#Heimweg

@ Gauthier Saillard

Dich hat eine Spur hierher geführt? Erfahre mehr!

Du bist dem Hashtag #Heimweg gefolgt. Doch was hat es mit dieser Spur auf sich? Geh der Sache auf den Grund! Fünf Fragen erwarten dich, um das Geheimnis zu lüften...

© Gauthier Saillard / WWF

Nun weißt du schon, um welches Tier es sich bei unserer Aktion dreht. Vielleicht hast du dich gewundert, bei den Spuren keine Krallen zu sehen. Wie Hauskatzen können auch Luchse ihre Krallen einziehen, weshalb sie meistens nicht auf dem Trittsiegel zu sehen sind. Allerdings sind sie viel größer: Durchschnittlich sind die Abdrücke eines Luchses 7-9 cm lang.

© Gauthier Saillard / WWF

Um 1850 wurde vermutlich der vorerst letzte Luchs in Deutschland erschossen. Die Rückkehr der Pinselohren nach Deutschland begann in den 1970er Jahren, als einige Exemplare im Bayerischen Wald freigelassen wurden. Seit 1999 läuft auch im Nationalpark Harz ein Luchswiederansiedlungsprogramm. Und seit 2016 werden auch im  Pfälzerwald Luchse freigelassen –sie stammen aus der Slowakei und der Schweiz. Aktuell liegt die geschätzte Anzahl der Luchse in Deutschland bei 80 bis 100 Tieren.

© Gauthier Saillard / WWF

Die Schulterhöhe von einem ausgewachsenen Luchs liegt zwischen 50-60cm, also mit einem kleineren Schäferhund vergleichbar. Jedoch ist die Raubkatze dabei deutliche schmaler.

© SNU RLP / Alexander Sommer

Luchse genießen den höchsten Schutz-Status. Sie sind sowohl europarechtlich geschützt als auch über das Bundesnaturschutzgesetz hierzulande. In Deutschland unterliegen sie zudem dem Jagdrecht, momentan mit einer ganzjährigen Schonzeit. Die Verfolgung von ihnen kann mit hohen Strafen geahndet werden.

© Robert Günther / WWF

Die größten Gefahren für Luchse in Europa liegen neben Verkehrsunfällen und Lebensraumzerschneidung auch in der illegalen Tötung. Beispielsweise im Bayerischen Wald verschwinden seit Jahren immer wieder Luchse. Manche werden gefunden: erschossen, vergiftet, verstümmelt. Die Dunkelziffer liegt vermutlich weit höher: seit 2010 sind allein in Bayern 14 Luchse spurlos verschwunden...

Dagegen willst du etwas tun? Dann mach mit!

Setz dich dafür ein, dass Luchse wieder in Deutschland heimisch werden können und Wilderei konsequent verhindert wird! Verbreite den Hashtag #Heimweg im Netz und die Luchsspuren in deiner Stadt! Wir haben für dich diese Schablone zum Ausdrucken (DinA3) vorbereitet.

Beachte dabei, dass du die Spuren nur auf Flächen anbringst, für die du eine Genehmigung hast. Nutze ausschließlich Farben, die rückstandsfrei beseitigt werden können, z.B. Kreide. Melde dich bei uns, wenn du eine Spurenaktion planst, wir können dir Sprühkreide schicken.

Mach gerne auch ein paar Fotos von deiner Spurenaktion und lade sie in der WWF Jugend Community hoch - so motivierst du die anderen, ebenfalls Luchsspuren zu verteilen.

Zeig mit deinem Gesicht, dass dir die Luchse wichtig sind und du ihre Heimkehr unterstützen möchtest. Wir sammeln Fotos von mindestens 5000 Menschen, die unsere Kampagne unterstützen! Aus allen Bildern wird am Schluss ein Gesamtkunstwerk: Ein Mosaikbild, das einen Luchs zeigt! Mach mit und schick dein Foto an luchs@wwf.de

Sammle Spenden oder gib selbst ein paar Euros für das Wiederansiedlungsprojekt. Spenden an den WWF gehen an:

IBAN: DE06 5502 0500 0222 2222 22
BIC: BFSWDE33MNZ
Bank für Sozialwirtschaft

Verwendungszweck: Sammelspende Kamerafalle Luchs