Berichte

Nachhaltigkeitscheck am Gymnasium Essen-Werden

  • Ich gehe zwar nicht mehr zur Schule aber im Rahmen des 2° Campus wollte ich einen Nachhaltigkeitscheck am Gymnasium Essen-Werden machen.
    Also bin ich heute morgen voller Vorfreude auf die Recherche und meine alten Lehrer wiederzusehen zu meiner alten Schule gefahren. Meine Lieblingslehrer waren zwar alle nicht da aber das ist eine andere Sache. Dafür habe ich einiges in Erfahrung gebracht:

     

    Ist-Zustand

    Schulmaterial.
    Es müssen viele Lektüren gekauft werden, was sehr verschwenderisch ist. Hefte werden im Schreibwarenladen gekauft. Am liebsten die aus gebleichtem, nicht recyceltem Papier.

    Papierverbrauch. Jeder Lehrer hat eine begrenzte Anzahl an Kopien zur Verfügung, manche Lehrer überziehen diese Anzahl jedoch und sind sehr verschwenderisch. Ich denke dabei nur an meinen alten Religionslehrer, der in jeder Unterrichtsstunde 5 bis10 Kopien pro Kopf verteilt hat.
    Manche Lehrer denken aber auch mit und benutzen den Beamer oder Folien anstatt Kopien.

    Klimaschutz im Unterricht.
    Im Englisch Leistungskurs ist der Klimawandel Pflichtthema. Wie dies ausgelegt wird, liegt jedoch in der Hand des Lehrers. Mein Englisch LK Lehrer hat uns zum Beispiel immer erzählt, dass der Klimawandel nicht existiert und wir deshalb auch keine Maßnahmen für den Klimaschutz ergreifen sollten. Denn das sei sehr gefährlich.
    Ein Verständnis dafür wie gravierend der Klimawandel sein wird und auch über den Zusammenhang von Fleischkonsum und anderen tierischen Produkten und der Erderwärmung ist überhaupt nicht vorhanden.

    Bewusstsein (Verhaltensänderung).
    Es besteht leider absolut kein Bewusstsein für den Klimawandel und dessen Folgen.

    Mensa.
    Die Schüler haben mittlerweile die Auswahl zwischen vegetarischem und nicht vegetarischem Essen. Veganes Essen steht leider nicht zur Auswahl.

    Müll.
    Als ich mich mit dem Hausmeister unterhalten habe, habe ich erfahren, dass die Schule viele schwarze Tonnen hat und sogar eine gelbe Tonne, dass diese allerdings nur neben den schwarzen Tonnen steht und niemals abgeholt wird. Mülltrennung existiert am Gymnasium Essen-Werden also definitiv nicht.

    Weitere Projekte.
    Auf dem Schuldach befindet sich eine Solaranlage. Diese gehört allerdings weder der Schule noch der Stadt, sondern einem Privatmann, der das Dach gemietet hat.

    Ausblick.
    Das Gymnasium Essen-Werden ist absolut nicht nachhaltig und unternimmt nichts für den Klimaschutz. Auch in Zukunft sehe ich keine Veränderung, was ich sehr schade finde.

Kommentare

2 Kommentare
  • Greenlife
    Greenlife Der Nachaltigkeitscheck ist wirklich interessant. Es ist unmöglich, dass öffentliche Bildungseinrichtungen wie Schulen keinerlei Wert auf den Klimawandel legen!
    Leider habe ich meine Schule in so ziemlichen allen Punkten wiedererkannt, auch be...  mehr
    4. Oktober 2016
  • Puma
    Puma Das ist wirklich traurig. Grade öffentlich getragene Schulen sollten sich stärker für so etwas einsetzen! Denn am Ende schaffen sie das Bewusstsein in den Schüler*Innen.
    Ich weiß gar nicht mehr, wie das an meiner Schule war. Aber...  mehr
    6. Oktober 2016