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Wie viel CO₂ steckt in meinem Essen?

  • (c) pixaby

    Zu unserer Reihe von veganen Rezepten, die immer freitags erscheint, habe ich mir etwas mehr Gedanken zu unserem Essen gemacht. Klar, die vegane Ernährung hat unter anderem zum Grund, dass wir weniger CO₂-Ausstoß verursachen wollen. Doch wie viel CO₂ steckt denn überhaupt in unserem Essen?

    Insgesamt verursach ein Mensch in Deutschland im Schnitt einen Treibhausgasausstoß, der der Wirkung von 10-12 Tonnen CO₂ entspricht. Dabei hat unser Essen einen Anteil von ca. 2 Tonnen. Viele Menschen versuchen mittlerweile, diesen Anteil zu verringern, ihren ökologischen Fußabdruck durch eine andere Ernährung schrumpfen zu lassen.

    Aber inwiefern bringt das was? Um das an einem konkreten Beispiel zu zeigen, habe ich mir das Lieblingsessen NR. 1 der Deutschen heraus gesucht.: Spaghetti Bolognese.

    Lasst uns mal den CO2 – Ausstoß von ca. 3-4 Portionen Spaghetti, einerseits mit Fleisch-Bolognese und andererseits mit veganer Bolognese, vergleichen. Die Zutaten unterscheiden sich bis auf das Fleisch und den Fleischersatz nicht. So ergibt sich folgende Summe:

    1. Fleisch-Bolognese:

    Insgesamt haben wir hier 4,503kg CO₂-Äquivalente!

    2. Vegane Bolognese:

    Hier ergeben sich insgesamt nur 1,761kg CO₂-Äquivalente

    Das zeigt, wie viel Treibhausgas gespart werden kann, wenn man auf Fleisch verzichtet. Der CO₂-Wert der Soja-Bolognese ist kaum halb so groß, wie die der Fleischbolognese.

    Natürlich müsste man, um genaue Werte zu erhalten, den Weg aller Zutaten bis auf das Kleinste zurück verfolgen. Aber auch diese Abschätzung reicht schon um zu sehen, was für einen gewaltigen Unterschied man mit der Wahl der Zutaten machen kann. Mit rein ökologischen Produkten würde der Wert noch weiter sinken.

    Auch der WWF hat in seiner Studie „Das große Fressen“ Treibhausgaswerte einzelne Portionen verschiedener Gerichte berechnet. Den kleinsten Wert hatten dabei Nudeln mit Tomatensoße mit 0,63kg CO₂-Emission. (Dieser Wert ist kleiner als der unsrige, da hier nur eine Portion und nicht 3-4 Portionen berechnet wurden). Auch das rote Linsencurry hat mit 0,75kg einen geringen Wert.

    Am meisten Treibhausgas verursacht mit 2,11kg CO₂-Emission ein Hamburger mit Pommes und Salat, kurz gefolgt vom Schweinebraten mit Rotkohl und Kartoffelklößen mit 1,73kg.

    Meisten ist es so, dass der Treibhausgasausstoß kleiner ist, desto weniger Tierprodukte im Gericht vorhanden sind.

    Also schaut ruhig mal rein in unsere veganen Rezepte auf der WWF Jugendseite und lasst euch zum klimafreundlichen Kochen inspirieren.

     

     

     

    Quellen:

    Das Klimakochbuch, Kosmos Verlag, 2009

    Das große Fressen, WWF Deutschland, 2015

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