Berichte

Für lebendige Meere im Plastic Free July

  • 430 Euro für lebendige Meere, ein plastikfreies Bad, etwas weniger Plastik beim Essen und mehr Bewusstsein für Plastik in Kleidung: das war mein Fazit zum Plastic Free July 2018.

    801 Euro gegen die Plastikflut, etwas weniger Plastikverpackungen, ein geliehenes Zelt, selbstgekochtes Chutney und die Erkenntnis, dass der Verzicht auf Plastik leider (noch) häufig mit zeitlichem oder finanziellem Aufwand verbunden ist: das war unser Fazit zum Plastic Free July 2019.

    Und 2020? Nun sind wir (JohannaK und JuliusS) natürlich wieder am Start beim Plastik Free July 2020. Ein paar Veränderungen aus den letzten zwei Challenges haben wir beibehalten. So benutzt Julius zum Beispiel weiter Holzzahnbürsten, ich benutze Buntstifte an Stelle von Finelinern und nur noch wiederverwendbare Monatshygieneprodukte. Wir beide kaufen Gemüse und Obst möglichst im eigenen Stoffbeutel statt plastikverpackt. Ein paar andere Möglichkeiten sind in den Hintergrund geraten. Deshalb möchten wir uns in unserem individuellen Handlungsspielraum wieder auf Verzichts- und Wiederverwertungmöglichkeiten von Plastik konzentrieren und parallel dazu eine Spendenaktion auf der Spendenplatform Actionpanda des WWF für lebendige Meere starten.

    Der Projektbereich „Lebendige Meere“ umfasst beim WWF
    - die Forderung nach neuen Meeresschutzgebieten und nach strengeren Managementplänen für bereits bestehende Schutzgebiete,
    - der Dialog mit Politik und Handel zur Bekämpfung von Überfischung und Zertifizierungen für nachhaltig gefangene Fische,
    - die Förderung internationaler Abkommen zur Reduktion des Plastikeintrags in die Ozeane und die Entwicklung von Abfall- und Recyclingssystemen
    (WWF Strategie 2018-2022)

    In diesem Artikel aus dem Plastic Free July 2018 habe ich mich damit beschäftigt, ob und warum Spenden neben persönlichem Verzicht wichtig sind: Spenden - kann Geld die Welt retten

    Trotzdem ist für die Transformation zu einer nachhaltigen Gesellschaft natürlich nicht nur wichtig, was Politik, Wirtschaft und NGOs umsetzen, sondern auch, was jede:r einzelne von uns tut. Challenges wie der Plastic Free July, die Selbstverpflichtung beim 2°Campus oder das Klimafasten (Pascals Verzicht in diesem Rahmen auf Plastik: Leben ohne Plastikkonsum - mein Selbstexperiment! Werde aktiv!) können uns dabei helfen, für eine begrenzte Zeit, im Austausch mit anderen und mit einer spielerischen Komponente, einen Aspekt unseres Lebens nachhaltiger zu gestalten. Oft sind nach dem Challengezeitraum dann einige Gewohnheiten schon in unseren Alltag übergegangen und sorgen dafür, dass wir uns auch in Zukunft nachhaltiger verhalten.  Als „Frischling“ in Sachen Nachhaltigkeitschallenges habe ich mich vor knapp 5 Jahren schon einmal mit der Frage „Verzicht und Einschränkung als Bereicherung?“ beschäftigt. Vegan lebe ich zwar nicht mehr, die Obstbäume die ich damals frisch gepflanzt habe, sind allerdings mittlerweile kräftig gewachsen und waren in jedem Frühling eine wichtige Nahrungsquelle für verschiedene Insekten (siehe Bild R. Knauf). Der Ahornkeimling, der damals 20cm hoch war, ist jetzt schon stolze 1,85m hoch.



    Hier sind die „Baustellen“, um die ich mich in diesem Jahr kümmern möchte:
    - Sojayoghurt, Nudeln, Linsen und Reis wieder im Unverpacktladen statt plastikverpackt kaufen
    - bei Obst, Gemüse und Pilzen (besonders Tomaten, Champignons, Möhren) konsequenter die plastikfreie Alternative wählen
    - 2 Mal Müllsammeln gehen (Wenn ich Plastikmüll an Waldwegen oder auf Grünflächen sehe, kümmere ich mich normalerweise meist nicht darum, weil ich es nicht als meine Verantwortung sehe, den Müll von Menschen, die diesen rücksichtslos weggeworfen haben, wegzubringen. Trotzdem stellt dieser schließlich ein Problem für die Umwelt dar und für diese spielt es keine Rolle, ob der Müll nun in meiner Verantwortung liegt oder nicht)

    Julius möchte sich vor allem damit beschäftigen, wie gut sich ein Plastikverzicht in England realisieren lässt.

    Hier findet ihr unsere neue Spendenaktion: Plastic Free July 2020

    Hier findet ihr Lenas Einführung und Aufruf zum Plastic Free July 2020. Wer bis Montag, den 22.06. unter ihrem Artikel kommentiert, kann ein plastikfrei-Starterkit (bestehend aus einer Bambuszahnbürste, einem Gläschen mit Zahnputztabs, einem kleinen Beutelchen für den Einkauf im Unverpackt-Laden und einem festes Shampoo) gewinnen, das den Einstieg in ein plastikfreieres Leben sehr erleichtern kann.

    Über diesen Termin in der WWF Jugend Community können wir uns weiter vernetzen und gegenseitig unterstützen, wenn Hindernisse auftauchen.


    Das digitale Begleitheft zum Plastic Free July 2018 ist nach wie vor aktuell und voller hilfreicher Tipps und Inspirationen. 



Kommentare

3 Kommentare
  • SteffiFr
    SteffiFr Deine "Baustellen" für dieses Jahr sind toll. Super, dass es auch wieder eine Spendenaktion gibt!
    21. Juni - 3 gefällt das
  • SteffiFr
    SteffiFr Ich freue mich schon auf den Juli, und nochmal alles bewusster zu machen und an der ein oder anderen Stellen aktiv zu werden.
    21. Juni - 3 gefällt das
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    Cookie Ich freu mich total, dass Ihr dieses Jahr wieder mit am Start seid und sogar wieder Spenden sammelt! Für mich geht es dieses Jahr ein bisschen darum, meine Plastikfrei-Angewohnheiten, die durch Corona durcheinandergeraten sind (Mein Freund hat meistens...  mehr
    22. Juni