Berichte

CITES 2016

  • Die Weltartenschutzkonferenz CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) beriet sich dieses Jahr in Südafrika über den Status von über 5000 Arten und endete trotzdem einen ganzen Tag früher als geplant. Endlich waren sich alle mal einig.

    Zu der Entscheidung, den Bann des Elfenbein - und Nashornhandels bestehen zu lassen, rückte auch der Schutz unbekannterer Arten in den Vordergrund.

    7 davon würde ich euch gerne vorstellen:

     

    Der Bestand des Fuchshais ging durch die Fischerei im Mittelmeer um 99% zurück.

    Jetzt ist der internationale Handel mit ihnen nur noch eingeschränkt erlaubt.

     

    Die enorme Sprachbegabung und Intelligenz des afrikanischen Graupapageis machen ihn zu einem der beliebtesten Käfigvögel. Die permanente Ausbeutung reduziert seinen Bestand drastisch!

    Jetzt ist der Handel mit Wildgefangenen Vögeln verboten. Gezüchtete Papageien dürfen weiterhin verkauft werden.

     

    Die chinesische Krokodilschwanzechse gehört zu den seltensten Reptilienarten überhaupt. Sie sind nicht nur als Haustier sehr begehrt, sondern gelten auch als Delikatesse und Medizin. Mit legalen Handelspapieren kostet sie rund 500€, doch sie wird auch auf dem Schwarzmarkt gehandelt.

    Jetzt steht diese Echse mit einer Nullquote auf Anhang II von CITES - es dürfen also keine wild gefangenen Tiere mehr kommerziell gehandelt werden.

     

    In früheren Erdzeiten gab es Perlboote in einer Fülle von Arten, heute gibt es noch sechs!!! Das Stehlen ihrer Schale, welches als Schmuck oder Dekoration verkauft wird, gefährdet die Kopffüßler maßgeblich.  

    Sie dürfen jetzt nur noch stark eingeschränkt international gehandelt werden, da auch sie nun in den Anhang II von CITES aufgenommen wurden.

     

    Pangoline sind die einzigen Säugetiere, deren Körper mit harten Hornschuppen gepanzert ist - daher auch ihr Spitzname: Schuppentier. Trotz ihrer Einzigartigkeit stehen sie am Rand des Aussterbens. Ihre Schuppen werden als Medizin eingesetzt, zudem ist ihr Fleisch als Delikatesse gefragt.

    Doch nun wurden sie in die höchste Schutzkategorie, den Anhang I, von CITES aufgenommen – die betroffenen Staaten müssen jetzt noch strengere Kontrollen und Strafen einführen.

     

    Der Psychedelischer Felsengecko gehört zu den 55 Reptilienarten, die oft in europäischen Haustierhandlungen enden.

    Diese sind jetzt durch das Washingtoner Artenschutzabkommen stärker im Handel reguliert oder sogar mit kompletten Handelsverboten belegt.

     

    "Auch unter dem Namen "rosewood" sind die vielen Palisanderarten sind im englischen bekannt. Diese Arten werden in Asien, Afrika, Süd- und Mittelamerika in dramatischen Ausmaßen gerodet - teilweise werden sogar nationale Gesetze und CITES-Bestimmungen gezielt umgangen. Die gigantische Nachfrage in den USA, der EU und China hat diese großen Bäume mancherorts schon verschwinden lassen." (WWF.de)

    Für mehr als 300 Palisanderarten gelten in Zukunft internationale Handelsbeschränkungen. Das hilft nicht nur dem Palisander, sondern generell dem Lebensraum tropischer Wald.

     

    Quelle: http://www.wwf.de/fotostrecke/cites-besser-geschuetzt/

Kommentare

5 Kommentare
  • Wasserjunge
    Wasserjunge Ich hab das zwar schon im Newsletter vom WWF gelesen, bzw. auf der Website, aber finde es dennoch interessant. Es ist echt krass, was in der asisatischen Naturheil-Medizin alles als Wunderheilmittel angewandt wird.
    Das Logo der CITES dieses jahr sieht ech...  mehr
    10. Oktober 2016
  • Lisa18
    Lisa18 Ich danke dir ebenfalls für dinen Bericht über das CITES 2016.
    Was mich ein wenig irritiert, ist, dass das Perlboot nur in den Anhang II gestuft wurde, obwohl es gerade einmal noch sechs von ihnen gibt. Meiner Meinung nach müsste es in den...  mehr
    11. Oktober 2016
  • Freedom01
    Freedom01 Ich finde die Wahl der Arten, die geschützt werden soll super und gut von den Staaten. Danke für die kurze Vorstellung
    12. Oktober 2016
  • Gallina
    Gallina Schöner Bericht mit super Erfolgen!

    @Lisa: Es gibt heute noch sechs Arten der Perlboote. Das ist nicht zu verwechseln mit sechs Individuen. :) Deshalb ist es sicher richtig, dass sie im Anhang II aufgenommen sind.
    12. Oktober 2016