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Wie die 2°Campus Forscher die Weltretten wollen

  • Batterien mit Glasabfall und emissionsfrei Wohnen - Wie die 2°Campus Forscher die Welt retten wollen

    Forschen für den Klimaschutz, das war auch dieses Jahr wieder das Thema für die 19 Teilnehmenden des 2°Campus. In vier Gruppen haben die Teilnehmer zu vier verschiedenen Themen geforscht und auch dieses Jahr wieder erstaunliches rausgefunden. Wie man Batterien nachhaltiger gestalten kann und wie ein gutes Bodenmanagement beim Erreichen des 2° Ziel hilft, könnt ihr nun hier in aller Kürze erfahren.

    Mobilität

    Forschungsfrage: Welchen Einfluss haben nachhaltige Silizium-Quellen auf die Anode von Lithium-Ionen-Batterien der nächsten Generation?

    Fahrzeuge, die mit erneuerbarer Energie angetrieben werden, sind eine Schlüsseltechnologie im Mobilitätssektor der Zukunft und leisten einen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasemissionen. Ihre Reichweite bzw. die Kapazität der eingebauten Batterien  indes, sind ausbau- und verbesserungsfähig. Durch die schrittweise Steigerung des Siliziumanteils in den Anoden von Lithium-Ionen-Batterien steigt die Reichweite der E-Autos, die somit attraktiver werden. Die Forschungsergebnisse des 2°Campus Forschungsteams Mobilität zeigen auch, dass großes Potential in nachhaltigen Siliziumquellen, wie zum Beispiel Glasabfällen, liegt.

     

    Energie

    Forschungsfrage: Welchen Einfluss haben Größe, Art und Lage des Rotors auf die Leistung von Kleinwindkraftanlagen?

    Um die Energiewende zu bewältigen, ist eine Dekarbonisierung des Energiesektors notwendig. Dabei spielt Windkraft eine zentrale Rolle. Die Versorgung von privaten Haushalten durch Windenergie liegt bis jetzt allerdings in den Händen von großen Energieversorgern mit zum Teil großflächigen Windparks. Mit intelligenten Rotordesigns und unter Berücksichtigung von Windverhältnissen und der Lage von Häusern ist die Erzeugung von Windenergie durch private Haushalte durchaus sinnvoll und effektiv, was zudem einen Beitrag zur Dezentralisierung der Energiegewinnung beiträgt.

    Ernährung

    Forschungsfrage: Wie kann durch Bodenmanagement in der Landwirtschaft das 2°Limit eingehalten werden?

    Die Landwirtschaft ist gleichermaßen Verursacher und Betroffener des Klimawandels. Gleichzeitig besitzt sie Gestaltungsspielraum zur Vermeidung von Treibhausgasemissionen, vor allem, was den Erhalt von gesunden Böden betrifft. Sie gehören zu den größten CO2-Speicher der Erde. Doch Wetterextreme und inadäquates Bodenmanagement zerstören unsere Böden. Durch geeignetes Bodenmanagement können gesunde Böden als CO2 Speicher erhalten bleiben. Zentral dabei sind: die schonende Bodenbearbeitung, die hohe biologische Aktivität, eine abwechslungsreiche Fruchtfolge und eine Bodenernährung mit organischem Material zur Humusbildung.

    Gebäude

    Forschungsfrage: 2°Quartier – Wie verändert konsequenter Klimaschutz unser Wohnen?

    Ziel der Bundesregierung ist es, den Gebäudebestand  bis 2050 nahezu klimaneutral zu gestalten. 70% unseres Gebäudebestands ist älter als 30 Jahre. Die benötigten Sanierungen, um das Ziel zu erreichen, lagen in den letzten Jahren allerdings bei einer Quote von unter einem Prozent. Klimaneutrale Quartiere sind mit einer intelligenten Kombination unterschiedlicher Einflussfaktoren möglich, dazu zählen: Photovoltaik, Solarthermie, Wärmepumpen und die Anpassung der elektronischen Geräte in Haushalten auf LEDs und Geräte der Güteklasse A. Die Steigerung von Sanierungsquoten gelingt nur unter Einbezug der Bevölkerung. Außerdem muss das Reduktionspotenzial von Quartieren einhergehen mit Anpassungen in anderen Lebensbereichen, z.B.: nachhaltiges Reisen, E-Mobilität, u.v.m.

     Quelle: WWF/ Arnold Morascher

    Mehr Informationen findets du in den Ausführlichen Berichten der Teilnehmenden unter dem Hashtag 2°Campus. 

    Bildquellen: WWF/ Arnold Morascher

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