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Tierproduktarme Ernährung auf der ganzen Welt - Teil II

  • Von Kürbis-Bananenpfannkuchen bis hin zu gesprengtem Huhn – lässt es sich überall in der Welt als Vegetarierin „überleben“? Teil II

     

    Burkina Faso

    Burkina Faso liegt im westlichen Teil des afrikanischen Kontinents - Milchprodukte würden mich hier vermutlich kaum erwarten. Das einzige, was mir Sorgen bereitete: gesprengtes Huhn. Davon hatten bereits die Verantwortlichen des kleinen Vereins erzählt, über den ich meine Reise nach Afrika antreten würde. Sei recht lecker und auch unbedenklich zu essen, aufgrund der vorangegangenen Kochvorgänge. Einziger Haken: Für Deutsche ungewohnt sei scheinbar, dass einem immer einmal wieder ein Auge aus dem Essen anstarre, oder man auf eine harte Kralle beiße – weil wie das Gericht schon sagt, das Huhn wirklich vollkommen zerhackt und in dieser Form in den Kochtopf geworfen wird. Gerade für eine bereits langjährige Vegetarierin, die bereits ein kleines Stück Schinken in hohem Bogen ausspuckt, wenn sie am Buffet doch einmal das falsche Blätterteigteilchen erwischt hat, wirklich keine angenehme Vorstellung. Vor allem: Wenn die Afrikaner dich einladen, darfst du nicht ablehnen. So zumindest einige „Afrikatouristen“ mit denen ich mich im Voraus austauschte.

    Natürlich aber hielten mich diese Berichte nicht vom Reiseantritt nach Burkina Faso ab. Schließlich gab es laut online-Recherchen neben zerhacktem Huhn auch Brei – aus unschuldigem Getreide - und Kochbananen. Ansonsten schien Salat und Gemüse wohl zu „gefährlich“ für unsere verwöhnten europäischen Mägen zu sein – ob ich wirklich vier Wochen lang auf meine in Deutschland aktuelle Haupternährungsgrundlage bestehend aus Gemüse und Obst verzichten musste, blieb abzuwarten.

    Zubereitung von Kochbananen 

     

    Viel mehr beschäftigte mich weiterhin der Nachdruck des „Essen-müssens“ des gehackten Huhns. Ich wollte mich schließlich nicht gleich unhöflich zeigen. Letztendlich hatte ich die geniale Idee: Während eines Austauschprogramms im Sommer 2017 hatte ich einen Jungen kennengelernt, der gegen Hühnerfleisch und Honig allergisch war – bingo. Allergien gegen Fleisch gab es also tatsächlich. Fertig war meine höfliche und respektvolle Begründung, das Fleisch in Burkina Faso dankend abzulehnen. Zwar bin ich wirklich experimentierfreudig und möchte alles ausprobieren und kosten – ein ehemals lebendiges Tier muss es aber wirklich nicht sein. Nach so vielen Jahren empfinde ich schlichtweg einen großen Ekel gegenüber der Konsistenz sowie dem Geschmack von Fleisch und Fisch. Darüber hinaus: Die Ärmsten der Armen hatten auch in Burkina Faso keinerlei Zugang zu Fleisch – also würde ich mich dank meiner Strategie nur noch mehr in die Hauptbevölkerung dieses Landes hineinversetzen können.

    Die westafrikanische Realität:

    Entgegen der Angaben der Mitglieder des Vereins, die bereits mehrmals einige Tage in Garango verbracht hatten, stellte es überhaupt kein Problem dar, mich vegetarisch zu ernähren. Selbst wenn es das Konzept der vegetarischen Ernährung vor Ort nicht gibt und ich jedes Mal aufs Neue erläutern musste auf welche Produkte ich verzichtete. Ab und an wurde die vegetarische Ernährungsweise am Tisch thematisiert und ich legte die Gründe meiner Ablehnung tierischer Produkte dar - und das wars. Keinerlei Komplikationen also. Ich fand genügend Alternativen, die ich verspeisen konnte und fand heraus, dass es die Einheimischen nur stört, wenn man perse Produkte, die von ihnen selbst hergestellt werden, oder in ihrer Tradition liegen, ablehnt. „Die kommen dann zu uns mit der Einstellung „Alles was die machen ist schlecht und giftig“ Wenn also ein Europäer bei uns etwas nicht isst, weil er denkt, es sei schlecht für ihn – dann würden wir das kritisieren und uns beleidigt fühlen!“ Da ich aber auch in Deutschland nie zum Fleisch greife und ich meine moralische Überzeugung sowie die gesundheitlichen Hintergründe meines Handelns darlegen konnte, war es vollkommen in Ordnung.

