Stoppt den Plastikmüll!

©Gauthier Saillard/ WWF

Meeres-Verbündete - für eine Welt ohne Plastikmüll

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Unsere Erde wird auch der "blaue Planet" genannt. 70 Prozent seiner Oberfläche ist nämlich von Wasser bedeckt. Die Ozeane bieten Lebensraum für unzählige Fischarten,  Pflanzen, Meeressäuger - doch ihr Leben ist bedroht! In jedem Quadratkilometer der Meere schwimmen zehntausende Teile Plastikmüll. Der sichere Tod für unzählige Tiere.

© Steven Siegel / Marine Photobank

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Auswirkungen von Plastik auf die Tierwelt

Dieser Albatros versucht gerade, eine Kunststoffkugel auszubrüten. Er hat sie mit einem Ei verwechselt. Solche Abfälle schwimmen heute haufenweise in unseren Meeren. Im Nordpazifik treibt seit Jahrzehnten ein Müllstrudel, der mittlerweile so groß ist wie Zentraleuropa. Ganze Strände versinken im Müll - auch auf unbewohnten Inseln, auf denen viele Vögel brüten.

Immer häufiger findet man tote Seevögel, die Plastikteile mit Nahrung verwechselt haben und an den unverdaulichen Kleinteilen verendet sind.

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Wer sind die Meeres-Verbündeten?

Wir waren vor Ort, am Mittelmeer in Kroatien, und haben uns das Ausmaß des Plastikmülls einmal angeschaut. 23 Meeres-Verbündete, wir haben gesehen, wie viele Lebewesen von der Plastikflut betroffen sind, haben Müll gesammelt und eine tiefe Verbindung zu dieser Problematik aufgebaut. Jetzt wollen wir etwas dagegen unternehmen!

Der Plastikwahnsinn muss ein Ende haben! Dafür wollen wir mit verschiedenen Aktionen für Aufklärung und Veränderung sorgen.

© Gauthier Saillard/ WWF

Berichte

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Was haben wir vor?

Wir haben aus vielen, unterschiedlichen Ideen drei große Projekte ausgearbeitet, die nur noch auf deren Umsetzung warten!

50+ Schulworkshops:

Wir wollen bis Sommer 2019 jeweils mindestens zwei interaktive Vorträge zum Thema Plastikmüll in Meeren an unseren Schulen halten und dabei praktische Tipps und Vorschläge für die Reduktion von Plastikmüll an Schulen verbreiten. Außerdem wollen wir eine Übersicht an Unterrichtsmaterialien zum Thema Plastikmüll in Meeren für Lehrer*innen zusammenstellen.

Unverpackt-Ecken in 5+ Supermärkten:

Wir wollen erreichen, dass bis Sommer 2019 in mindestens 5 Supermärkten Unverpackt-Ecken eingerichtet werden. Die Regale sollen verschiedene Produkte sowie Infomaterial enthalten und den Kunden aufzeigen, dass Waren auch ohne unnötige Verpackung möglich sind.

1 neue Zero Waste Stadt in Deutschland:

Wir wollen innerhalb eines Jahres erreichen, dass eine deutsche Stadt öffentlich das Ziel kommuniziert, Zero Waste Stadt zu werden. Als Zero Waste City verpflichtet sich eine Stadt, konkrete Strategien zur Müllvermeidung und zum effektiven Recycling umzusetzen.

 

© Gauthier Saillard/ WWF

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Was ist Mikroplastik?

Ein weiteres, nicht zu unterschätzendes Problem im Meer ist Mikroplastik. Aber was ist das und wie kann es vermieden werden?

Auf einem Großteil der Meeresoberfläche schwimmen Mikroplastikpartikel.
Diese Kunststoffteilchen sind kleiner als 5 mm. Sie befinden sich unter anderem in Kosmetik oder gelangen durch das Waschen von Textilien oder den Abrieb von Autoreifen in die Kanalisation.

Hier findest du wichtige Tipps und Infos zum Thema Mikroplastik und wie du es selbst vermeiden kannst!

