Berichte

Solidarische Landwirtschaft für den Klimaschutz?

  • Vom 25.07. bis zum 29.07. war die Ernährungsgruppe des 2°Campus in Eberswalde an der HNE Eberswalde. Dort hat sie an der Frage "Welchen Beitrag kann die Solidarische Landwirtschaft zu einer zukunftsfähigen Ernährung im Rahmen des 2°-Ziels leisten?" geforscht.
    Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) lässt sich einfach erklären: Ein Hof ernährt seine Unterstützer und alle teilen sich die damit verbundene Verantwortung, das Risiko, die Kosten und die Ernte.


    Die Gruppe bestand dieses Jahr aus Anna, Hannah, Marie und Sarah. Als Teilnehmerin aus dem letzten Jahr durfte ich (Fee) sie als Juniormentorin begleiten.
    Wir trafen uns in Berlin und fuhren dann gemeinsam nach Eberswalde. Dort trafen wir uns nachmittags mit unserer Mentorin Christina in der HNEE und erledigten zunächst einige organisatorische Dinge. Abends bekamen wir eine kleine Führung durch den Wald von Eberswalde und lernten dort einiges über Ökosysteme und Böden.


    Am Mittwoch ging es gleich los: alle stellten ihre Ergebnisse aus den zuvor durchgeführten Literaturrecherchen vor. Es ging um Fleisch und Futtermittel mit Informationen aus dem Weltagrarbericht, Agrarökologie, Bodenerosion und -fruchtbarkeit, multifunktionale, industrielle und biologische Landwirtschaft, Anpassung an den Klimawandel und um Klima und Energie.
    Nachmittags bekamen wir einen Vortrag von Ralf Blochs gehalten über Landwirtschaft im Klimawandel, Auswirkungen, Anpassungsstrategien und Entscheidungshilfen.
    Danach waren wissenschaftliches Arbeiten und das Planen des weiteren Vorgehens an der Reihe.

    Am Donnerstag machten wir eine Radtour zu einem Hof. Wir trafen die Landwirtin (Anja) direkt auf der Kuhweide. Dort erklärte sie uns viel über ihre Kühe und antwortete bereitwillig auf unsere Fragen. Zentral war bei diesem Interview ihre Vision eines solidarischen Vertriebs ihrer Milchprodukte. Nach dem Interview fuhren wir mit unseren Fahrrädern auf ihren Hof und sie führte uns zu ihrem Hühnerstall. Dort fütterten wir die Hühner und sammelten Eier ein. Was uns besonders auffiel war die artgerechte Tierhaltung dort.
    Nachdem wir wieder in Eberswalde an der HNEE waren begannen wir damit, Interviews abzutippen und zusammenzuschreiben.

     

    Am Freitag fuhren wir mit den Rädern auf den SoLaWi Hof von Friedemann in Luisenfelde. Dahin wurden wir von einer Reporterin der "Deutschen Welle" begleitet.
    Wir wurden über den Hof geführt und stellten Fragen. Zwischenzeitlich wurde Anna von der Reporterin interviewt.
    Abends ging es dann wieder mit wissenschaftlichem Arbeiten weiter.

    Am Samstag, unserem letzten Tag in Eberswalde, trafen wir uns in der HNEE um die letzten Arbeiten vorzunehmen. Also auswerten von Umfragen mit Mitgliedern und Betreibern einer SoLaWi und die Aufzeichnungen zum Weg, den eine Möhre zurücklegt, bis sie im Laden zu kaufen ist.
    Danach fuhr die Ernährungsgruppe nach Berlin, wo sie zusammen mit den anderen Gruppen die Auswertung ihrer Daten vorgenommen und in Form einer Powerpoint-Präsentation und einem Radiospot zusammengefasst hat.

     

    Insgesammt war es eine wunderschöne ereignisreiche Zeit in der wir viel Spaß hatten und natürlich viel gelernt haben.
    Ich wünsche euch auch allen weiterhin viel Erfolg bei eurer Forschung und bin froh, dabei gewesen zu sein. :)

     

     

    Fotos: WWF/Arnold Morascher

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