    Nur zwei Mal kam ich in die Situation, dass nichts anderes als Fleisch aufgetischt wurde. Dann musste ich eben zwischen Frühstück und Abendessen ein paar Stunden lang Hunger aushalten – auch das war in Ordnung. Da ich die Zeit meines Aufenthaltes bei Ordensschwestern verbrachte, konnte ich sogar reichlich Obst und Gemüse verzehren. Es stellte sich heraus, dass der Rohkostsalat, bestehend aus ausgehöhlten Gurken (die Afrikaner haben irgendetwas gegen Gurkensamen), Tomaten, ab und zu auch Karotten und Mais, meinem Verdauungstrakt keine Probleme bereitete. Mangos und Papayas, bei denen ohnehin nur das Innerer verzehrt wird, aß ich jeden Tag und auch die Orangen, die dort einfach unmöglch sind zu schälen und die ich daher aufschnitt und das Fruchtfleisch abknabberte, waren super lecker. Unter Vitaminmangel hatte ich also nicht zu leiden. Das einzige, was man hier wirklich nicht anrühren sollte, ist grüner Blattsalat – der hat wohl schon bei vielen Europäern zu langwierigen Krankheitsverläufen geführt, sodass ich mich an diesen nicht herantraute.

    Eier sollte man auch nicht unbedingt verzehren – zumindest nicht in einem Restaurant und wenn dann bei Bekannten, denen man vertrauen kann – da passte meine vegane Ernährung doch super hinein. Milch gibt es nicht in Flaschen zu kaufen, sondern in großen Dosen als Milchpulver. Dieses wird mit heißem Wasser zubereitet und auch Joghurt wird daraus hergestellt. Das war etwas, was ich tatsächlich nicht erwartet hatte. Vom Joghurt kostete ich auch einmal einen Löffel, da dieser aber ohnehin vollkommen verzuckert war, konnte ich dankend auf den weiteren Verzehr verzichten. Besonders, weil es zum Frühstück ein Breipulver gab, das aus Resten hergestellt wurde, die bei der Couscousherstellung aus Mais anfallen. Dieses Pulver mit heißem Wasser aufgeschüttet ergibt einen super leckeren Brei.

    Zurück zum Fleischkonsum: Natürlich ist es grausam, ein zerhacktes Huhn im Kochtopf schwimmen zu sehen, während um den Topf drei seiner Artgenossen herumhüpfen. Da machten aber auch die Deutschen keine Ausnahme. Als ich in der ersten Woche mit der deutschen Delegation unterwegs war und wir abends einmal nicht eingeladen waren, wurde beim Frühstück besprochen, ob es heute Abend Hühnchen geben sollte. Dieses wurde dann vor unseren Augen gefangen, gerupft und zerhackt. Ich fand es zwar interessant, einmal mitzuerleben, wie die Zubereitung von Hühnerfleisch hier in Afrika abläuft, hätte ich aber zu denjenigen gezählt, die daran Schuld sind, dass dieses Huhn gerade umgebracht wurde, nur damit ich abends meinen Reis damit verfeinern kann, hätte ich diesen Anblick sicher nicht ertragen.

    Abgesehen von einer „Skrupellosigkeit“ ist die Frage, ob man nicht anerkennt, dass sich die Afrikaner wenigstens bewusst sind, was sie da essen und nicht ein in keinster Weise mehr an das ursprüngliche Tier erinnernde Steak aus der Kühltruhe in die Pfanne werfen. Zudem wird hier in Burkina Faso insgesamt deutlich weniger Fleisch konsumiert, als in Deutschland. Einmal die Woche ist für mittelständische Familien normal.

          

    Auch Massentierhaltung gibt es hier nicht. Die Tiere leben mit der Familie, bis sie im Kochtopf landen. Auch wenn die Tiere nicht gerade wie Haustiere umsorgt werden, das Herumtragen der Hühner an ihren Füßen kopfüber sowie der Transport von vier Ziegen mit verbundenen Beinen auf einem einzigen Moped nicht gerade ein tierfreundlicher Anblick ist und man auch bei dem Treiben auf dem Viehmarkt einiges Bemängeln kann, ist dies meiner Meinung nach immer noch deutlich weniger schrecklich als das Treiben in  Zucht- und Masstbetrieben Europas.

