Berichte

KreAktiv gegen Plastik – Wandel unverpackt Plastikfrei-Aktion

  • Ich habe im März 2017 an dem WWF-Programm 2°Changemaker teilgenommen, im Rahmen dessen ich meine eigene Projektidee für den Klimaschutz entwickelt und umgesetzt habe – die Plastikfrei-Aktion „KreAktiv gegen Plastik – Wandel unverpackt“. Diese habe ich als eine WWF Jugend-Aktion angemeldet und dank großartiger Unterstützung Anfang September erfolgreich durchgeführt.

    Wieso gerade das Thema Plastik?

    Kunststoff, umgangssprachlich eher als „Plastik“ bekannt, nimmt einen großen Platz in unserem alltäglichen Leben ein. Trotz seiner praktischen und vielseitig verwendbaren Eigenschaften stellt der intensive Gebrauch von Plastikprodukten in vielerlei Hinsicht eine zunehmende Bedrohung für den Planeten dar. Dennoch zeigen die meisten Menschen einen unverantwortlichen Umgang bezüglich Plastikprodukten und befürworten damit die wachsenden Herausforderungen anstatt durch vorhandene Alternativen diesen entgegenzuwirken. Und das möchte ich ändern!

    Was wollte ich mit meinem Projekt erreichen?

    Mit meinem Projekt wollte ich ein stärkeres Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Plastikkonsum schaffen und die Menschen dazu bewegen, ihre persönlichen Verhaltensweisen anzupassen. So kann jeder ohne Aufwand seinen individuellen Teil zum Klimaschutz beitragen. Ich wollte meine Aktion öffentlichkeitswirksam umsetzen, sodass ich viele Menschen erreichen und das Thema weitläufig kommunizieren kann. Daher war ich mit meiner Aktion Teil des diesjährigen zakk Straßenfestes in Düsseldorf. Einem kunterbunten Fest mit Trödelständen, Kunst, Musik, Initiativen und einem vielfältigen Publikum.

    Mein Projekt – KreAktiv gegen Plastik

    Wieso KreAktiv? Weil Ich kreativ aktiv gegen Plastik vorgehen möchte. Für meine Aktion habe ich ein eigenes Konzept entwickelt und mir überlegt, wie ich das Thema nachhaltig an die Leute herantragen kann. Hierfür habe ich letztendlich ein in drei Bereiche unterteiltes Standkonzept gestaltet. Im ersten Bereich wurden die Leute, insbesondere durch Gespräche und visuellen Darstellungen, für das Thema sensibilisiert und über die Problematik aufgeklärt. Hier lag der Fokus auf die Folgen des Plastikkonsums, Plastik im Meer und Mikroplastik. Anschließend wurde symbolisch aufgezeigt, dass jeder seinen Teil zur Überwindung des Problems beitragen kann und dass, wenn ausreichend Leute mitmachen, gemeinsam ein großer Effekt erzielt werden kann. Hier wurden auch Tipps gegeben, wie Plastik im Alltag vermieden werden kann. Danach konnten die Leute den „Markt der Möglichkeiten“ besuchen. Dort wurden verschiedene Upcycling-Beispiele ausgestellt, welche veranschaulicht haben, dass Plastik nicht gleich den Weg in den Müll finden muss, sondern mit ein bisschen Kreativität ein Mehrwert daraus kreiert werden kann. Außerdem konnten Jutebeutel zum Mitnehmen bemalt werden und es gab zusätzlich hilfreiche und wissenswerte Informationen für zu Hause und unterwegs. Ich wollte aufzeigen, dass mit Kreativität und Ideenreichtum Plastik im Alltag vermieden werden und dass dieser, sollte der Kunststoff dennoch den Weg in unseren Alltag finden, upgecycelt und damit weiter verwertet werden kann.

