Berichte

Portugal, Sommer 2017 - Travel Diary (1)

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    Der Sommer, der das Ende der Schulzeit endgültig besiegelte...na gut, okay, dass klingt sehr dramatisch. Aber dem Sommer folgte tatsächlich nicht die Schule, sondern ein freiwilliges soziales Jahr, oder einfach das Leben. So viel nebenbei.

    Die Frage wie lange mein Bruder und ich noch mit unseren Eltern verreisen ist auch sehr spannend. Bislang war es nur so, dass unsere Eltern ohne uns weg waren. Ich glaube, dass ist eine Sache der Ansprüche bei uns. Mit den Eltern unterwegs zu sein hat einen ganz entscheidenden Vorteil, um die Finanzierung müssen wir uns keine Gedanken machen. Es führt einem auf der anderen Seite, aber auch sehr gut vor Augen, was in so einem Urlaub alles bezahlt sein will. Klar hängt das von einigen Faktoren und Ansprüchen ab, trotzdem hier wird wieder deutlich welches Privileg in Wohlstand zu leben. Leider wird einem das häufig erst wieder ins Bewusstsein gerufen, wenn man an ein Ort kommt, wo Reichtum in Bezug auf Geld und Wohlstand vielerorts ein Privileg ist.

    Das war Portugal 2017:  

    Flughäfen sind schon spannend. Wer kennt die Menschenmassen nicht? Hin und wieder macht man dann Erfahrungen der Extraklasse. Vor dem Gate sind ja meistens die Plätze mit dem Plus-Zeichen. Plätze für Senioren, Menschen mit Behinderungen, für Leute die vielleicht darauf angewiesen sind, nicht so weit laufen zu müssen, wie ich zum Beispiel. Wir sitzen da also und eine Familie läuft an uns vorbei. Der Vater beäugt die Plätze und dreht sich zu seiner Frau: "Hier können wir nicht sitzen, das sind die Plätze für die Behindis" Alles klar. Ich will eigentlich gar nichts dazu sagen, außer dass ich das ziemlich gedankenlos und dämlich fand. Wie es häufiger kommt, habe ich die Gelegenheit verpasst etwas zu sagen. Aber bei manchen Menschen lohnt sich die Mühe einfach nicht...

    Der Flug an sich war ruhig und unspektakulär. In Faro gelandet hieß es Mietwagen abholen und die Unterkunft übernehmen. Wir waren zwei Wochen in Carvoeiro, mussten also noch ein Stückchen von Faro fahren. Abends haben wir dem Strand von Carvoeiro einen Besuch abgestattet und wurden mit der aus dem Internet bekannten Felsküste der Algarve konfrontiert. Der Klassiker unter den Touri-Fotos:

                

    Wenn ich da schon gewusst hätte, wie schwer es ist eine Landschaft ohne Touristen einzufangen...

    An diesem ersten Abend ist aber auch gleich eines meiner Lieblingsbilder entstanden. Ich fotografiere sehr gerne und bin immer auf der Suche nach dem einen Moment, die Fotografen unter euch wissen sicherlich was ich meine. :) Ich lege meine Kamera auf der anderen Seite aber auch gerne weg und schaffe Erinnerungen im Kopf. Meine persönlichen Lieblinge unter vielen Fotos sind meistens zufällig so getroffen. 

          

      Das Herz des Meeres...

     

    Die Felsküste zieht einen schon in den Bann, nur leider sind gerade diese Blickfänge sehr überlaufen. Eigentlich sind wir schon später in den Urlaub gegangen als die Jahre zuvor. Trotzdem waren wir gefühlt nur vier unter Tausenden, was die Stimmung ein wenig gedrückt hat. Warum dieses Gefühl die Reise wie einen roten Faden begleitet hat und warum es zwei Wochen voller Gesätze war erfahrt in Teil 2. :)

     

    Alle in dem Bericht verwendeten Bilder habe ich selber gemacht und die Bildrechte liegen bei mir.

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