    Letzte Anmerkung: Ich hatte es ja nicht für möglich gehalten, aber den gesamten Monat hindurch bekam ich keine Verdauungsprobleme und musste keinen einzigen Tag aufgrund von Magenkrämpfen, Durchfall oder Brechreiz zu Hause verbringen. Obwohl ich sicher Gerichte an Orten probiert habe, bei denen jeder Europäer gewettet hätte, dass ich den nächsten Tag flach liegen würde.

     

    China

    In China wird meine Aufgabe darin bestehen, den Kindern der Gastfamilie Englischunterricht zu erteilen und selbst an der Universität einen Chinesischsprachkurs zu besuchen. Doch wie sieht es mit dem Essen aus, durch das ich bei Kräften blieben sollte?

    China stellte den längsten Aufenthalt während meines Gap Year dar. Sechs Monate werde ich in diesem fremden Land verbringen. In Chongqing – mit der anscheinend schärfsten Küche Chinas. Na super! Ich hasste scharfes Essen – zumindest bisher. Aber – was nicht ist, kann ja noch werden und vielleicht ist es sogar gar nicht so schlecht meine Geschmacksnerven ein wenig zu trainieren. Schließlich plane ich, irgendwann Indien und Mexiko einen Besuch abzustatten und dort ist es vermutlich nicht möglich, stets eine Mildvariante der Gerichte zu erhalten.

    Wichtige Info in Bezug auf die vegetarische Ernährung: Bereits das Au-pair Mädchen, das ein Jahr vor mir für sechs Monate bei der Familie lebte, ist Vegetarierin, sodass die Gastfamilie sich mit derartigen Essgewohnheiten bereits sehr gut auskennen müsste. Darüber hinaus gibt es in China so viele kulinarische Besonderheiten, die so ganz von den deutschen abweichen, dass ich sicher trotz Verzicht auf tierische Produkte einige geschmackliche Abenteuer erleben werde. Besonders freue ich mich auf die große Vielfalt an Obst und Früchten, die mir bereits von einigen Freunden, die China bereist haben, angekündigt wurde. Ich als vollkommene Früchte- und Gemüsefanatikerin würde also sicher nicht verhungern. 

    Aber – jetzt erst einmal abwarten, bis ich überhaupt ankomme.

    Erste Erkenntnis: Chinesen sind zunächst geschockt, wenn sie davon hören, dass man sich vegetarisch/vegan ernährt. Diese Reaktion habe ich aber auch in Gesprächen mit Polen, Italienern, fleischliebenden Franzosen(siehe Teil I) und Deutschen erlebt. Eine Besonderheit ist jedoch, dass in China in Familien ab der Mittelschicht tatsächlich zwei bis drei Mal am Tag Fleisch konsumiert wird – und das nicht in geringen Mengen. Meist mittags und abends, ab und an sogar noch als kleine Beilage zum Frühstück. Tischt die Frau einmal ein fleisch- oder fischloses Gericht auf, würde der Vater aus Protest den Raum verlassen und sich sein Abendessen in einem Restaurant bestellen. Besonders angesichts der Tatsache, dass es hier mit Tofu und Sojasprossen ausreichend eiweißhaltige Alternativen zu tierischen Produkten gibt, ist dies sehr enttäuschend. Auch an verschiedenen Gemüse- und Obstsorten mangelt es wie vermutet keinesfalls, sodass Gerichte auch ohne den Fleischzusatz nicht langweilig werden würden.

    Durch letzteres kommt man in China als Vegetarierin aber zumindest gut um die Runden. Es wird einem besonders Ei als Ersatz serviert, was sich als Veganerin aber mit Tofu umgehen lässt. In Hinblick auf die vegane Ernährung ist zudem interessant, dass die asiatischen Länder seit einigen Jahren Kuhmilch, besonders aus Deutschland und Neuseeland importieren. Bislang habe ich als Ersatz dazu nur Kokosmilch entdeckt, die dann aber mehr nach weißlichem Zuckerwasser geschmeckt hat.

    Was sich sowohl als Vegetarierin als auch Veganerin als schwierig herausstellt, ist es, Gerichte zu umgehen, die gemeinsam mit Fleisch in einem Topf zubereitet werden. Mais, Karotten und Sojasprossen schwimmen häufig gemeinsam mit Fleischstücken in einer Suppe. Was ich nach sechs Jahren vegetarischer Ernährung wirklich nicht zu mir nehmen kann, ist der Sud an sich, in der das Fleisch zubereitet wurde. Während die Nicht-Vegetarier dieses Fettwasser als Suppe trinken, würde ich mich davon übergeben müssen. Auf was ich jedoch nicht verzichte ist darauf, das Gemüse an sich zu Essen, das in großen Stücken in dem Topf schwimmt. Auf Nachfrage wird mir netterweise eine Schüssel Wasser bereitgestellt, in der ich das Gemüse abwaschen kann, sodass auch die kleinsten Fleischstücken z.B. in den Ritzen des Maiskolbens entfernt werden.

