Berichte

Ho ho ho – eine plastikfreie Weihnachtszeit Euch allen!

  • Plastik ist ein Material, das nicht nur uns in der Community ständig beschäftigt. Mittlerweile haben viele die Probleme erkannt, die mit Kunststoffen zusammenhängen: Auf der ganzen Welt setzen sich Leute dafür ein, die Umweltverschmutzung durch Plastik zu verringern. Ständig gibt es neue Erkenntnisse und Möglichkeiten, die Welt ein kleines bisschen plastikfreier zu gestalten. Einige davon möchte ich euch hier kurz vorstellen.

     

    Das gibt es diesen Monat:

    - Nachhaltige Weihnachtsmärkte

    - Plastik im Pottwal: Kampagne im Aquazoo in Düsseldorf

    - Make Something Week 2018

    - Kleidung aus recyceltem Plastikmüll

    - CleanSeas – eine internationale Kampagne gegen Plastik im Meer

    - Die WWF Jugend Community gegen Plastik

    - Selbst aktiv werden

     

    Nachhaltige Weihnachtsmärkte

    In wenigen Tagen ist es wieder soweit: Weihnachten! Das Fest der Feste steht wieder vor der Tür und in den letzten Wochen wurde schon geschmückt, gebacken und der ein oder andere Glühwein genossen. Und was darf in der vorweihnachtlichen Zeit nicht fehlen? Der Weihnachtsmarkt! Gemütliche Atmosphäre bei einem warmen Getränk, schönen Ständen und vielen Leckereien. Und: jeder Menge Plastik. Die romantische Vorstellung der winterlichen Märkte wird leider oft getrübt durch Plastikschalen bei Ess-Buden, Plastik-Ramsch-Ständen anstatt schönen Handwerks und natürlich den guten, alten Plastiktüten. Aber in immer mehr deutschen Städten etablieren sich zunehmend nachhaltige Weihnachtsmärkte mit individuellen Besonderheiten aus bspw. Holz oder Stahl und recycelbaren Materialien, um die leckeren Speisen umweltfreundlicher zu servieren.

    Eine Auswahl von nachhaltigen Weihnachtsmärkten findet ihr hier.

    (c) www.pixabay.de

     

    Plastik im Pottwal: Kampagne im Aquazoo in Düsseldorf

    Bis zum 18. Januar 2019 könnt ihr euch im Aquazoo in Düsseldorf die Plastikmüll-Aktion „Plastik im Pottwal“ angucken. Damit möchte der Aquazoo auf die Problematik von Plastik im Meer aufmerksam machen und die Besucherinnen und Besucher dazu anregen, ihren eigenen Plastikkonsum zu überdenken. Damit wird der Aquazoo in Düsseldorf Teil der weltweiten Kampagne "World aquariums #ReadyToChange to #BeatPlasticPollution", in welcher sich mehrere Aquarien zusammenschließen und sich gegen die zunehmende Plastik-Verschmutzung engagieren.

    Weitere Informationen findet ihr hier.

    (c) www.pixabay.de

     

    Make Something Week 2018

    Ende November hat erneut die internationale Make Something Week stattgefunden. Diese beschreibt eine Gegenbewegung zur heutigen Konsumgesellschaft und möchte ressourcenschonende Alternativen dazu aufzeigen. Es geht um Selbermachen, Reparieren, Upcyceln, Verschönern – alten Dingen soll ein neuer Wert gegeben werden und dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Start der diesjährigen Make Something Week war am 23. November, dem sogenannten Black Friday. In Städten weltweit haben die unterschiedlichsten Aktionen stattgefunden: Von Tauschbörsen, Reparatur-Werkstätten und Upcycling-Buden war alles mit dabei.

    Mehr Informationen findet ihr hier.

    (c) www.pixabay.de

     

    CleanSeas – eine internationale Kampagne gegen Plastik im Meer

    Die UN hat im Februar 2017 die Kampagne Clean Seas (#CleanSeas) ins Leben gerufen, um Regierungen, die Öffentlichkeit sowie den privaten Sektor dazu aufzurufen und  zu motivieren, sich für die Bekämpfung der Meeresverschmutzung durch Plastik zu engagieren. Im Fokus steht dabei eine Auseinandersetzung mit den Ursachen auf Seiten der Produktion und des Verbrauchs und insbesondere auch eine  Bewusstseinsschaffung bei Bürgerinnen und Bürgern, sich alltäglich für weniger Plastik zu engagieren. In nur 12 Monaten haben sich 43 Länder weltweit der Kampagne angeschlossen und sich dafür ausgesprochen, sich aktiv für eine Lösung des Problems einzusetzen

    Mehr Informationen findet ihr hier.

     

    Kleidung aus recyceltem Plastikmüll

    Das Thema Plastikmüll im Meer kommt zunehmend auf die alltägliche Agenda: Ob in der Politik, in den Tagesthemen oder in Social Media. Auch große Unternehmen sehen sich stärker mit dem Thema konfrontiert und fangen an, sich damit auseinanderzusetzen – so auch die Textilindustrie. Es werden vermehrt Produkte aus Plastikmüll hergestellt, welches aus dem Meer kommt – kurz gesagt: Mode aus Müll. Frei nach dem Motto „Besser Plastik am Körper als im Körper“ werden des Öfteren Kleidungsstücke oder Accessoires wie Taschen oder Hüte  aus „Meer-Plastik“ produziert. Adidas hat beispielsweise im Jahr 2016 den Schuh „Adidas x Parley“ auf den Markt gebracht, dessen Obermaterial zu 100% aus Plastik-Abfällen hergestellt wurde. Dafür hat das Unternehmen mit der Umweltorganisation Parley for the Oceans zusammengearbeitet. Die US-amerikanische Firma teeki vermarket bunte Yoga-Hosen, deren Material aus Plastikflaschen besteht. Aber auch coole Taschen aus U-Bahn-Sitzen und Airbags oder stylische Hütte aus Kaffeesäcken beschreiben spannende Beispiele für Mode aus Plastik. Zwar löst die Herstellung von Mode aus Plastik nicht das Problem, aber dennoch zeigt es eine tolle Möglichkeit von Wiederverwertung und zudem sorgen die Aktionen für eine Präsenz des Themas in der Öffentlichkeit.

