Berichte

Ein Meer aus Plastik in München

  • Plastik ist ein Material, das nicht nur uns in der Community ständig beschäftigt. Mittlerweile haben viele die Probleme erkannt, die mit Kunststoffen zusammenhängen: Auf der ganzen Welt setzen sich Leute dafür ein, die Umweltverschmutzung durch Plastik zu verringern. Ständig gibt es neue Erkenntnisse und Möglichkeiten, die Welt ein kleines bisschen plastikfreier zu gestalten. Einige davon möchte ich euch hier kurz vorstellen.

    Das gibt es diesen Monat:

     

    - Italienische Fischer dürfen Plastik aus dem Meer holen

    - Ein Londoner Supermarkt wird plastikfrei!

    - demeter will Plastikverpackungen für Obst und Gemüse verbieten

    - Ein Meer aus Plastik in München

    - Bacardi Limited und Lonely Whale fordern gemeinsam die Verbannung von Plastik aus Emojis

    - Repaq – eine zu 100 % kompostierbare Folienverpackung

    - Ist das etwa Kork?

    - Veranstaltungen

    - Selbst aktiv werden

     

     

    Italienische Fischer dürfen Plastik aus dem Meer holen

    In Italien hat die Regierung ein Gesetz verabschiedet, nachdem es Fischern nun gestattet wird, versehentlich gefangenes Plastik aus ihren Fischernetzen an Land zu bringen. Bisher musste der mitgefangene Müll wieder ins Meer zurück geworfen werden, da die Fischer ansonsten wegen illegalen Mülltransports angezeigt werden konnten und die Entsorgungskosten hätten tragen müssen. Nun haben sie die Möglichkeit, diesen Müll kostenlos an Sammelstellen in Häfen abzugeben. Fischer, die freiwillig Plastik aus dem Meer holen, erhalten ein Umweltsiegel. Damit sagt Italien dem Plastik im Meer den Kampf an! Fischer aus über 20  weiteren Ländern des Mittelmeerraumes haben sich bereits zusammengeschlossen, um Plastikmüll im Meer zu bekämpfen. Ihr Anliegen wollen sie, unterstützt vom italienischen Fischereiverband Federpesca, am 6. Mai in Mailand auf dem Kongress „Global Food Innovation Summit” vorstellen.

    (c) www.pixabay.de

     

    Ein Londoner Supermarkt wird plastikfrei!

    Eine Filiale der Kette "Thornton's Budgens" startet den "Plaxit" und bietet Produkte in Papier, Glas, Metall, Holz oder sogar Wachs eingepackt an. Die Supermarktkette hat eine plastikfreie Zone eingerichtet und in nur 10 Wochen über 1800 Produkte, die ohne Plastikverpackung auskommen, in das Sortiment eingeführt. Buchenholznetze, Zellstoff, Papier, Metall und Glas sind nur einige der alternativen Materialien, die zum Verpacken von Lebensmitteln zukünftig verwendet werden. Für die Umstellung hin zu einem plastikfreien Supermarkt arbeitet die Kette mit der Umweltinitiative A Plastic Planet zusammen. Well done!

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    demeter will Plastikverpackungen für Obst und Gemüse verbieten

    demeter möchte Plastikverpackungen reduzieren und arbeitet dafür an einer Verpackungs-Richtlinie, um damit die Umwelt Stück für Stück zu entlasten. Dafür sollen im ersten Schritt Gemüse und Obst ohne Plastikverpackungen verkauft werden. Erzeugern sowie Händlern wird dafür eine zweijährige Übergangsfrist eingeräumt. Damit möchte demeter auf die zunehmende Verpackungsflut reagieren. Beispielsweise beträgt die Zuwachsrate von Industrieverpackungen aus Kunststoff zwischen den Jahren 2000 und 2016 für Obst 94% und für Gemüse sogar 186 %. Mit der neuen Richtlinie geht demeter einen wichtigen Schritt für eine plastikfreiere Zukunft.

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    Ein Meer aus Plastik in München

    Die Regisseurin Doris Dörrie startete Anfang April eine Umweltaktion, um die Menschen auf den Plastikwahn im Alltag aufmerksam zu machen. Sie möchte inmitten von München ein Meer aus Plastik entstehen lassen. Dafür wurden Leute dazu eingeladen, ihren Plastikmüll vom 01.-05. April an der Hochschule für Film und Fernsehen abzugeben. Doris Dörrie hat dann ab dem 10. April gemeinsam mit vielen anderen damit begonnen, ein Meer aus alten Tüten und alten Verpackungen zu häkeln. Damit möchte sie auf den unnötigen Plastikmüll aufmerksam machen. Die Vernissage "Meer Plastik" beginnt am 10. Juli um 17. 30 Uhr.