    Würde ich auch noch auf das Gemüse verzichten, so würde ich mich ziemlich schnell mit einer Ernährung konfrontiert sehen, die aus nichts anderem als Reis besteht. Oder ich würde meine Gastfamilie in den Wahnsinn treiben. Denn nur für mich immer doppelt kochen ist etwas, das ich als Au-Pair nicht verlangen möchte. Außerdem lässt sich durch den Wasserbehälter als weiterer Vorteil auch direkt die Schärfe mit abwaschen, die es in manchen Gerichten hier in Chongqing wirklich in zu hohem Maße gibt. Der einzige Sud, aus dem ich wirklich gar nichts mehr gegessen habe, war ein Topf, in den schließlich auch noch Schweineblut hinzugefügt wurde – diese Vorstellung war mir selbst nach Abwaschen des Gemüses noch zu ekelhaft.

    Ein chinesischer Einkaufswagen: In einer Tüte noch zappelnde Fische 

    Eine chinesische Fleischtheke im Supermarkt

    Ein Erklärplakat zu den angebotenen Produkten und deren Herkunft vom Schwein

    Was ich den Chinesen in jedem Fall vorwerfe ist dieser enorm hohe Konsum an Fleischprodukten. Was man ihnen andererseits zu Gute heißen muss: Die Chinesen wissen wirklich, was sie da auf dem Teller haben. Man kann also ähnlich wie in Burkina Faso nicht von dem anonymen Schnitzel sprechen, an dem sich der natürliche Ursprung gar nicht mehr erkennen lässt. Chinesen knabbern an Hühnerfüßen und spießen mit ihren Stäbchen genüsslich innere Organe auf. Im Supermarkt wählen sie ihre Fische direkt aus dem Aquarium aus, die dann auf den Boden geworfen werden, bevor sie in einer Plastiktüte immer noch zappelnd und zuckend an der Theke bezahlt werden und spätestens im Auto ihr Leben fristen. An den Kühlregalen der Fleischabteilung hängen Erklärplakate aus, die erläutern, um welchen Bestandteil der Kuh, des Schweins oder des Huhns es sich bei welchem Produkt handelt. Chinesen ist also bewusst, was da auf ihrem Teller liegt. Ob man das nun als „wenigstens ehrlich“ oder „skrupellos und kalt“ bewertet, ist eine andere Frage. Immerhin wird durch den Verzehr bis auf die Tierknochen kaum etwas Essbares verschwendet. Hier sind sich Burkinabé und Chinesen sehr ähnlich.

    Was die chinesischen Mahlzeiten so an sich haben, ist, dass ein Gericht nicht wie typisch deutsch aus einer ortion Proteinen, einer kohlenhydratreichen Beilage und etwas Gemüse besteht, sondern in China wird einfach alles mögliche vermischt in die Mitte auf den Tisch gestellt und verzehrt. So ergibt es sich, dass durchaus Nudeln gemeinsam mit Reis, oder Tofu zusammen mit Fleisch und Eiern gegessen werden. Selbst wenn man etwas in einem Restaurant bestellt, ist es nicht selten, eine Schüssel mit Reis, Kartoffeln, Tofu und Fleischstückchen zu erhalten. Gerade in diesen Fällen finde ich es stets besonders schade, dass die tierischen Produkte nicht einfach weggelassen werden.

    Zum Schluss noch der wichtigste Satz als Vegetarierin in China:

    • Ich esse vegetarisch: wǒ chī sù (我吃素).

