Berichte

Firmen mit Veranwortung - Teil VII

  • T wie Tchibo


    Der Konzern, der in seinen Filialen mit dem angenehmen Kaffeegeruch auffällt, beeindruckt auch mit einer weitreichend umweltfreundlichen Philosophie.


    „Öko reisen“. Die meisten Tchibo-Produkte müssen eine lange Reise rund um den Globus antreten. Um die Umwelt zu schonen, hat sich Tchibo ein Ziel genommen: Bis 2015 sollen 30 Prozent Emissionen gegenüber 2006 durch den Transport gespart werden. Und wie? Mithilfe des Projektes LOTOS (‚Logistics towards Sustainability‘, übersetzt ‚Logistik auf dem Weg zur Nachhaltigkeit‘). Es wurde im November 2006 von der Technischen Universität Hamburg-Harburg ins Leben gerufen und wird auch vom Bundesumweltministerium gefördert. Die wahren Klimakiller in Sachen Transport ist der Seeschifftransport. Bei Tchibo steigt man daher auf den Transport mit dem Zug oder auf Binnenschiffsverkehr um.


    Bei der Produktion wird auch auf die Energieeffizienz der Maschinen geachtete, so wie es auch viele andere Konzerne machen. Das Pilotprojekt ‚Product Carbon Footprint‘, das auch vom WWF unterstützt wird, rechnet alle CO2-Emissionen eines Produkts von der Produktion bis zum Verkauf aus und dadurch kann man genau sehen, wo man was sparen könnte. Mit den Ergebnissen dieses Projektes hat Tchibo beispielsweise die Herstellung ihres Kaffees noch verbessert.


    Kaffeerösten auf umweltfreundliche Weise ist ebenfalls ein wichtiges Thema, da dieses Verfahren eigentlich viel CO2 freisetzt. Da aber vor Jahren fürs Heizen von Heizöl auf Gas umgestellt worden ist, konnte ein Viertel CO2 gespart werden, und die Produktion von Schwefeldioxid wurde dadurch komplett verhindert. Durch einen Wärmerücklauf wird die Hitze mehrfach genutzt, sodass 90% Heizenergie und 100 Tonnen CO2 jährlich gespart werden. Außerdem entspringen der Kaffee aus einer Zusammenarbeit mit der Rainforest Alliance, das Holz vom FSC und die Baumwolle vom Organic Exchange, um Ressourcen zu schonen.


    13 Euro Monatslohn? Die "Kampagne für saubere Kleidung" musste 2005 feststellen, dass die Kleidung von Tchibo unter menschenrechtsverletzende Bedingungen in Bangladesch hergestellt wird. 13 Euro im Monat für die überwiegend weiblichen Arbeitern, und das bei bis zu 90 Stunden Arbeit in der Woche. Tchibo wehrte sich damit, dass die Lieferanten vertraglich dazu verpflichtet seien, sich an die festgeschriebenen Standards einzuhalten. Falls die Kampagne genaue Verstöße auch nachweisen kann, wird Tchibo nach eigenen Angaben auch etwas dagegen unternehmen.

     

    U wie Ubisoft


    Der internationale Spielepublisher Ubisoft, bekannt in über 20 Ländern der Welt, brachte ein neues Spiel für Kinder raus, mit dem Namen „Einsatz Erde“, auch in Zusammenarbeit mit dem WWF.


    Zocken für das Umweltbewusstsein. Kinder sind unsere Zukunft, daher ist es besonders wichtig, ihnen schon so früh wie möglich beizubringen, dass wir unsere Umwelt und die Natur schützen müssen. Spiele der Einsatz Erde-Reihe bringen genau das den Kindern bei. Man ist beispielsweise ein Tierarzt oder Teil einer Naturschutzorganisation und versucht, bedrohte Tierarten zu bergen, retten und pflegen. Dabei lernen sie nicht nur den richtigen Umgang mit den Tieren, sondern lernt auch etwas über bedrohte Tierarten und warum es wichtig ist, ihren natürlichen Lebensraum zu schützen. Auch im Spiel ist das erkennbar. Die Kinder müssen erst mal den Lebensraum wiederherstellen und erst dann können sie die Tiere auswildern.


    100.000 Euro für Borneo.
    Ubisoft spendete einen Teil des Gewinns durch die Spiele an den WWF und unterstützt damit unser Projekt in Borneo, um die Tier- und Pflanzenvielfalt zu schützen, damit Kinder die Schönheit der Natur nicht nur im Spiel ‚Einsatz Erde‘ genießen können.

     

    V wie Vileda


    Die Reinigungsmarke mit dem Schmetterling statt dem i-Punkt kooperierte auch mit dem WWF. Im Sommer 2006 gab es eine Aktion, bei denen auf einigen Produkten der berühmte WWF-Panda zu sehen war. Aber darüber hinaus engagiert sich vileda weiterhin in Sachen Umweltschutz.


    Da mach‘ ich mit!
    Beim Kaufen von Produkten mit diesem Spruch half man dem WWF beim Artenschutz von Tieren auf der Roten Liste. Zudem bekam man Broschüren zum Thema. Zwar ist die Kampagne leider schon zu Ende, aber trotzdem war’s das noch nicht für vileda.


    Chemie vs. Umwelt. Mit Chemikalien zu arbeiten ist leider nicht unverzichtbar, trotzdem setzt sich vileda hier strenge Grundsätze. Chemikalien wie Schwermetalle, die für die Umwelt hoch giftig, gesetzlich aber erlaubt sind, werden überhaupt nicht genutzt.


    Ausgezeichnetes Energiesparen.
    Die größten Werke in Deutschland, Schweden und Italien konnten durch genaue Analysen vom Energieverbrauch schauen, wo was gespart werden kann. Deswegen wird jetzt auch 21 Prozent weniger Energie benötigt. Für die verschiedenen Maßnahmen, um Energie zu sparen und auch wegen anderen umweltbewussten Projekten wurde vileda mehrfach zertifiziert und ausgezeichnet.


    Umweltbewusst putzen.
    Die Putztücher von vileda sind so hergestellt, dass sie eine lange Haltbarkeit haben, also kann man getrost ein Tuch mehrere Monate lang benutzen, weshalb man unnötiges Nachkaufen vermeidet und Ressourcen schont. Auch hier haben die Produkte Preise deswegen gewonnen. Die Verpackungen der Produkte sind auch Größenteils recycelbar (von 60 bis 90 Prozent bei Pappe und Karton).


    Nächste Woche dann der achte und letzte Teil der umweltbewussten Firmen.

    Hier geht's zurück zu Teil I, Teil II, Teil III, Teil IV, Teil V und Teil VI.

     

    Quelle:
    http://www.tchibo-nachhaltigkeit.de/
    http://www.welt.de/print-welt/article424899/Tchibo_wegen_Textilien_in_der_Kritik.html
    http://www.wwf.de/kooperationen/ubisoft/
    http://www.wwf.de/kooperationen/vileda-gmbh/
     

Kommentare

2 Kommentare
  • MonaR
    MonaR Danke für einen weiteren Bericht von "Firmen mit Verantwortung". Die sind immer wieder spannend zu lesen und gut informativ! Besonders das mit Ubisoft und dem "Einsatz Erde" Spiel für Kinder find ich einfach spitze!! ;)
    13. Juni 2010
  • midori
    midori Ubisoft finde ich auch sehr beeindruckend. Schön, dass es sowas auch mal gibt!
    Danke für den Bericht. Ich freu mich schon auf den nächsten.
    Die Idee ist echt spitze! :o)
    15. Juni 2010