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A Normal Day 3 - Ein paar Jahre später

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    I am not throwing away my shot!
    I am not throwing away my shot!
    Heyyo I'm just like my country,
    I'm young, scrappy and hungry,
    and I'm not throwing away my SHOT!

    Handy (1) aus. Sofort. Wer zum Teufel ist auf die Idee gekommen, das es eine gute Idee ist, vor 7 aufzustehen...
    Naja hilft ja nichts. Aufstehen, ins Bad und duschen (2,3,4). Dann anziehen und frühstücken (5,6).Und ab vor den PC (7). Ich habe heute nicht wirklich viel vor, nur ein wenig Sport (8,9) und ein bisschen im Wald spazieren gehen (10).
    Dann zurück und nochmal etwas essen (11) und nochmal etwas weiter Arbeiten. Abends noch etwas lesen und dann mit Freunden im Park treffen (12). Irgendwann viel zu spät (oder früh..) mit der S-Bahn (13) nach Hause und gemütlich einschlafen. Entspannte Tage sind doch was nettes.

    Aber Moment mal. Irgendetwas stimmt doch an dem Tag nicht. Was sind denn diese Anmerkungen? Gucken wir uns das doch nochmal genauer an:

    (1) Handy: Plastik Rand mit Platik Rückseite und Plastik Innenleben. Dazu kommt das Platikverlängerungskabel und die Plastiksteckdosenleisten und ...
    Weiter gehts im Bad. Nach der Renovierung ist zwar der Plastikboden aus den ersten beiden Teilen raus, ebenso die Plastikdusche, aber trotzdem
    (2) bleibt auch in der Dusche der Duschkopf und Schlauch zumindest mit Plastiküberzug, das innenleben ist aber aus Metall,
    (3) Mein Schampoo ist in einer schönen Platikverpackung (schon wieder...) und
    (4) auch mein Deo kommt nicht ohne Plastikdeckel aus.

    Ich habe ja erfreulicherweise festgestellt, dass meine normale Kleidung 100% Baumwolle ist, aber wenn ich dann bei so nem warmen wetter zu Hause bleibe
    (5) hab ich meistens doch meine Plastik Badehose an.

    (6) Zum frühstücken gibt es Müsli aus einer Plastikaufbewahrungsbox. Die Milch kommt bei mit inzwischen fast ausschließlich in Glasflaschen daher.

    (7) Dafür hab ich mehr Plastik im PC. Und dazu noch so ein komisches Tablet, damit man auch unterwegs immer schnell was nachgucken kann sehr praktisch.

    (8) Sportshirt und

    (9)Laufschuhe sind Polyestersammelplätze und nachher beim Waldspaziergang sind ein paar Fotos mit der

    (10) Plastikkamera doch ganz nett. So viel Grün ist doch was schönes, davon muss man einfach Fotos machen.

    (11) Die Zutaten für das Essen kommen aus einem Supermarkt und da ich mir nicht Jeden Tag Lebensmittel aus nem Biomarkt kaufe, sind auch hier die meisten Sachen aus ner Plastikverpackung.

    (12) Meine Freunde sind zwar (hoffentlich) nicht aus Plastik, aber meistens findet sich bei so einem gemeinsamen Abend schon über all Plastik verpackungen und Geschirr und Besteck und (Bier)kästen und...

    (13) und auch über die S-Bahnen haben wir ja schon gesprochen. Alles schön Plastik.

     

    Im Vergleich zu meinem ersten Artikel hat sich zwar schon einiges verbessert, aber ganz das Niveau vom zweiten Artikel konnte ich noch nicht halten. Es bleibt also die Frage, wie sich das jetzt mit einem Monat und nicht nur einer Woche verändert. Und vor allem, wie ich einen Plastic Free July ohne das Starter Paket schaffen werde.
    Wenn ihr euch der Herausforderung auch stellen wollt, dann ist es noch nicht zu spät. Ihr könnt euch immernoch anmelden oder die Challenge so akzeptieren.
    Damit das ganze nicht nur symbolisch funktioniert, sondern auch tatsächlich etwas verändert, haben Johanna und ich eine ActionPanda Spendenseite aufgesetzt. Wenn ihr also den WWF in der wichtigen Sachen unterstützen wollt, dann guckt doch mal, ob ihr was spenden könnt.

     

    (Titelbild under CC BY 2.0, orginally uploaded by Alachua County on Flickr)

Kommentare

1 Kommentar
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    Cookie Ich freu mich total, dass ihr beiden so engagiert mit dabei seid und den Plastic Free July sogar mit einem Spendenprojekt verbindet. Ich wünsche euch ein tolles Experiment und viel Erfolg beim Spendensammeln!
    Ich bin mir sicher, dass du das auch ohne...  mehr
    1. Juli 2018 - 5 gefällt das