Aktionsleitfaden

Gauthier Saillard / WWF

Keine Lust mehr auf Untätigkeit? Starte dein eigenes Projekt!

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Du willst deine erste eigene Aktion planen? Oder ganz sicher gehen, dass du ja nichts vergessen hast? Mit unserem Leitfaden bist du bestens gerüstet, um mit deiner eigenen Aktion durchzustarten.

Fragen kannst du an jugend@wwf.de richten und über unser Formular kannst du zum Beispiel Materialwünsche einreichen, um die interessierten Besucher noch besser zu informieren.

Vor der Aktion

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Aktionsidee festhalten - Worum geht es bei der Aktion?

Aktionen sind sehr vielfältig: Vielleicht möchtest du mit einem WWF Jugend Block an einer Demo gegen Glyphosat teilnehmen, einen Infostand zum Thema Klimaschutz organisieren, ein Presse-Event gegen Wilderei planen oder Unterschriften für den Kohleausstieg sammeln. Wichtig ist, dass du deine Aktion möglichst genau planst, ein Datum und einen Ort festlegst und dich vorab schon etwas mit dem Thema beschäftigst.

 

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Mitstreiter suchen und Aufgaben verteilen

Dann heißt es: Mitstreiter suchen, die dich unterstützen wollen. Trage deine Aktion hierfür unbedingt in unseren Community-Kalender ein und suche in deiner Bundesland-Gruppe nach Unterstützung. Anschließend verteilt ihr die Aufgaben, die in der Vorbereitung nötig sind. Versuche nicht, alles alleine zu stemmen. Je mehr Leute mithelfen, desto weniger Stress ist es für jeden einzelnen.

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Ort für die Aktion organisieren und Genehmigung einholen

Je nachdem, wo ihr eure Aktion stattfinden lassen wollt, braucht ihr manchmal eine Genehmigung. Jede Versammlung mit einem inhaltlichen Ziel (etwa eine Demo oder ein Flashmob) musst du bei der zuständigen Behörde anmelden. Es gilt eine Anmeldepflicht, aber keine Genehmigungspflicht - das heißt, die Versammlung muss ermöglicht werden, außer es geht von der Versammlung eine Gefahr aus.

Möchtest du eine öffentliche Fläche beanspruchen (zum Beispiel für einen Infostand oder eine Mahnwache), dann brauchst du hierfür eine Genehmigung bzw. eine Sondernutzungserlaubnis. Die zuständige Behörde erreichst du, wenn du bei deiner Stadt anrufst und nachfragst. Manche Städte ermöglichen diesen Antrag auch online.

Die Genehmigung solltest du unbedingt mit zu der Aktion nehmen. Bei einer Kontrolle müsst ihr diese nämlich vielleicht vorzeigen. Bis euch diese Genehmigung erteilt wird, kann es unter Umständen auch mehrere Wochen dauern, also plant hierfür genügend Zeit im Voraus ein.

Am besten sind natürlich Orte, an denen ihr viele Menschen erreicht. Wenn ihr deswegen zum Beispiel in der Innenstadt einen Stand aufbauen wollt, müsst ihr allerdings auch darauf gefasst sein, dass einige Leute gestresst reagieren könnten. Deswegen eignet sich vielleicht auch ein Aktionstag an deiner Schule oder ein Zoo, der mit dem WWF kooperiert, um die Aktion durchzuführen.

Wenn der Platz für eure Aktion draußen ist, solltet ihr euch am besten eine Schlechtwetteralternative überlegen. Andernfalls müsst ihr die Aktion bei Platzregen oder Gewitter gegebenenfalls absagen.

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Packliste erstellen und Material anfragen

Damit eure Aktion bleibenden Eindruck hinterlässt, ist es am besten, Passanten etwas mitzugeben. Dafür senden wir euch gerne Flyer, Magazine und Ansichtsexemplare von Studien zu diesem Thema zu. Die ungefähre Anzahl kannst du in das Formular eingeben, dann schicken wir dir das Material nach telefonischer Rücksprache nach Hause.

Jetzt wird es Zeit, eine Packliste für die Aktion zu erstellen. Je nach Aktion unterscheiden sich die benötigten Materialien natürlich, aber mit folgender Liste liegt ihr eigentlich nie falsch, wobei ihr vielleicht auch nicht alles braucht:

- Tisch (Hierfür könnt ihr zum Beispiel im Zoo eine Biertischgarnitur anfragen. Sonst müsst ihr euch selbst um einen Tisch kümmern. Camping- oder Tapeziertische sind aber völlig ausreichend.)

- Klebeband

- Klemmbretter zum Unterschriften sammeln

- Eine Mülltüte für eventuell anfallenden Abfall

- Schnur und eine WWF Jugend Flagge

- Scheren und Stifte (Eddings oder andere Permanent Marker leisten immer gute Dienste. Wenn ihr mit Kindern basteln wollt, solltet ihr am besten auch noch Buntstifte und Wachsmalkreiden mitnehmen.)

