Berichte

Türchen 21

  • Ein Leben für den Klimawandel

    Klimawandel ist für Menschen in Deutschland ein präsentes Thema. Einerseits, weil wir in den vergangenen drei Jahren seine Auswirkungen deutlich gespürt haben, zum Beispiel durch extreme Wärme und kaum Niederschlag während der Sommermonate. Andererseits weil wir jeden Tag davon hören, sei es weil in der Politik über Klima gesprochen wird, jemand sich über Fridays For Future und Greta Thunberg aufregt oder weil wir von Naturkatastrophen in anderen Teilen der Welt erfahren.

    Wer von euch läuft regelmäßig bei Fridays For Furutre mit? Wer von euch ist Teil einer Klima- oder Umweltschutzorganisation? Du sprichst mit Verwandten, Freunden und vielleicht auch öffentlich über die Klimakrise, Erderwärmung, 1,5°Ziel und die unzureichenden Klimaziele der Politik?

    Die meisten von euch werden sich zumindest in Teilen dieser Fragen wiedergefunden haben, denn in Deutschland ist es nicht schwer darüber zusprechen oder sich gegen die Klimakrise einzusetzen.

    In anderen Ländern sieht, dass schon ganz anders aus, nicht überall ist der Einsatz für das Klima so leicht.

    Ein Mädchen, was genau weiß was es heißt nicht gehört zu werden, weil es die Klimakrise anspricht und sich dafür einsetzt, dass die Menschen besser vor den Ausmaßen der Klimakrise geschützt sind, ist Marinel Sumook Ubaldo. Marinel kommt von den Philippinen, sie war dort 2013 eine der Betroffenen des Taifuns „Yolanda“, welcher 6.000 Menschen tötete und viele weitere Tausend obdachlos machte. Marinel setzt sich seitdem dafür ein, dass die Lebensbedingungen der Opfer des Taifuns sich verbessern, dass die Menschenrechte auf Bildung, Nahrung, Soziale Sicherheit und auf Arbeit sowie Eigentum aller Betroffenen in Zukunft geachtet werden. Außerdem fordert die heute 22-Jährige die Bevölkerung zukünftig besser vor extrem Wetterereignissen, die sich durch den Klimawandel vor allem in eh schon häufig betroffenen Gebieten vermehren, zu schützen. Die philippinische Regierung hat dazu in den letzten 6 Jahren nichts unternommen.

    Marinel ist dieses Jahr Teil des Briefmarathons von Amnesty International, wenn ihr sie unterstützen wollt und die philippinische Regierung dazu auffordern wollt die Infrastruktur in den vom Taifun „Yolanda“ betroffenen Gebieten wieder aufzubauen, könnt ihr hier klicken

    Dieser Fall ist nur einer von vielen, der zeigt, dass man Menschenrechte und Klimawandel nicht trennen kann. Das fundamentalste Recht, welches durch die Klimakrise angegriffen wird, ist das Recht auf Leben, laut Amnesty International sind ca. 400.000 Tode auf den Klimawandel zurückzuführen. Massiv gefährdet sind auch die Rechte auf Gesundheit und Nahrung: Hitzewellen verstärken sich und führen zu Ernteausfällen, Hungernöte verstärken sich und Krankheiten breiten sich schneller aus. Auch das Recht auf Wohnen wird massiv bedroht, seit 2008 müssen jährlich 26,4 Millionen Menschen umziehen oder verlieren ihr Haus auf Grund von Extremwetterereignissen.

    Die Klimakrise ist also auch eine Menschenrechtskrise, wodurch die Komplexität der Herausforderungen, die wir heute durch den Klimawandel erleben, steigt. Mich inspirieren Menschen wie Marinel, die trotz großem Widerstand und der großen Komplexität des Themas sich nicht davon abbringen lassen ihr Ziel zu erreichen, deshlab ist auch genau das mein Vorsatz fürs kommende Jahr. Ich möchte mich nicht von Wiederständen, großer Komplexität und Rückschlägen abschrecken lassen meine Ziele zu erreichen und mich für das einzusetzen was mir am Herzen liegt. 

Kommentare

3 Kommentare
  • Sunlight
    Sunlight Danke für den inspirierenden Artikel! Habe den Briefmarathon direkt unterschrieben
    23. Dezember 2019
  • shapinghorizons
    shapinghorizons Ein richtig schöner Artikel und vor allem ein klasse Neujahrsvorsatz! Vielen Dank fürs Teilen
    3. Januar 2020
  • viviberlin
    viviberlin Toller Artikel. Ich finde er macht deutlich, dass wir hier die Chance haben, Leuten mit nicht so vielseitigen Möglichkeiten eine Stimme zu geben oder sie zu verstärken. Danke fürs Teilen Lea!
    6. Januar 2020 - 1 gefällt das