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Die Hoffnung kann lesen

  • Neues Jahr, neue Chancen!

    In den letzten Tagen des vergangenen Jahres ist mir ein kurzer Text untergekommen, der, so glaube ich, das Potenzial hat, Aufwind für das neue Jahr zu geben.
    Ich glaube, wenn man sich für etwas einsetzt, das einem am Herzen liegt, dann kennt man zwangsläufig auch das Gefühl der Resignation. Manchmal klappen Dinge einfach nicht so, wie man sie sich vorstellt, man tritt auf der Stelle oder verliert für einen Moment die Hoffnung auf Erfolg. Vielleicht kann in einer solchen Phase ein frischer Blickwinkel auf die Idee der Hoffnung helfen:



    "Die Hoffnung kann lesen" von Fulbert Steffensky

    Wie lernt man hoffen? Im Augenblick wird die Frage nach der Hoffnung an vielen Orten gestellt. [...] Vielleicht aber sollten wir die Frage nach dem guten Ausgang vergessen, denn sie ist nicht beantwortbar. Vielleicht heißt Hoffnung gar nicht der Glaube an den guten Ausgang der Welt und an die Vermeidung ihrer Zerstörung. Es garantiert uns keiner, dass das Leben auf der Erde in absehbarer Zeit nicht kollabiert [...].

    Aber [...] hoffen lernt man auch dadurch, dass man handelt, als sei Rettung möglich. Hoffnung garantiert keinen guten Ausgang der Dinge. Hoffen heißt darauf vertrauen, dass es sinnvoll ist, was wir tun. Hoffnung ist der Widerstand gegen Resignation, Mutlosigkeit und Zynismus.

    Die Hoffnung kann lesen. Sie vermutet in den kleinen Vorzeichen das ganze Gelingen. Sie stellt nicht nur fest, was ist. Sie ist eine wundervolle untreue Buchhalterin, die die Bilanzen fälscht und einen guten Ausgang des Lebens behauptet, wo dieser noch nicht abzusehen ist. Sie ist vielleicht die stärkste der Tugenden, weil in ihr die Liebe wohnt, die nichts aufgibt und der Glaube, der den Tag schon in der Morgenröte sieht.

     

    Bei diesem Widerstand bin ich gerne dabei. In diesem Sinne: Frohes und erfolgreiches neues Jahr euch allen :-)

     

     

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