- WWF Jugend T-Shirts (über das Formular können ansonsten auch Leibchen angefragt werden)

- Falls die Aktion draußen stattfinden soll: Steine zum Beschweren, warme Kleidung

- Tracker/Strichliste, um die Besucher oder die verteilten Flyer zu zählen (diese Zahlen helfen uns, in Zukunft besser abzuschätzen, wie viel Material vonnöten ist)

- WWF Jugend Flyer

- Magazine und Flyer zum Thema

- Kamera oder Handy

Jetzt müsst ihr noch den Transport aller Materialien und Hilfsmittel zum Ort der Aktion organisieren. Gegebenenfalls können hierfür auch die Kosten vom WWF übernommen werden. Wenn du für deine Aktion Material- oder Transportkosten einplanst, gib uns an jugend@wwf.de auf jeden Fall vorher Bescheid, sodass wir den genauen Ablauf absprechen können.

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Vorbereitung auf die Arbeit am Stand

Wenn ihr einen Stand plant, solltet ihr ausreichend über das Thema Bescheid wissen. Natürlich müsst ihr aber auch keine Experten sein. Lest euch einfach die Seiten über die Prinzipien und die Arbeit des WWF durch und informiert euch umfassend über die Probleme, auf die ihr aufmerksam machen wollt.

Während der Aktion

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Umgang mit kritischen Fragen

Wenn euch kritische Fragen oder Anfragen von Journalisten zur Arbeit des WWF erreichen, könnt ihr diese immer an den WWF Infoservice (infoservice@wwf.de; 030 311 777 700) oder an die Pressestelle des WWF weiterleiten. Außerdem könnt ihr auch auf die Homepage des WWF Deutschland (www.wwf.de) verweisen.

Es ist wichtig, dass ihr deutlich macht, dass ihr keine Mitarbeiter des WWF seid. Damit schützt ihr sowohl euch selber als auch den WWF.

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Fotos für die WWF Jugend

Um später anderen WWF Jugendlichen von eurem Einsatz zu berichten, macht ihr vor Ort am besten Fotos vom Stand und von euch.

Natürlich müssen alle abgebildeten Personen einverstanden sein, fotografiert zu werden. Sicherheitshalber fotografiert ihr Kinder am besten nicht von vorne oder so, dass sie zu erkennen sind.

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Spenden am Stand

Wenn ihr wollt, könnt ihr auf eurem Infostand eine Spendenbox aufstellen, um Spenden für das Projekt, zu dem ihr die Passanten informiert, zu sammeln. Um mehr Leute auf den Stand aufmerksam zu machen, könnt ihr zum Beispiel auch selbst gebackene Waffeln verkaufen.

Plant ihr eine Benefizveranstaltung, wendet euch unbedingt an den WWF, da nicht jeder Sponsor als Partner infrage kommt.

Wenn jemand über euren Stand eine Spende tätigen möchte, ohne, dass ihr darauf vorbereitet seid, gebt ihm am besten die Kontodaten des WWF (IBAN: DE06 5502 0500 0222 2222 22 - BIC: BFSWDE33MNZ, Bank für Sozialwirtschaft) oder verweist auf die Internetauftritte des WWF Deutschland, denn am Stand kann keine Spendenquittung ausgestellt werden.

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Gute Laune

Und das Wichtigste: Freundlich bleiben. Viele Menschen haben sich noch nie mit Umwelt- und Naturthemen befasst. Deswegen wissen sie auf dem Gebiet vielleicht einfach deutlich weniger als ihr. Bloß nicht ungeduldig werden, sondern weiterhin ruhig und gut gelaunt bleiben. Wenn du merkst, dass jemand nur auf Provokation aus ist, kannst du das Gespräch auch höflich, aber bestimmt, beenden.

Nach der Aktion

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Material zurücksenden

Wenn du nicht in nächster Zeit bereits wieder eine Aktion planst, bitten wir dich, das überzählige Material an uns zurückzuschicken. Dafür können wir dir per Mail ein Rücksendeetikett zusenden, das du nur ausdrucken musst, bevor du das Paket aufgibst.

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Bericht schreiben oder anderweitig von der Aktion erzählen

Da sich die Online Community und auch wir vom WWF Jugend Team uns immer über Berichte freuen, wäre es toll, wenn einer aus der Gruppe sich bereit erklären würde, einen Artikel zu schreiben. Dazu habt ihr ja bereits tolle Fotos vom Tag der Aktion, und wenn ihr eure Erlebnisse so schildert, als würdet ihr sie einem Freund erzählen, wird daraus ein richtig guter Bericht!

Lust auf noch mehr Engagement?

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Dann schau doch mal bei unserem Redaktions- und Aktionsteam vorbei!