    Der Aktionstag

    Dann war auch schon Anfang September. Das Konzept stand, die Materialien waren besorgt und meine Mithelfer vorbereitet. Am Aktionstag selbst habe ich den Stand das erste Mal aufgebaut und war daher aufgeregt, ob alles passt, ich an alles gedacht habe und wie dieser aussehen würde. Und ich war froh und erleichtert, als ich meinen fertig aufgebauten und optisch ansprechenden Stand begutachten konnte. Es konnte losgehen! Nach einer gemütlichen Aufwärmphase lief das Straßenfest richtig an und eine Menge Leute waren unterwegs – viele davon haben sich auch auf meinem Stand wiedergefunden und es wurden tolle Gespräche geführt.

    Es lief alles wunderbar! Das Wetter war gut, meine Mithelfer motiviert, der Stand hat die Leute angesprochen und wir hatten jede Menge Spaß. Ich war rundum happy mit der Aktion und habe viel positives Feedback hierfür erhalten. Ich wurde zudem von mehreren Lehrern von unterschiedlichen Schulen angesprochen, welche mich gefragt haben, ob ich mit meiner Aktion nicht mal in ihren Kunstunterricht kommen oder an einer Klimaschutz-Projektwoche teilnehmen möchte. Diese Rückmeldung hat mich sehr begeistert und wird bereits diskutiert. Kurz gesagt verlief meine Aktion erfolgreich!

    Auch wenn die Organisation und Vorbereitung ihre Höhen und Tiefen hatte, bin ich mit dem Aktionstag und dem Ergebnis mehr als zufrieden. Eine tolle Erfahrung mit grandiosem Happy End!

    Daher kann ich nur jedem ans Herz legen, selbst ein eigenes Projekt durchzuführen, das einem die Möglichkeit bietet, eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Das 2° Changemaker-Programm hilft einem dabei, den Startschuss zu setzen und eine eigene Projektidee auf die Beine zu stellen. Wenn eine Idee an Form gewonnen hat, ist die Anmeldung einer WWF Jugend-Aktion ebenfalls eine tolle Möglichkeit, um die Idee zu verwirklichen und Unterstützung zu erhalten. Es ist eine wertvolle Erfahrung und zudem aus meiner Sicht sehr wichtig, dass junge Leute sich mit ihren eigenen Stärken für den Klimaschutz einsetzen und im Rahmen ihrer Möglichkeiten einen Teil dazu beitragen.

    Das war´s soweit von meiner Aktion. Ich hoffe, ich konnte euch einen Einblick geben und euch zudem motivieren, selbst aktiv zu werden.

    Bei Fragen, Anmerkungen, Impulsen etc. könnt ihr euch gerne jederzeit an mich wenden!

    Bis dahin viele Grüße,

    Eva

Kommentare

7 Kommentare
  • Weltverbesserer
    Weltverbesserer Coole Aktion! Ich hätte da dann aber doch noch mal eine frage! Die upgecycelten Sachen waren selbst gemacht oder? Und konnte man diese auch käuflich erwerben?
    Tut mir Leid wenn ich dich jetzt mit Fragen durchlöchere! Aber ich finde solche Aktionen toll u...  mehr
    13. September 2 gefällt das
  • Eva-MariaGo
    Eva-MariaGo Vielen lieben Dank für eure netten Kommentare :) Es freut mich zu hören, dass meine Aktion gut bei euch ankommt.

    Ja die Upcycling-Beispiele waren selbst gemacht. Teilweise habe ich diese von der WWF Jugend geliehen bekommen, aber den größten Teil habe ic...  mehr
    13. September 1 gefällt das
  • FranziL
    FranziL @Weltverbesserer: Eine Upcyclingbude zu organisieren ist gar nicht mal allzu schwer - auch wenn dabei eher die Passanten zum selbst vor Ort basteln und nachmachen angeregt werden, als dass die gebastelten Sachen verkauft werden. Letzteres ist aber auf jed...  mehr
    14. September 1 gefällt das
  • johannesS
    johannesS das war eine fantastische Aktion! Freue mich schon auf die nächste mit Euch!
    20. September