und rissiger Rinde sind unersetzlicher Lebensraum für Spechte, Hirschkäfer und Baummarder. Seeadler, Kraniche und Schwarzstörche brauchen große, urwüchsige Waldflächen. Genauso wie die extrem seltenen Wildkatzen, von denen viele gar nicht wissen, dass es sie bei uns noch gibt. Und in liegen gebliebenem Totholz finden sich tausende beeindruckende und teilweise ebenfalls sehr seltene Käferarten: Sogenannte Urwaldreliktarten, die auf unberührte Habitate angewiesen sind.

Eine Million Hektar neue Wildnis ist das erklärte Ziel des WWF für Deutschland. Große, sich selbst überlassene Naturwälder sind neben weniger Holzeinschlag und mehr Klimaschutz die beste Antwort auf Deutschlands sterbende Wälder.