Berichte

Tausche Flasche gegen Ticket

  • Plastik ist ein Material, das nicht nur uns in der Community ständig beschäftigt. Mittlerweile haben viele die Probleme erkannt, die mit Kunststoffen zusammenhängen: Auf der ganzen Welt setzen sich Leute dafür ein, die Umweltverschmutzung durch Plastik zu verringern. Ständig gibt es neue Erkenntnisse und Möglichkeiten, die Welt ein kleines bisschen plastikfreier zu gestalten. Einige davon möchte ich euch hier kurz vorstellen.

     

    Das gibt es diesen Monat:

    -Tausche Flasche gegen Ticket

    -Kein Plastik am höchsten Ort der Welt

    -Reisen ohne Mikroplastik

    -Ein Plastik-Update zum Hören

    -Forschungsumfrage zu Unverpacktläden

    -Selbst aktiv werden

    -Community gegen Plastik

    Tausche Flasche gegen Ticket

     

    Bild: pixabay.com

    Die Stadt Rom hat ein Müllproblem und das schon seit Jahren. Die Müllabfuhr funktioniert nicht gut. Die Stadt hat eine der schlechtesten Mülltrennungsquoten in Italien. Ein flächendeckendes Pfandsystem wie in Deutschland gibt es nicht. Gleichzeitig ist auch der öffentliche Nahverkehr nicht in Bestform. Die U-Bahn hat zum Beispiel nur drei Linien. Seit dem Sommer gibt es aber einen Lösungsansatz, der beide Probleme verbindet: Automaten, an den man sein U-Bahnticket mit Plastikflaschen bezahlen kann. Drei dieser Automaten gibt es bis jetzt. Wer eine Flasche in den Automaten steckt, erhält über das System „Ricicli+Viaggi“ (recycle und reise) Guthaben auf sein Handy. Pro Flasche gibt es 5 Cent. Da ein Ticket 1,50 Euro kostet, entsprechen 30 Flaschen einem Ticket. Seit der Einführung der Automaten wurden bereits 100 000 Flaschen abgegeben. Die Schlangen vor den Automaten sind meist lang.

    Kein Plastik am höchsten Ort der Welt

     

    Bild:pixabay.com

    Der Mount Everest ist der höchste Berg der Welt und somit für die meisten Menschen unerreichbar. Dort sollte also nicht besonders viel Müll herumliegen, könnte man meinen. Doch wie auch die Tiefsee hilft dem Berg seine besondere Lage nicht. Im Gegenteil: Pro Jahr kommen 50 000 Touristen in die Region rund um den Mount Everest. 885 davon bestiegen in diesem Jahr den höchsten Berg der Welt. Da kommt auch jede Menge Müll mit. Die Behörden in Nepal beschlossen diesen Sommer deshalb ein Verbot für Plastik von weniger als 30 Mikrometern Stärke für die Gemeinde. Das Verbot gilt ab Januar 2020. Es ist nicht der erste Ansatz, um Müll am höchsten Ort der Erde zu vermeiden. Es gibt bereits eine Abgabe von 4000 US-Dollar pro Bergsteigerteam, die nur rückerstattet wird, wenn die Teams pro Kopf acht Kilogramm Müll beim Abstieg mitbringen. Bis zum Sommer kamen so schon mehr als zehn Tonnen Müll zusammen.

    Reisen ohne Mikroplastik

    Die Deutsche Bahn nutzt im Fernverkehr nur noch mikroplastikfreie Seife. Übers Jahr gesehen betrifft das 70 000 Liter Seife.  Alle ICE-Werke in NRW nutzen die Seife bereits. Die Bahn möchte so einen Beitrag gegen die Belastung von Gewässern durch Mikroplastik leisten. In Zukunft sollen noch mehr Produkte durch mikroplastikfreie Alternativen ersetzt werden.

    Ein Plastik-Update zum Hören

     

    Bild: pixabay.com

    Quasi ein Plastik-Update zum Hören ist der „indisposable Podcast“. Jede Folge gibt es ein Interview mit Menschen, die sich gegen die Plastikflut oder anderen sinnlosen Müll einsetzen. Wie auch bei unserem Plastik-Update sollen nicht das Problem und die negativen Nachrichten im Vordergrund stehen. Stattdessen möchte die Autorin Lösungsansätze zeigen und die Hörerinnen und Hörer inspirieren.

