Berichte

Wie alles begann - Teil 2

  • (c) WWF/ Peter Jelinek bearbeite

    Im ersten Teil der von "Wie alles begann" haben wir von Marcel gehört wie die WWF Jugend entstanden ist und was damals beim WWF passiert ist. Im zweiten Teil wollen wir nun einen Blick auf die Sicht der Ehrenamtlichen legen. Dafür habe ich Anne (Cookie) interviewt. Anne ist von Anfang an teil der WWF Jugend gewesen und nun auch schon seit einiger zeit Redaktions- und Aktionsteamerin. 

    Hallo Anne, zu Anfang habe ich eine schnelle Frage für dich: woran denkst du wenn du Panda hörst?   

    Daran, dass Pandas den ganzen Tag nichts tun als fressen und schlafen. Daran, ob einem Panda meine Bambuszahnbürste schmecken würde. Und natürlich an die WWF Jugend. 


    Warum ist dir Natur- und Umweltschutz wichtig und was hat dich dazu gebracht dich in dem Bereich zu engagieren? 

    Also meine Eltern schieben es ja auf die
    Emil-Grünbär-Kassette, die ich früher hatte, und auf der unter anderem das Rebellen-Lied drauf war: https://www.youtube.com/watch?v=HIp3teH1fPg . Jetzt so im Nachhinein bin ich mir ja nicht so sicher, ob der Text so kindgerecht ist…

    Am Anfang haben mich ehrlich gesagt eigentlich vor allem die Tiere interessiert. Meine beste Freundin aus der Kindergarten- und Grundschulzeit und ich haben schon als kleine Kinder gespielt, wir hätten einen Tier-Rettungs-Club. Nach und nach habe ich dann begriffen, dass die Zusammenhänge viel größer sind, dass es um unseren gesamten Planeten geht. Ich möchte nicht einfach zusehen, wie wir diesen zerstören, sondern etwas dagegen tun. Seit einigen Jahren beschäftige ich mich hauptsächlich mit dem Thema Müll. Das ist mir zu einem besonderen Anliegen geworden, weil es ein Thema ist, das wirklich alle von uns an jedem einzelnen Tag ganz konkret betrifft, aber auch eines, bei dem wir alle so viele Möglichkeiten haben, selbst etwas zu verändern.

    Wie bist du zum WWF gekommen?  

    Ich hab hinten in einem Schreibheft Werbung für (damals noch) Young Panda gesehen und so lange
    gequengelt, bis meine Eltern mich dort angemeldet haben.


    (c) WWF/ Lea Fried Young Panda Hefte

    Wie hast du den Beginn der WWF Jugend in Erinnerung?  

    Ich war dann eigentlich schon aus dem Young Panda Alter rausgewachsen, aber immer noch Mitglied, als der Brief kam, dass es jetzt eine WWF Jugend gegründet wurde und man dorthin wechseln könnte. Mit dabei beim Brief war auch das Campprogramm und meine Freundin Anna, mit der ich schon bei einem Young Panda Camp war, und ich haben
    sofort beschlossen, dass wir mit nach Schweden fahren wollten. Die Community hab ich am Anfang eigentlich hauptsächlich genutzt, um vor dem Camp andere Teilnehmende kennenzulernen und nach dem Camp mit ihnen in Kontakt zu bleiben. Selbst Berichte zu schreiben hab ich mich ganz lange gar nicht getraut. Vom Anfang der WWF Jugend ist mir tatsächlich am meisten das Schweden-Camp in Erinnerung. Als wir dort nach über 20 Stunden Fahrt aus dem Bus krabbelten und erfuhren, dass wir im See duschen und aufs Plumpsklo gehen müssten, hätte ich am liebsten meine Eltern angerufen und mich sofort wieder abholen lassen. Hab ich aber zum Glück nicht und es war eine der tollsten Reisen überhaupt. So toll, dass ich die beiden Jahre darauf wieder hingefahren bin. Bei den Camps sind enge Freundschaften entstanden und obwohl wir über ganz Deutschland verteilt waren, haben wir uns so oft getroffen, wie nur irgendwie möglich.


    Was war die erste WWF Jugend Aktion bei der du dabei warst/ mit organisiert hast?  

    Im Camp hatte ich auch andere Leute aus Hessen kennengelernt und wir haben dann versucht, gemeinsam Treffen der WWF Jugend in Hessen zu organisieren. Ich kann mich an ein Treffen in einem Park in Frankfurt mit Slackline, Kartenspielen und Panda-Muffins erinnern. Die erste richtige Aktion, die ich selbst mitorganisiert habe, war – wie sollte es auch anders sein ;-) – eine Müllsammelaktion. Im Rahmen der WWF Kampagne „Wald.Meister“ kam mir die Idee, in Wäldern Müll zu sammeln und ich habe dann in der WWF Jugend zu einem deutschlandweiten Müllsammelwochenende aufgerufen. Zusammen mit den Freunden vom Camp waren wir dann natürlich auch selbst Müll sammeln.

    Du bist nun schon seit 10 Jahren dabei, was inspiriert und motiviert dich dabei zu bleiben? 

    Die WWF Jugend ist in den letzten 10 Jahren zu meiner zweiten Familie geworden. Seit dem Abi bin ich eine Menge umgezogen, aber die WWF Jugend hat mich immer begleitet. Egal, wo ich war, die Community mit all den vielen engagierten jungen Menschen und ihren tollen Ideen, mit ihren inspirierenden Berichten und den unzähligen Anregungen, selbst aktiv zu werden, war immer nur einen Klick entfernt. Mit anderen aus der WWF Jugend
    zusammenzukommen, ist immer ein bisschen wie nach Hause kommen, egal, wie lange man sich nicht gesehen hat. Ich kann mir mein Leben ohne diese starke Gemeinschaft eigentlich gar nicht mehr vorstellen.

    Was möchtest du der WWF Jugend Community noch mitgeben?  

    Wenn Euch irgendeine Aktionsidee in den Fingern juckt, egal, wie verrückt sie ist, teilt sie hier in der Community.
    In der WWF Jugend findet man so viel Unterstützung und gemeinsam wird plötzlich möglich, was vorher unvorstellbar war. Die WWF Jugend bietet so fantastische Möglichkeiten, Gleichgesinnte kennenzulernen, sich auszutauschen und eigene Projekte in die Tat umzusetzen. Ich bin unendlich dankbar für die unglaubliche Unterstützung, die ich hier schon erfahren habe, und die unvergesslich schönen Erfahrungen, die ich dank der WWF Jugend gemacht habe, und wünsche Euch, dass es Euch ganz genauso geht!

     

    Vielen Dank liebe Anne für deine Zeit!

     

    Hier geht es zum ersten Teil der Reihe. 

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