Berichte

Ein Kompliment

  • “Wir sind immer ein bisschen verrückt. Aber wir wissen auch, was wir wollen. Die Welt, in der wir noch lange leben möchten, wird von Leuten verwaltet, deren Jugend schon längst vorbei ist. Das nervt uns. Wir wollen mitreden, wir wollen unsere Zukunft gestalten. Wir sind gekommen, um zu bleiben.”
    (https://www.wwf-jugend.de/pages/ueber-uns)

     

    Das sind wir also: verrückt, selbstbewusst und voller Ideen, die Zukunft zu gestalten. Und dabei sind wir eine Gemeinschaft: Schüler, Studenten, Auszubildene, FÖJler, Reisende und Berufstätige mit unterschiedlich vielen Erfahrungen, unterschiedlichen Hintergründen und Ideen. Und gerade das macht uns aus.

     

    Tigeraktion im Kölner Zoo ©Johannes Schwarz

     

    Als ich vor drei Jahren über die Bewerbung zum 2°Campus richtig zur WWF Jugend gekommen bin, wusste ich noch nicht, was mich erwarten würde. Das Thema interessierte mich und doch erwartete ich den 2°Campus zunächst als eine normale Schülerakademie – eine coole Zeit mit netten Leuten, die allerdings langfristig nicht so große Auswirkungen haben würde. Doch dann kam der erste Block, die ersten Aktionen, der zweite und dritte Block und die ersten Artikel. Es entstanden Freundschaften, ich lernte wundervolle Gruppen kennen: egal, ob beim 2°Campus selber, in der Redaktion oder bei den Aktionen. Und damit wurde die WWF Jugend zu einem wichtigen Teil in meinem Leben und ist es bis heute geblieben.

     

    2°Campus 2015  © Arnold Morascher/WWF

     

    Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr ist eine Zeit der Gemeinschaft, aber auch Zeit für uns:

    Ferien, in denen wir unsere Verwandten und Freunde wiedersehen und uns von der Uni, der Schule oder dem Job erholen können. Und vielleicht ist es dabei Zeit, auch genau dieser Gemeinschaft hier ein Kompliment zu machen:

     

    Denn jeder einzelne hier, denkt nicht nur an sich.

     

    Jeder leistet seinen Beitrag, um Probleme auf dieser Erde zu lösen, die ihn vielleicht noch gar nicht betreffen.

     

    Tigeraktion Duisburg © Johannes Schwarz

     

    Und dabei erreichen wir nicht “nur” unsere direkten Erfolge:

    - mehr als 16 Millionen eingesparte Tüten bei der Aktion “tütenlos”,

    - mehr als 10.000 gepflanzte Bäume im Rahmen von “Astrein”,

    - 120 Jugendliche in 6 Jahren beim 2°Campus für unser Klima

    - jährlich medienwirksame Earth Hour Aktionen

    - Petitionen zum Schutz des Great Barrier Reefs, des Amazonas-Regenwaldes,… ,

    - Müllsammelaktionen in ganz Deutschland

    - Teilnahme an Demos gegen die Lebensmittelverschwendung, für einen schnellen Kohleausstieg,… ,

    - Austausch bei den Change Days und Camps

    - Aktionsplanungen und Berichtreihen von den RedAktionsteamern,

    - Einsatz für Wolf, Luchs, Tiger, Eisbär und viele andere bedrohte Arten und ihre Lebensräume,

    - viele kleine einzelne Aktionen an Schulen und in den Innenstädten,

    - …

     

    Amazonas-Aktion Köln © Robert Günther/ WWF

     

    Denn nebenbei erreichen wir noch viel mehr: Zu jeder Aktion erfahren Freunde und Verwandte von unserem Engagement und beschäftigen sich (teils unbewusst) mit dem Thema. Jede kleine Veränderung in unserem eigenen Verhalten vom Verzicht auf Plastikflaschen, weniger Konsum von tierischen Produkten, dem Verzicht auf ein Auto bis hin zum Verwenden von Recyclingpapier hat nicht nur Auswirkungen auf den Markt, sondern ebenso wieder auf unser Umfeld. Isst einer in der Familie vegetarisch oder vegan, essen vielleicht auch die anderen etwas weniger Fleisch.

     

    Redaktionstreffen Duderstadt ©Peter Jelinek/WWF

     

    Und dann ist da noch das Zwischenmenschliche und die eigene Entwicklung:

    - Infostände und Petitionen kitzeln etwas Selbstbewusstsein aus uns heraus,

    - Camps, Change Days, RedAktionsteamer und 2°Campus lassen uns Teil einer tollen Gruppe werden, in der respektvoll und auf einer Augenhöhe miteinander umgegangen wird, so kann jeder von jedem lernen

    - das Engagement von anderen motiviert uns und dient uns als Vorbild

    - dabei lernen wir Gleichgesinnte kennen: es entstehen Freundschaften, die auch über Distanzen noch verbinden und die einem helfen, seine Position beizubehalten und sich weiter zu engagieren

    - dadurch machen die Aktionen sehr viel Spaß und das wird auch von außen gesehen, sodass sich uns vielleicht noch mehr anschließen

     

    - und das Beste: Wir engagieren uns und haben Spaß dabei! Egal, ob es bei der Aktion schneit oder regnet, die Recherche für den Artikel anstrengend ist oder die Bürokratie zur Aktionsplanung nervt: wir haben Spaß dabei, sind unter Freunden, begeistern andere und bewirken etwas und das ist ein guter Schritt in eine nachhaltige Zukunft

     

    Earth Hour 2017 ©Thilo Schmuelgen - Picture Alliance/WWF

     

    Also DANKE liebe WWF Jugend und DANKE an jeden, der dazugehört!

     

    Für mich persönlich ist dieser Artikel besonders ein Dankeschön an
    die gesamte RedAktionsteamergruppe,
    an Marcel, Luise, Ivonne, Lia und Luzie aus dem WWF Büro,
    an die WWF Jugend NRW
    und an Luisa (GreenLulu) und Julius (JuliusS).

    Danke!

     

    Und hier findet ihr einen Artikel von Marcel, der anscheinend eine ähnliche Idee hatte und mir mit der Veröffentlichung knapp zuvor gekommen ist ;) https://www.wwf-jugend.de/blogs/7/8110/was-wir-euch-wunschen

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