    Forschungsumfrage zu Unverpacktläden

    In immer mehr Städten gibt es Unverpacktläden. Mit dieser Umfrage soll nun herausgefunden werden, wie groß das Interesse der Bevölkerung an diesen Läden ist. Mitmachen könnt ihr hier.

    Selbst aktiv werden:

    Vom 29.11. bis zum 8.12. findet die MAKE SMTHNG Week statt. Make SMNTHNG ist eine „internationale Bewegung des Selbermachens, die durch eine positive Massege Alternativen zum Konsum und dessen Auswirkungen auf das Klima aufzeigt“. Die Aktionswoche beginnt am Black Friday und liegt in der absichtlich in der Weihnachtseinkaufsaison. Die  Veranstalter möchten die Menschen durch Selbermachen dazu anregen, mehr über ihren Konsum nachzudenken.  Es werden Workshops angeboten, in denen man lernt Dinge zu reparieren oder aus alten Materialien etwas Neues zu schaffen. Es werden zum Beispiel Handys repariert, Kosmetikprodukte selbst hergestellt, plastikfreies Spielzeug gebastelt oder Kleider getauscht.  Schaut doch einfach mal nach, ob es in eurer Nähe eine Aktion gibt und wenn nicht organisiert doch selbst eine. Infos gibt es hier.

    Bild: pixabay.com

    Basteln ist nicht so deins, dafür steckt in dir ein zukünftiger Starregisseur? Dann wäre vielleicht der Schülerfilmwettbewerb der BSR (Berliner Stadtreinigung) etwas für dich. Das Thema ist „Abfallvermeidung und Stadtsauberkeit“. Gesucht werden Kurzfilme in den Kategorien Dokumentation, Freestyle und Social Media. Teilnehmen könnt ihr allein oder als Gruppe/Klasse. Die Schirmherrschaft übernimmt übrigens die Berlinale. Ihr könnt 1000 Euro Preisgeld gewinnen und die besten Filme werden auf dem BSR-Instagram-Kanal veröffentlicht. Um teilnehmen zu können, müsst ihr mindestens in der 7.Klasse sein und euch bis zum 13.12. anmelden. Den fertigen Film müsst ihr aber erst später einreichen. Alle Infos und die Anmeldung findet ihr hier.

    Community gegen Plastik

    Im November fand wie jedes Jahr die Europäische Woche der Abfallvermeidung und die WWF Jugend war an mehreren Orten dabei:

    Anna und Anne waren bei der Auftaktveranstaltung und haben den Clean Up Walk präsentiert. Die WWF Jugend Berlin veranstaltete eine Mülsammelaktion und die WWF Jugend Hessen einen Filmabend.

    In diesem Bericht kannst du nachlesen, warum Anne mit dem Plastiktütenverbot nicht zufrieden ist.

    Im letzten Plastik-Update von Anne ging es um Ideen, um das zuhause der kleinen Mülljungfrau zu retten.

    Quellen

    https://nur-positive-nachrichten.de/positive-nachrichten/u-bahn-ticket-gegen-plastikmuell

    https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/u-bahn-und-bus-in-rom-plastikflaschen-als-zahlungsmittel,ReHTkWa

    https://www.makesmthng.org/de/

    https://www.bsr.de/abgedreht-26788.php?fbclid=IwAR3HhnopTC6vRp9vDgc7_YAHPRhuMmXMcFPBgalCEaPp7g2kK3eAalheffs

    https://www.umfrageonline.com/s/948cdd4

    https://www.spiegel.de/reise/aktuell/muellproblem-am-mount-everest-nepal-verbietet-plastik-in-khumbu-pasang-lhamu-a-1283005.html

    https://gruen.deutschebahn.com/de/massnahmen/handseife

    https://www.upstreamsolutions.org/podcasts/intro 

Kommentare

5 Kommentare
  • Sunlight
    Sunlight Klasse, danke für den Bericht!
    28. Nov. - 2 gefällt das
  • SteffiFr
    SteffiFr Den Ansatz in Rom, Ticket-Guthaben bei Rückgabe von Flaschen zu bekommen, finde ich eine gute Sache. Die Leute werfen die Flaschen nicht achtlos weg, und werden gleichzeitig zum ÖPNV motiviert.
    29. Nov.
  • Cookie
    Cookie 1000 Dank liebe Johanna, dass Du trotz Unistress noch so ein cooles Update geschrieben hast!
    30. Nov. - 1 gefällt das
  • viviberlin
    viviberlin So cool, dass man jedes Mal was neues dazulernt und die Berichte werden echt nie langweilig
    Mo. um 11:29