Berichte

"Die Woche der Umwelt" - Zu Besuch bei Joachim Gauck

  • Die „Woche der Umwelt“ ist eine Veranstaltung des Bundespräsidenten und der Bundesstiftung Umwelt (DBU). Sie fand zum fünften Mal statt. In diesem Jahr vom 07.06-08.06. 2016 im Schlosspark Bellevue. Ins Leben gerufen wurde die Initiative von Johannes Rau und wurde bis jetzt fortgesetzt. Im Vordergrund liegt die Präsentation von Lösungen sowie Möglichkeiten und Chancen zu globalen Umweltthemen.
    Der Schlosspark gab eine schöne Kulisse für die 4.000 Quadratmeter große Ausstellung. Die Ausstellung füllten 200 ausgewählte Projekte zu wichtigen Fachthemen, wie zum Beispiel dem Klimaschutz, Ressourcenschonung, Reaktorsicherheit, Meere oder bedrohte Tierarten. Das Ziel ist es den Besuchern viele Einblicke und Eindrücke von Lösungen und Lösungsansätzen zu geben und neue Gestaltungsmöglichkeiten unserer Zukunft zu präsentieren.
    Auf der Hauptbühne und mehreren Fachforen wurden zudem Diskussionen über Umweltthemen geführt, bei denen Zuschauer mit einbezogen wurden.
    Teilnehmen konnte man durch eine Anmeldung oder am Mittwoch den 08.06.2016 ab 13:00 Uhr.

    Meine Erwartungen an die Woche der Umwelt waren nicht sehr hoch geschraubt. Ich erhoffte mir vieles über Engagement der Bevölkerung zu erfahren und selber mehr Möglichkeiten zur Verbesserung der Umwelt zu bekommen. Außerdem glaubte ich daran, dass mir die vielen Projekte und Ansätze Mut machen und einen Weg zeigen, der viele gute Möglichkeiten für die Zukunft bringt. Doch auch hatte ich Zweifel. Ich bin weder eine Professorin oder ein Fachpublikum. Viele Diskussionen und Vorträge könnten schwer zu verstehen sein, da mir zum Beispiel der passende Wortschatz fehlt.
    Am Dienstag ging es früh los. Um 8:00 Uhr betrat ich den Schlosspark Bellevue. Nach einer Kontrolle, wie beim Flughafen, durfte ich den Ausstellungsbereich betreten und machte mir ein erstes Bild vom Platz. Das Wetter war schön und der gepflegte Rasen strahlte in einem saftigen Grün. Überall waren geordnet ausgestellte, weiße Zelte. Schick gekleidete Kellner und Aussteller machten die letzten Vorbereitungen. Ich war früh dran und konnte mir somit einen Überblick von der Ausstellung machen sowie ein Bild von den Ausstellerthemen.
    Meine Erste Station war „Das Bundesamt für Strahlenschutz“. Sie befassten sich hauptsächlich mit der Frage: „ Wohin kommt der radioaktive Müll?“
    Da dieser in unserer Gesellschaft tagtäglich einsteht, muss man sich zwangsmäßig mit der Endlagerung befassen. Doch wo ist er am sichersten aufbewahrt? Anhand eines Modells wurde mir erklärt, in welcher Tiefe sich eine solche Endlagerung befindet. Es werden dabei alte Schächte benutzt, die sich von 500-700 Metern unter der Erde befinden. Eingelassen in Betonit sollen nun die Fässer sicher verschlossen sein. Doch mir stellten sich die Fragen: „ Sind bei dieser Aufbewahrung, die Langzeitgefahren berücksichtigt?“ Diese sind zum Beispiel ein Meteorit, eine Eiszeit oder auch das Vergessen.
    Es wird klar, dass Gefahren wie Erdbeben oder andere abschätzbare Gefahren berücksichtigt werden und sogar die Eiszeit in die Endlagerung mit einbezogen werden, doch Meteoriten oder das natürliche Vergessen nicht berücksichtigt wird. Somit ist das Risiko immer noch Hoch.
    Um 11:00 Uhr wurde die „ Woche der Umwelt“ von unserem Bundespräsidenten Herr Gauck eröffnet. Ein besonderes Ereignis und ein großer Andrang vor der Hauptbühne.

