Berichte

Der ,,Garten Eden´´ in Gefahr

  • Das Pantanal, das größte Süßwasserfeuchtgebiet der Erde, liegt im Südwesten Brasiliens an der Grenze zu Bolivien und Paraguay. Es ist mit 180 000 km² Fläche halb so groß wie Deutschland. Diese Baum-Gras-Savanne ist geprägt durch unzählige Flüsse, Seen und Sümpfe. Während der sommerlichen Regenzeit, von November bis April, entstehen in den Niederungen Wasserflächen von unvorstellbarer Größe.

    Warum ,,Garten Eden´´? Das Pantanal ist ein Tier- und Pflanzenparadies mit 665 Vogel-, 265 Fisch-, 123 Säugetier- und 1700 Pflanzenarten. Zur Tierwelt zählen: Jaguar, Ozelot, Wasserschwein und Sumpfhirsch, Brillenkaiman, sowie der riesige Jabiru-Storch und der tiefblaue Hyazinth-Ara, der weltweit größte Papagei mit bis zu ein Meter Länge.

    Diese einmalige Naturlandschaft ist stark bedroht von landwirtschaftlicher Intensivnutzung, vom Sojaanbau und von der Rinderweidewirtschaft. In den Randgebieten hat die Brandrodung und die Trockenlegung von Feuchtgebieten bereits Einzug gehalten. Dabei gehen die von Unternehmern gesteuerten Politiker geschickt vor: Im Jahr 2000 ließen sie 1,4% des Pantanalgebietes von der UNESCO zum Weltnaturerbe erheben, um in den übrigen Flächen freie Hand zu haben. Umweltschutzverbände wie Ecotropica und der BUND kämpfen für den Erhalt dieses Paradieses.