    Hier sowie hier findet ihr ein paar weitere Beispiele für Mode aus Plastik.

    (c) www.pixabay.de

     

    Community gegen Plastik

    Auch hier in der Community engagieren sich viele Mitglieder mit kreativen Ideen für eine müllfreiere Zukunft.

    Der Clean Up Walk 2019 ist bereits in Planung, weitere Infos hierzu folgen. Durch den Clean Up Walk wurde das Cleanup Network auf die WWF Jugend aufmerksam. Seit Anfang Oktober sind wir nun auch ein Teil dieses Netzwerkes fleißiger Müllsammler.

    Im ersten Quartal des Jahres 2019 habt ihr die Möglichkeit in verschiedenen Städten in Deutschland einen Heldenmarkt zu besuchen. Dort wird auch der WWF mit einem Stand zum Thema „Plastik im Alltag“ vertreten sein.

    Heldenmarkt Nürnberg

    Heldenmarkt München

    Heldenmarkt Hamburg

     

    Klima-Botschafter für Mehrweg werden

    Genau wie Lilly aus den Niederlanden kannst auch Du Botschafter werden und zwar für Mehrweg. Die Deutsche Umwelthife bietet für unterschiedliche Zielgruppen Schulungen an, in denen man zum Experten in Sachen Mehrweg wird. Nach einem solchen Workshop bist Du in der Lage, andere darüber zu informieren, warum wir mehr Mehr- als Einweg brauchen und hast wichtiges Grundlagenwissen erworben, um Dich für Mehrwegsysteme einzusetzen, wie es zum Beispiel auch Nick mit seiner Petition an den BVB getan hat. Alle Infos zu den Schulungen findest Du hier.

    CC0 3dman_eu https://pixabay.com/de/versorgung-wasser-wasserflaschen-2290988/ (26.10.18)

     

    Selbst aktiv werden

     

    Petitionen

    Außerdem kannst Du jetzt sofort mit wenigen Klicks etwas bewirken, indem Du folgende Petitionen unterstützt:

    Hilf mit, den Einwegbecher-Wahnsinn an der Uni Göttingen zu beenden.  

    Sorge dafür, dass das EU-Gesetz gegen die Plastikverschmutzung keine Schlupflöcher enthält.  

    Fordere ein Recht auf Reparatur.

     

    Tipps für nachhaltige Geschenkideen

    • Zeit verschenken: Wie wäre ein Ausflug ins Grüne oder ein gemeinsamer Koch-Abend?
    • Spenden schenken: Verschiedene NGOs bieten auf ihrer Website neben der konventionellen Geldspende auch kreative Möglichkeiten zur Unterstützung an.
    • Selber machen statt zu kaufen: Kleine Geschenke, wie Öle, Cremes oder Marmelade, lassen sich einfach selber herstellen und kommen meist mit weniger Verpackung aus. 
    • Vor Ort einkaufen: Weihnachten ohne Online-Shopping spart Emissionen für den Versand und unterstützt die regionalen Einzelhändler.
    • Gebraucht statt neu: Besondere Schätze, die sich ideal verschenken lassen, finden sich auch auf Trödelmärkten oder in Second Hand Läden.
    • Gemüsekisten schenken: Boxen gefüllt mit verschiedenen Produkten von regionalen Herstellern können auch im Abo verschenkt werden
    • Nachhaltig verpacken: Recycelte Geschenkverpackungen wie Zeitungen, Magazine, Kalenderblätter oder wiederverwendbare Dosen und Stoffbeutel nutzen.

     

    Euch allen eine frohe und nachhaltige Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in das neue Jahr 2019! :-)

     

     

    Im letzten Plastik Update ging es unter anderem um Schuhe aus Gummireifen und Nachfüllstationen in dm-Märkten. Dieses findet ihr hier.

     

    Quellen:

    https://www.careelite.de/kleidung-aus-plastik-muell/

    https://utopia.de/ratgeber/upcycling-produkte-aus-muell/

    https://www.cleanseas.org/

    https://www.makesmthng.org/de/

    http://www.duesseldorfer-anzeiger.de/die-stadt/aquazoo-sensibilisierungskampagne-sechs-kilo-plastik-im-bauch-aid-1.7668261

    https://utopia.de/ratgeber/weihnachtsmarkt-bio-fair-vegan/

Kommentare

1 Kommentar
  • SteffiFr
    SteffiFr wieder ein tolles Plastik-Update. Die Tipps am Ende entsprechen fast genau meinen Weihnachtsgeschenken ;-) Ich habe Dinge aus dem Unverpackt-Laden verschenkt (Pudding, Hülsefrüchte, Zahnseide, Denttabs, Süßes etc), ein Körper-/Massageöl selbst...  mehr
    20. Dezember 2018 - 2 gefällt das