    Eine kleine Zusammenfassung seiner Rede:
    Her Gauck befasste sich mit dem Thema, wie wichtig der Umweltschutz für unsere heutige Generation ist. Vor allem im Blick auf das Massenhafte zurückgehen und sogar aussterben von Tierarten. Viele empfohlene Richtwerte und Grenzen wurden schon überschritten und dem muss entgegengesetzt werden. Er bedankt sich bei den Helfern, Ausstellern und Organisationen, die helfen die Welt zu verbessern.
    In Gedenken an die Opfer, die die starken Wetterverhältnisse opferten, macht er über die Lage bewusst und auf die starken Klimaveränderungen aufmerksam. Sein Appell ist es, dass wir etwas verändern müssen und deshalb auch manchen Komfort verzichten müssen, ob dies Kleidung, Essen oder Strom ist.


    Anschließend folgte eine Präsentation der Initiative „ Zukunft selber machen“. Drei junge Erwachsene stellten ihre Initiative vor, die während dem Jugendkongress 2015 „ Zukunft selber machen! Junge Ideen für Nachhaltigkeit“ entstand. Sie stellen ihr Projekt vor und schicken 20 blaue Weltkugeln über den Schlosspark und ließen die Besucher ihr Statement abgeben. Den beginn machte Herr Gauck. Er gab damit den Startschuss der Aktion #selfmadefuture. Während dieser Aktion werden 50 blaue Weltkugeln in den kommenden Wochen durch 139 Weltländer und so viele Beiträge wie möglich sammeln. Sie forderten Jeden auf, sein Statement abzugeben, wie man die Welt verbessern kann.
    Die Gruppe von Jugendlichen machte sich stark für alle anderen Jugendlichen, die etwas bewirken wollen und fordert den Einbezug von Jugendlichen in die Politik.
    Auch der Wwf zeigte Präsens bei den Diskussionen auf der Hauptbühne. Die Generaldirektorin für Politik und Klima des World Wide Fund for Nature (WWF) Deutschland, Regine Günter, diskutierte am 08.06.2016 über Erneuerbare Energien und der beschlossenen Verlangsamung dieser Energie beschaffungs- Möglichkeiten.
    Außerdem waren Persönlcihkeiten wie die Umweltministerin anzutreffen.
    Mir haben diese zwei Tage sehr gut gefallen und ich habe viele neue Erfahrungen gesammelt. Ich konnte mit vielen engagierten Menschen sprechen und mir eigene Bilder von den Umweltthemen machen. Ich kann es nur jedem ans Herz legen, sich nächstes Jahr früh genug anzumelden und sich ein eigens Bild von den Chancen und Möglichkeiten für eine besser Zukunft zu machen.

     

Kommentare

3 Kommentare
  • lou20116
    lou20116 Schöne Sache! Wäre auch gerne dabei gewesen.. Leider wusste ich gar nichts davon... Wo hast du das denn die Info her? Würde nämlich nächstes Mal auch gerne hin.. Und waren noch mehr Leute vom WWF und wwf Jugend da?
    14. Juni 2016
  • TaraWon
    TaraWon Ich selber bin durch Freunde darauf gekommen. Du musst dich nächstes Jahr so ca. ab Januar anmelden. Heißt einfach "Woche der Umwelt" googlen und dann müsstest du es finden. Leider habe ich keine weiteren Mitgliedern getroffen aber ich kenne ja auch...  mehr
    14. Juni 2016
  • JohannaK
    JohannaK Danke für den Bericht!
    Die Endlagerung von Atommüll ist natürlich ein Problem! Niemand will ihn in seiner Nähe haben und trotzdem werden noch viel zu viele Atomkraftwerke weltweit, aber auch in Europa betrieben. Bei einem Meteroiteneinschlag hätten wir...  mehr
    14. Juni 2016