Die Zukunftsmutigen

© Thinkstock

Befreiung vom Upgrade

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In welcher Welt wollen wir leben? Und in welcher Welt leben wir tatsächlich? Jeden Tag schmeißen wir über 27.000 Tonnen Lebensmittel weg. Jede Woche schluckt jeder Mikroplastik in der Menge einer Kreditkarte. Jedes Jahr verursacht jeder von uns 20 kg Elektroschrott. Ist es das, was wir sein wollen?

© Markus Spiske on Unsplash

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Die Menschheit nutzt seit 40 Jahren mehr natürliche Ressourcen, als die Erde erneuern kann. 1,7 Erden bräuchte es momentan, um unseren Verbrauch an Lebensgrundlagen zu decken. Während der Platz für andere Lebewesen schrumpft, vermüllen wir unseren Planeten immer weiter.

Was zwingt uns eigentlich, immer mehr zu verbrauchen? Wer bringt uns dazu, immer mehr zu konsumieren? Wann sind wir wirklich glücklich? Ein "immer mehr" auf einem Planeten, der natürliche Grenzen hat - wie soll das eigentlich gehen?

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Steuern wir also zwangsläufig auf einen Abgrund zu? Haben wir unseren Planeten schon verraten und verkauft? Nein. Wir glauben, wir können eine andere Zukunft erreichen. Deshalb starten wir eine Kampagne - hier und jetzt!

Bis zum 28. Mai, 12:00 Uhr, konnten sich Jugendliche hier für ein einzigartiges Kampagnen-Team bewerben. Dieses Team wird ab dem Sommer Aktionen und Veröffentlichungen für die Kampagne planen und umsetzen. Aber auch die komplette WWF Jugend kann an dem Projekt mitwirken. Wir starten ab Juni einen Ideensturm - das ist ein Kreativwettbewerb, in dem jede*r von euch Ideen für die Kampagne "Die Zukunftsmutigen" einbringen kann.

Alles könnte anders sein

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Wir leben in einer Welt des "Höher, schneller, weiter". Doch wer sagt uns eigentlich, dass das wie ein Naturgesetz immer so sein muss? Was wäre, wenn nicht Geld, Wettbewerb und Wirtschaftswachstum die Erfolgskriterien wären, sondern Miteinander, Nachhaltigkeit und Zufriedenheit?

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Wir wissen, dass unser Konsum unüberschaubare Auswirkungen hat - hier bei uns, und am anderen Ende der Welt. Unsere Konsumgüter verbrauchen Energie: bei der Produktion, beim Transport, beim Verbrauch, bei der Entsorgung. Wir wissen, dass viele Produkte viel schneller kaputt gehen als sie es müssten. Wir wissen, dass wir durch Werbung und Marketing animiert werden, Dinge zu kaufen, die wir ursprünglich gar nicht wollten. Wir wissen, dass Kaufen nicht glücklicher macht. Und trotzdem sind wir eine Konsumgesellschaft.

Dass der Earth Overshoot Day, der Welterschöpfungstag, jedes Jahr früher ist, hat mit unserem Konsum zu tun. Aber nicht nur. Solange Politik und Unternehmen Wohlstand vorrangig an Produktion und Verkauf messen, sitzen wir in der Wachstumsfalle.

Aber es geht auch anders. Wir können dem Wachstum einen neuen Sinn geben. Materielles Wachstum schrumpfen und dafür neue Lebensmodelle, Kreativität, ein soziales Miteinander wachsen lassen.

Berichte

Wer sind die Zukunftsmutigen? Teil einer Bewegung!

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Die "Zukunftsmutigen" sind ein Team von 15 Jugendlichen, die sich für rund ein Jahr in dieser Kampagne engagieren. Gemeinsam mit der WWF Jugend Community können sie vieles entscheiden und verwirklichen. Auch Expert*innen vom WWF stehen ihnen zur Seite.

© Sonja Ritter / WWF

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Die Arbeit des Kampagnenteams beginnt mit einem Auftaktseminar. Wir werden viele sehr spannende Menschen treffen und Projekte kennenlernen. Zahlreiche alternative Lebens- und Wirtschaftsmodelle werden hier erforscht und gelebt.

Wir gehen dem großen Ganzen auf den Grund: Postwachstum, Degrowth und sozial-ökologischer Wandel, Energiewende, solidarische Landwirtschaft und Protestbewegung. Anschließend werden wir eine Utopie bauen, Experimente starten und Aktionen auf die Straße bringen. Wir werden Veränderungen anstoßen - nicht zuletzt auch bei uns selbst.

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Wann gab es schon so eine große Aufbruchstimmung? Überall in der Welt streiken Millionen Menschen fürs Klima, protestieren Millionen bei der Earth Hour, verändern Millionen ihr Konsumverhalten. Weltweit gibt es Unternehmen, Initiativen, Städte und Communities, die mit neuen Wirtschaftsmodellen experimentieren.

Die WWF Jugend-Kampagne "Die Zukunftsmutigen" wird genau diese ermutigenden Geschichten erzählen. Wir wollen der Hoffnung eine Bühne geben, wollen inspirieren und Lösungen aufzeigen. Du willst Teil dieser Kampagne sein? Dann verfolge unsere Aktivitäten auf dieser Website. Schon in wenigen Tagen geht es los!

© Jörg Farys / WWF

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„Die Utopie sie steht am Horizont.
Ich bewege mich zwei Schritte auf sie zu
und sie entfernt sich um zwei Schritte.
Ich mache weitere 10 Schritte
und sie entfernt sich um 10 Schritte.
Wofür ist sie also da, die Utopie?
Dafür ist sie da:
um zu gehen!“

Eduardo Galeano, uruguayischer Journalist
und Schriftsteller

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"There ist no Planet B"

steht auf Hundertausenden von Demoschildern
überall auf der Welt

 

"Es ist der Ruf der Erde selbst wenn
wir allezusammentrommeln"

Pierre Lischke, Veränderer, Poet, Moderator
der WWF Jugend Change Days

© Alexander Paul Brandes / WWF