© Gauthier Saillard/ WWF
http://www.wwf-jugend.de/public/admin/Plasti© Gavin Parsons Marine Photobank

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Und jetzt? Verzweifeln? Nicht mit uns! Die WWF Jugend kämpft seit Jahren aktiv gegen die Plastikflut. Und auch du kannst etwas gegen den Plastikwahnsinn tun:

Sag Nein zu Plastiktüten, nimm einen Stoffbeutel zum Einkaufen. Sei kreativ und entwerfe deine individuelle Tasche. Die WWF Jugend Plastik-Gruppe hat einige Ideen für dich gesammelt: Filz- und Häkeltaschen, Jeans- und Toptaschen, Schulheftertaschen, Tülltaschen, und wie man Taschen selbst bedrucken kann.

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Erkundige dich, ob es in deiner Stadt einen           Unverpackt-Laden gibt. Hier werden Lebensmittel ohne Verpackung verkauft.

Marmeladengläser und Glasflaschen sind eine perfekte Alternative zu Plastikverpackungen.

Mach einen Infotag an deiner Schule! Die WWF Jugend-Plastik-Gruppe hat Infos für dich zusammengestellt: Plastik, gefährlich für uns?, Plastik im Meer, Herstellung von Plastik, Recycling von Plastik. Alternativen zum Plastik kannst du auch super mit unserem Memory veranschaulichen. Auch der WWF unterstützt dich gern mit Infomaterial. Melde dich einfach bei unserem Infodienst, Tel.: 030 311777-700.

© Arnold Morascher/ WWF
© Pixabay (CC0 1.0 https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de)

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Plastic Free July

Im Juli hat die WWF Jugend das Selbst-Experiment gestartet: Einunddreißig Tage lang mit so wenig Plastik wie möglich zu leben. Dabei haben sie sich selbst Regeln aufgestellt, bei welchen Dingen sie auf Plastik verzichten wollen. Einen Monat lang haben die Jugendlichen täglich nützliche Erfahrungsberichte über ihren Plastikverzicht und was sie daran bewegte geschrieben. Das Experiment wurde ins Leben gerufen, um auf die unfassbare Plastikflut aufmerksam zu machen und aktiv in seinem Alltag eine Veränderung zu schaffen.

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Die Jugendlichen waren sehr experimentierfreudig! Sie haben versucht Alternativen zu ihren vorherig verwendeten Produkten zu finden und haben sich viele kreative Ideen einfallen lassen:

Allround-Kosmetik aus der Kaffeemaschine!
Wirf nach der nächsten Tasse Kaffee den Kaffeesatz aus der Maschine nicht weg, denn er lässt sich noch prima als Ersatz für zwei Kosmetikprodukte verwenden, die man kaum plastikfrei findet.

In der Tiefkühltruhe Gefrierbeutel durch Schraubgläser zu ersetzen.

©Sarah Kleinschumacher
©Franziska Losse

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Statt auf eine herkömmliche Zahnbürste zu setzen, die komplett aus Plastik besteht, gibt es gute Alternativen aus Bambus, wo nur noch die Borsten aus Plastik sind.

Das nächste Grillen im Park steht an? Einfach normale Messer und Gabeln statt Plastikbesteck mitbringen!

Statt die Schulbücher in Plastikumschläge zu packen, kann man ganz einfach mit Zeitungspapier für einen kreativen Umschlag sorgen.

In konventionellen Supermärkten kommt man fast gar nicht mehr an Plastik vorbei. Daher sind Unverpackt-Märkte, sofern du einen in der Nähe hast, eine tolle Alternative.

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Für einen plastikfreien Universalreiniger brauchst du nur 2 Zutaten: Essig und die Schalen von Zitrusfrüchten.

Shampoo, Duschgel und Seife sind selten umweltfreundlich verpackt. Es gibt aber zu all diesen Sachen auch feste Alternativen, die ganz ohne Plastikverpackung auskommen.

In Deutschland kann man Leitungswasser in der Regel bedenkenlos trinken. So spart man sich in sommerlicher Hitze nicht nur das Flaschenschleppen, sondern auch noch eine Menge Plastik.

©Anne Zeiß