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    Bacardi Limited und Lonely Whale fordern gemeinsam die Verbannung von Plastik aus Emojis

    Am Weltwassertag haben Bacardi Limited und das Projekt Lonely Whale im Rahmen der Kampagne „The Future Doesn’t Suck“ einen offenen Brief an das Unicode-Konsortium, zu deren Mitgliedern diverse Digitalriesen wie Google, Microsoft oder auch Adobe zählen, geschrieben. In diesem wird ein Ausschluss von Plastikstrohhalmen aus den Miniaturbildern gefordert. Geschrieben ist der Brief aus der Sicht der Schildkröte Sydney, die erläutert, wie die Plastikstrohhalme das Leben der Meeresbewohner gefährden.  Emojis werden täglich weltweit verwendet, sind jedoch nicht im Einklang mit den Bemühungen für eine plastikfreiere Gesellschaft. Die Kampagne soll dies ändern und einen kulturellen Wandel unterstützen.

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    Repaq – eine zu 100 % kompostierbare Folienverpackung

    Repaq ist ein Produkt der Superseven GmbH – die auf kreislauffähige Produktentwicklungen spezialisiert ist – und beschreibt europaweit die einzige plastikfreie bedruckte Folienverpackung.  Das Produkt ist nachweislich 100% biologisch kreislauffähig und wird aus Rest- und Abfallhölzer aus FSC-zertifizierter Forstwirtschaft hergestellt. Dabei werden ausschließlich gentechnikfreie, schnellwachsende Pflanzen genutzt. Repaq ist TÜV-zertifiziert heim- und gartenkompostierbar.

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    Ist das etwa Kork?

    In der Tat! Kork ist eine mögliche Alternative für Plastikprodukte. Dieser nachhaltige Rohstoff, welche von der Korkeiche gewonnen wird, kann für viele Produkte alternativ verwendet werden. So beispielsweise auch für viele Modeprodukte wie Handtaschen oder Schuhe, da Kork hervorragend als Lederersatz verwendet werden kann – eine plastikfreie und zugleich vegane Alternative. Außerdem sind Korkeichen wahre Meister der CO2-Bindung und tragen somit einen Beitrag zum Klimaschutz bei. Zu beachten ist jedoch, dass die Korkeiche nur unter gewissen klimatischen Bedingungen (bspw. im Mittelmeerraum) wachsen kann, weshalb längere Transportwege anfallen. Aber dennoch beschreibt Kork eine interessante Alternative, welche sich sehen lassen kann.

    (c) www.pixabay.de

     

    Veranstaltungen

    Let's Clean Up Europe in Braunschweig

    Am Aktionswochenende von Let's Clean Up Europe wird es in Braunschweig eine Müllsammel-Aktion geben. Dafür geht es am 12.05. von 10:30-14:30 Uhr mit Kanus einmal rund um die Stadt, um die Oker vom Abfall zu befreien. Mehr Infos findet ihr hier.

    Let's Clean Up Europe in Berlin

    Am Aktionswochenende von Let's Clean Up Europe wird es auch in Berlin eine Müllsammel-Aktion geben. Diese findet am12.05. von 10:00-13:00 Uhr im Ernst-Thälmann-Park beim Zeiss-Großplanetarium (Treffpunkt ist auf dem Platz vor dem Planetarium) statt. Mehr Infos findet ihr hier.

     

    Selbst aktiv werden

    Ihr habt noch keine Aktion im Rahmen von Let´s Clean Up Europe geplant? Dann wird es aber Zeit! Plane jetzt für das Aktionswochenende vom 10.-12. Mai deine Aktion oder führe sie bis spätestens Ende Juni durch. Und nicht vergessen: Trage sie auch auf der Aktionskarte ein. Meldet hier eure Aktion an!

    © Johannes Schwarz 

     

    Hier geht es zum letzten Plastik-Update über die neue Zero-Waste-Plattform und Plastik aus Papierfasern.

     

    Quellen:

    https://apps.derstandard.de/privacywall/story/2000100882895/italienische-fischer-duerfen-plastik-aus-dem-meer-holen

    https://www.stol.it/Artikel/Chronik-im-Ueberblick/Chronik/Fischer-aus-Mittelmeerlaendern-verbuenden-sich-gegen-Plastik

    http://www.thorntonsbudgens.com/were-going-plastic-free/

    https://www.demeter.de/plastikfrei

    https://www.sueddeutsche.de/muenchen/filmhochschule-ein-meer-aus-plastik-1.4384082

    https://www.sueddeutsche.de/muenchen/doris-doerrie-plastik-hochschule-film-und-fernsehen-1.4390546

    https://onlinemarketing.de/news/bacardi-emojis-plastik-strohhalme

    https://www.repaq.de/

    https://www.careelite.de/kork/

    http://www.thorntonsbudgens.com/were-going-plastic-free/

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