Die Zukunftsmutigen

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Alles könnte anders sein

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Wir leben in einer Welt des "Höher, schneller, weiter". Doch wer sagt uns eigentlich, dass das wie ein Naturgesetz immer so sein muss? Was wäre, wenn nicht Geld, Wettbewerb und Wirtschaftswachstum die Erfolgskriterien wären, sondern Miteinander, Nachhaltigkeit und Zufriedenheit?

Wer sind die Zukunftsmutigen? Teil einer Bewegung!

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13 junge Menschen, die sich ein Jahr lang intensiv mit der Frage auseinandersetzen, wie ein gutes Leben für alle aussehen kann - das sind die Zukunftsmutigen. In der Kampagne gehen sie dem großen Ganzen auf den Grund: Postwachstum, Degrowth und sozial-ökologischer Wandel, Energiewende, solidarische Landwirtschaft und Protestbewegung. Mutig denken sie weiter, stellen vermeintlich in Stein gemeißeltes in Frage und rütteln mit Aktionen auf. Im Rahmen der Kampagne von Juni 2020 bis Juli 2021 haben die Zukunftsmutigen vier Aktionsgruppen gegründet und dabei in die Bildung, die Politik und die Gesellschaft gewirkt.

Foto © Gauthier Saillard / WWF

© Gauthier Saillard / WWF
Worauf basiert die Kampagne?

UNSER LEITBILD

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Berichte

Aktionsgruppe: Wachsen durch Bildung (Kathi + Elisabeth)

© Gauthier Saillard / WWF

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Gutes Leben für alle - bist du dabei? Ja?! 
Aber was genau bedeutet das eigentlich? Was haben die Klimakrise und Wirtschaftswachstum damit zu tun?  Und wie kommen wir hin zum guten Leben für alle? 

Diese Fragen (und viele mehr) haben wir gemeinsam mit rund 1.200 Schüler:innen in unseren Workshops "Wachsen durch Bildung" diskutiert. Zu zweit wäre das echt herausfordernd gewesen und so haben wir Multiplikator:innenschulungen konzipiert, in denen wir junge interessierte Menschen für das Durchführen der Workshops ausgebildet haben.

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Wenn auch ihr Lust habt, die Workshops z. B. in eurer Schulklasse zu halten, könnt ihr gerne unsere umfangreichen Materialien nutzen, wir haben sie für euch online kostenlos zur Verfügung gestellt.

Denn jede:r Einzelne hat einen Einfluss auf unsere Welt und unsere Zukunft! Selbst ein kleiner Schmetterling vermag eine Kette von Ereignissen auslösen, die am anderen Ende der Welt eine weitaus größere Wirkung haben als erwartet.

Foto © Gauthier Saillard / WWF

Aktionsgruppe: Glückstage – Eine Woche Zukunftsmut! (Kathi, Johanna, Dominik, Lena + Clara)

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Im Juni 2021 fanden dezentral in ganz Deutschland die "Glückstage - Eine Woche Zukunftsmut!" statt. Mit Aktionen rund um das gute Leben für alle wollten wir über das Thema Postwachstum und sozial-ökologische Transformation sprechen, mutige Zukunftsutopien denken und gemeinsam überlegen, wie wir in Zukunft leben wollen. Es ging darum, Menschen, ihren Kiez aus anderer Perspektive zu zeigen, gemeinsam Orte der Transformation zu besuchen und über eigene Handlungsmöglichkeiten zu informieren. In zehn deutschen Städten haben wir 18 Aktionen auf die Beine gestellt und 15 Online-Events mit Workshops, Lesungen, Traumreisen und eigens gebauten Spiele realisiert. Eine Woche lang haben wir gemeinsam die Utopie gelebt. Hier geht's zum Programm der Aktionswoche!

Foto © Gauthier Saillard / WWF

Glückstage Werbung

Aktionsgruppe: politik (Liv, Raquel, Ilayda + Lisa)

© Lisa Storck / WWF Stream

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Unsere Aktionsgruppe hat sich zum Ziel gesetzt, Postwachstum zur Priorität im Bundestag zu machen. Hierfür haben wir über 300 Bundestagsabgeordnete und deren Mitarbeitende eingeladen, an einer von uns organisierten Informationsveranstaltung "Wirtschaft, Wachstum, weiter so? Wie wir Wirtschaft neu denken können" am 21.04.2021 teilzunehmen. Highlights der Veranstaltung waren unter anderem die Stellungnahmen von Anton Hofreiter (Fraktionsvorsitzender bei Bündnis 90/ die Grünen), Lorenz Gösta Beutin (die Linke) und Lukas Köhler (FDP). Im Austausch mit renommierten Wirtschaftswissenschaftler:innen vom IÖW und ZOE haben wir 1,5 Stunden unseren Zukunftsmut mit den Teilnehmenden geteilt und konstruktiv an Lösungen gearbeitet.

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Ein Teil der Einladung zur Veranstaltung war unser Policy Brief mit Informationen zum Thema Postwachstum, sowie Vorschläge/Forderungen wie die Abgeordneten sich ihrem Mandat entsprechend für Postwachstum einsetzen können.

Für die Veranstaltung haben wir außerdem einen Film über die Zukunftsmutigen gedreht, einer Projektarbeit, bei der auch von den Darsteller*innen selbst gedrehte Inhalte eingeflossen sind.

Eine Zusammenfassung der Veranstaltung könnt ihr in diesem Bericht lesen.

