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  • Jahresmotto 2020: Invisible Waste: Abfälle, die wir nicht sehen – schau genau hin!

    Dieses Jahr will die EWAV einen ungewöhnlichen Weg beschreiten. Wie viel Abfall wird beim Konsum tatsächlich produziert? Sehen wir tatsächlich alles, was an Abfall entsteht?
    Die Antwort ist: Nein!

    Aber was heißt Invisible Waste?
    Direkt übersetzt würde es „unsichtbare Abfälle“ heißen. Die Abfälle, von denen wir hier sprechen, sind aber natürlich nicht wirklich unsichtbar im Wortsinn, sondern einfach nicht immer für uns auf den ersten Blick erkennbar.
    Hier sind einige Ideenanstöße, was für kreativen Ideen unter „unsichtbaren Abfällen“ verstanden werden kann:

    Abfall beim Online Shopping:
    In zunehmendem Maße erledigen wir unsere Einkäufe online. Der Shutdown im Zuge der Corona-Maßnahmen hat diesen Trend noch beschleunigt. Eine analytische Studie der Freien Universität Berlin zeigt, dass der Online-Handel der Umwelt mehr schadet als der stationäre. Wenn wir bestellen, haben wir oft nur das Produkt selbst im Kopf und denken nicht an den Verpackungsmüll, der durch den Versand der Ware bei uns anfällt. Dazu kommt, dass wir oft retournieren. Den Forschern der Universität Bamberg zufolge wurden im Jahr 2018 in Deutschland schätzungsweise 280 Mio. Pakete und 487 Mio. Artikel zurückgeschickt. Der Rücktransport verursacht einen erneuten Schadstoffausstoß. Zeigen Sie uns Ihre Beispiele für „unsichtbaren Abfall“ im Online Handel und wie er vermieden werden kann.

    Mikroplastik:
    Quasi unsichtbar hat es sich fest und überall in unserem Leben festgesetzt, beispielsweise in Kosmetik, wie in Peelings, Duschgels und Shampoos, wo es als „Schleifmittel“ oder Füllstoff verwendet wird. Das meiste Mikroplastik entsteht sogar als Abrieb der Autoreifen. Mikroplastik begegnet uns auch in Form von Mikrofasern, die sich beim Waschen aus synthetischen Kleidungsstücken wie Fleece und Polyester lösen und ins Abwasser gelangen. Zeigen Sie uns Ihre Beispiele für „unsichtbaren Abfall“ durch Mikroplastik und wie er vermieden werden kann.

    Lebensmittelabfälle:
    Als „unsichtbare Abfälle“ fallen sie in der in der Gastronomie oder beim Catering nach Veranstaltungen an. Sei es schon während der Zubereitung von Speisen oder dann die Reste, die übrig bleiben können, weil bspw. viel zu großzügig portioniert wurde. Das ist nicht nur „rausgeworfenes“ Geld, sondern auch ökologisch problematisch: Große Mengen an Lebensmitteln werden produziert, verarbeitet, verpackt, transportiert und gelagert – und dann entsorgt.

    Einwegverpackungen:
    Mit Neodymmagneten versehene Verpackungen können als Invisible Waste gesehen werden. Diese Magnete werden in Schachteln zum Beispiel in Zigarettenpapierverpackungen oder Pralinenschachteln eingesetzt. Sie dienen dort als Wiederverschluss. Die Magnete ermöglichen es, die Schachteln einfach zu handhaben und mehrfach wieder zu verschließen. Solche Schachteln bieten durch das „Klacken“ beim Schließen eine multisensorische Erfahrung und verleihen dem Produkt so eine höhere Wertigkeit. Grundsätzlich ist die Verwendung von solchen Rohstoffen aber zu hinterfragen. Werden diese Einwegverpackungen zu Abfall, stehen die Seltenen Erden nicht mehr für das Recycling zur Verfügung. Deswegen sollten solche Einwegverpackungen grundsätzlich vermieden werden. Wir freuen uns auf alle Aktionen, die aufzeigen, wie zum Beispiel die Konsumentinnen und Konsumenten dahingehend sensibilisiert werden oder die Tabakindustrie auf Mehrwegschachteln umsteigen könnte.

    Bei den Aktionen zu den aufgelisteten Themenschwerpunkten möchte die Koordinationsstelle den Akteuren freien Raum geben, ihre Ideen umzusetzen.


    Die Aktionen sollten die Fragen beantworten:

    Was verstehe ich unter Invisible Waste?

    Wie kann ich Andere zum Nachdenken über ihre eigenen „unsichtbaren Abfälle“ bewegen, indem ich die Menge an Invisible Waste sichtbar mache, die beim alltäglichen Konsum anfällt?

    Welche Ideen habe ich, mit denen jeder im Alltag auf pragmatische Weise weniger Abfall verursacht, der nicht auf den ersten Blick sichtbar ist? Wie lebe ich diese Ideen vor?


    Die Anmeldung ist schon ab September möglich: https://www.wochederabfallvermeidung.de/ueber-uns/
  • 21.11.20 um 00:00 -
    29.11.20 um 00:00
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    EWAV
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Europäische Woche der Abfallvermeidung 2020

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