    Noch kurz zur Schärfe: Es stimmt schon, dass man in Chongqing acht geben muss, seinen Mund nicht zu misshandeln. Wenn man nicht mehr zwischen scharf und heiß unterscheiden kann, ist das immer ein recht gutes Zeichen, um erst einmal eine Schüssel Reis als Ausgleich zu verzehren. Allgemein gibt es jedoch zu allem eine milde Variante. Wichtig ist nur, in Restaurants bei der Bestellung stets vorsichtig zu sein. Ist das Gericht doch einmal zu scharf hilft immer noch der Trick mit der Wasserschüssel zum Abwaschen. Da meine Gastfamilie zwei kleine Kinder hat und auch von den europäischen Sensibilitäten in Bezug auf scharfes Essen weiß, werden mir wenn wir zu Hause essen meist milde Gerichte aufgetischt und es gibt eine scharfe Paste dazu, auf die ich dankend verzichte. Darüber hinaus kann man seine Geschmacksnerven tatsächlich ein wenig trainieren und inzwischen weiß ich Essen, zumindest mit einem geringen Schärfegrad, zu schätzen. Dennoch ist es tlw. wirklich verrückt, was die Einheimischen hier verzehren. Selbst meine Gastmutter pausiert manchmal beim Essen, um die Schärfe zu „verdauen“. Mein Host-Vater kennt da jedoch keine Grenzen. Wenn das Essen besonders scharf gewürzt ist, sitzt er mir gegenüber und beginnt aufgrund der Schärfe ab etwa fünf Minuten nach Essensanbruch aus allen Poren zu schwitzen – selbst wenn ich ihm gegenübersitze und es mir selbst im Pulli noch nicht zu heiß wird und er mit nichts als einem T-Shirt bekleidet ist. Das grenzt in meien Augen dann schon an Folter. 

    Weitere Länder

    Die ganze Welt habe ich nun leider nicht geschafft, in meinem gap year zu bereisen. Wie also sieht es auf Kontinenten und in Ländern der Erde aus, die ich bisher noch nicht betreten habe? Einige davon möchte ich abschließend noch vorstellen.

    INDIEN

    Indien ist mit einem Anteil von 40% an reinen Vegetariern, sowie großen Teilen der restlichen Bevölkerung, die kaum Fleisch konsumieren das Musterbeispiel unter den Vegetarier-fans. Man versteht hier unter normaler Ernährung sogar die vegetarische und verwendet zur Abgrenzung den Begriff Nicht-Vegetarier.

    Wenn Fleisch, dann ist meist Hühnerfleisch das Mittel der Wahl, was besonders von den Religionen Islam und Hinduismus herrührt. Letztere führt auch dazu, dass viele Einwohner komplett auf Fleisch verzichten, weil für sie die Prinzipien und Überzeugungen des Hinduismus nicht mit dem Töten von Tierleben für das eigene Wohl  zu vereinbaren sind.

    Inder hegen zudem tatsächlich richtige Ängste und haben starke Vorbehalte gegenüber Fleischprodukten, sodass sich sogar McDonalds an diesen ganz besonderen Markt angepasst hat und Filialen vor Ort ein rein vegetarisches Angebot aufweisen.

    Auch die Mischzubereitung von Fleischhaltig und Fleischlos würde mir in Indien weniger zum Problem werden, als in China. In Indien herrscht nämlich eine strikte Trennung

     

    USA

    Bei meinen Recherchen stoße ich direkt auf Vegetarisch/Vegane Hotelketten – die Amerikaner wissen eben wie man mit allem Geschäfte machen kann. Auch finde ich einen Reiseführer-Abschnitt mit dem Titel „Die gemüsefreundlichsten Städte in den USA“. Darunter lässt sich Washington DC neben Portland, Olympia und Burlington finden.

    Auch an vegetarischen Gerichten in Geschäften mangelt es nicht. Selbst wenn laut Statistiken der Anteil an wirklich konsequenten Vegetariern in den USA sehr klein ist, lässt es sich als vegetarischer Bürger wie auch Tourist gut dort leben, da man in Restaurants und Supermärkten durchaus eine ausreichende Auswahl auffindet.

    Allgemein

    Insgesamt gilt, dass man in Ländern, in denen es kaum Vegetarier gibt, nicht automatisch der Schwierigkeit gegenüberstehen muss, auf keine vegetarischen Produkte und Alternativen zu stoßen. Insgesamt gilt auch: sobald man die Sprache des Landes spricht, oder eine gut funktionierende Übersetzungsapp besitzt, sollte man auch bei Nachfragen und dem Nachlesen von Inhaltsstoffen keine Probleme bekommen.

     

    Ihr habt noch nicht genug? 

    Falls ihr insgesamt mehr über meine Aufenthalte im Ausland erfahren wollt, es euch interessiert, was ich neben dem Essen noch alles so in China oder Afrika kennengelernt habe, könnt ihr euch auf meiner Homepage umsehen.

    https://lilithpowersite.wordpress.com

     

     

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