POLICY BRIEF

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Aktionsgruppe: Kommunikation (Ngoc Anh, Christina, Jasmin + Clara)

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Wir, das heißt Christina, Ngoc Anh, Clara und Jasmin haben uns im Rahmen der Kampagne um die Kommunikation und Vernetzung gekümmert. Neben unserem Podcast "Zukunftsmutig - der Podcast" haben wir regelmäßig auf TikTok und Instagram gepostet. Buch-/Serien- und Filmempfehlungen gab es und wir haben den "Sustainaday" mit Tipps zur Nachhaltigkeit eingeführt. Wir haben postwachstumsorientierte Orte bei uns in der Nähe vorgestellt und unter dem Titel "#Wusstest du schon.." auf spannende Fakten rund um das Thema Nachhaltigkeit aufmerksam gemacht.  Schaut euch doch mal unsere Anregungen auf Instagram oder TikTok an und hört euch die Podcastfolgen an - in jeder Folge gibt es neue spannende Gäste. 

ZUKUNFTSMUTIG - DER PODCAST

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Die Zukunftsmutigen, das sind 13 Jungs und Mädchen der WWF Jugend, die mit ihrer Kampagne von einer zukünftigen Gesellschaft erzählen, die Mensch und Umwelt in den Fokus rückt und nicht stetiges Wirtschaftswachstum. Du möchtest sagen, dass du die Welt ein bisschen besser gemacht hast? Dann bist du bei uns genau richtig, denn alle zwei Wochen gibt es hier ganz unverbindlich Smalltalk, Witze, DIY´s sowie knallharte Fakten zu den Themen Klima und zukünftige Gesellschaft. „Bruder muss los“ war gestern. „Lass mal machen“ ist heute! (Spotify, Deezer, Podigee)

ZUKUNFTSMUTIG

Der Podcast

zu den Podcasts

Zukunftsmutige auf Instagram

WWF Jugend Instagram

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Wir sind auf Insta - hier findest du neben unserem Abschlussvideo auch viele weitere Beiträge aus unserer Kampagne.

15 Menschen. 1 Jahr lang. Postwachstum und Degrowth. Glückstage. Wachsten durch Bildung. Wusstest du..? Sustainaday. Zukunftsmutigen der Podcast. Privilegien. Eco-Shaming. Selbstreflexion. Eine supergroße megamäßige massive huge bigger than big Menge ZUKUNFTSMUT.

3 Fragen an Anne Wiebelitz, Ideengeberin & Begleiterin der Kampagne

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Anne, warum müssen wir weg vom Wachstum?

Naja, der Mythos, das man Wirtschaftswachstum von Planetenzerstörung entkoppeln kann, ist ja längst widerlegt. Mit dem Wachstumsdogma zerstören wir unsere Erde, uns selbst und so viele andere Lebewesen - das muss einfach aufhören... Aber warum können wir uns das Ende der Welt eher vorstellen als das Ende des Kapitalismus? Die Frage ist, wie wir uns endlich von einer ideologischen Debatte hin zu einem konstruktiven „Wie machen wir das?“-Streitgespräch und entsprechendem Handeln bewegen. Es gibt so viele Ansätze wie Suffizienz, Donut-Ökonomie oder dem Buen Vivir, die uns zeigen, dass ein wachstumsunabhängiges Leben möglich und nicht schlechter sein muss – nur anders.

© Gauthier Saillard

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Was treibt dich an, die „Zukunftsmutigen“ zu begleiten?

Ich glaube an die Kraft von sozialen Bewegungen – Menschen haben schon vieles erreicht, worüber andere vorher gelächelt haben. Das Ende der Apartheid, Atomausstieg, Frauenwahlrechte – das alles ist nicht einfach passiert, sondern weil Menschen sich dafür eingesetzt haben. Für dieses politische Engagement braucht es immer auch Schutz- und Begegnungsräume, in denen wir uns hinterfragen, über Gefühle, Macht und Ohnmacht sprechen und uns gegenseitig bestärken können. Solche Räume versuche ich in der Kampagne zu schaffen.

Und wie war dein Weg zu dem allen?

Ich interessiere mich einerseits für Menschen, Gesellschaften und habe Politikwissenschaft und interkulturelle Wirtschaftskommunikation mit dem Schwerpunkt auf Konflikte und Transformation studiert. Und andererseits liebe ich die Natur und bin als Wildnispädagogin und naturzyklische Prozessbegleiterin viel draußen unterwegs. Ich arbeite seit 2013 projektbezogen und selbständig, u.a. für den WWF, begleite Menschen in Team- und Lernprozessen, auch durch Krisen und Konflikte. Dabei habe ich immer wieder festgestellt, dass die vielen Krisen auch Ausdruck einer Beziehungskrise sind, dass viele Menschen die Beziehung zur Natur vergessen haben, die Ausbeutung beruht genau darauf. Diese Beziehung zur Erde wieder herzustellen, zu pflegen und auch andere zu ermutigen, sich zu fragen, wie wir unser Leben lebensdienlicher gestalten können, ist für mich eine Quelle von Zukunftsmut.

Einige Aspekte von Annes Arbeit findet ihr unter bewandert.eu und diegemeinsamesache.org

Foto © Gauthier Saillard / WWF

© Alexander Paul Brandes / WWF

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Foto © Alexander Paul Brandes / WWF

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„Die Utopie sie steht am Horizont.
Ich bewege mich zwei Schritte auf sie zu
und sie entfernt sich um zwei Schritte.
Ich mache weitere 10 Schritte
und sie entfernt sich um 10 Schritte.
Wofür ist sie also da, die Utopie?
Dafür ist sie da:
um zu gehen!“

Eduardo Galeano, uruguayischer Journalist
und Schriftsteller

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"There is no Planet B"

steht auf Hundertausenden von Demoschildern
überall auf der Welt

 

"Es ist der Ruf der Erde selbst wenn
wir allezusammentrommeln"

Pierre Lischke, Veränderer, Poet, Moderator
der WWF Jugend Change Days