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Todeszonen - Massensterben in den Weltmeeren

  • Sogenannte Todeszonen gibt es in der Ostsee, im Kattegat und im Golf von Mexiko - aber auch vor der Küste Namibias und Südamerikas. Und sie breiten sich besorgniserregend schnell aus. In einer Todeszone ist zu wenig Sauerstoff, so dass Fische, Krabben und Muscheln dort nicht überleben können. Wir Menschen verursachen die Mehrheit dieser Todeszonen - durch das Wachstum der Städte, weil wir immer mehr Abwässer in die Flüsse und Buchten leiten. Vor allem aber setzen wir in der Landwirtschaft so große Mengen an Dünger ein, dass die Nutzpflanzen ihn nicht aufnehmen können und er im Meer landet. Dort erledigt er seinen Job, nur dass er jetzt Algen und Phytoplankton düngt. Sterben die Algen ab, werden sie von Bakterien zersetzt, die dann den Sauerstoff im Wasser aufzehren: Im Grunde läuft eine wilde Bakterienparty. Seit einigen Jahren wächst die Zahl der Todeszonen sprunghaft an, ihre Fläche weitet sich aus. Flächenmäßig den Rekord aller Todeszonen hält die Ostsee: In ihr schwindet jeden Sommer der Sauerstoff in einem Areal von der Größe Irlands - mindestens. Soweit ist das aber eigentlich noch relativ normal. Denn wenn es dann im Herbst und Winter wieder kalt wird und Stürme den Sauerstoff wieder unter das Wasser mischen, gibt es auch am Grund des Meeres wieder Leben.

    Jetzt kommt aber das Problem: Durch die globale Erderwärmung wächst die Schicht des erwärmten Wassers immer weiter. Die warmen Wassermassen liegen jetzt wie ein gut schließender Deckel auf dem kühlen Sauerstoffarmen Wasser. Der Sauerstoff kann so nur in die obere, warme Schicht gemischt werden. Und die Todeszone am Grund des Meeres breitet sich immer weiter aus.

     

     

     

    Hinzu kommen noch andere Faktoren wie die Umweltverschmutzung und vor allem der viel zu hohe Verbrauch von Düngemitteln. Um das Problem zu bekämpfen hat man den Düngerverbrauch einfach besser kontrolliert. In einigen betroffenen Gewässern wie dem Hudson und dem East River in den USA seien Todeszonen wieder verschwunden, nachdem Kohlenstoff- und Düngemitteleinträge besser kontrolliert wurden. Allerdings hätten solche Maßnahmen nicht in allen Gebieten den gewünschten Erfolg gebracht.

     

     

     

    Zum Glück werden immer mehr Menschen auch auf dieses Problem aufmerksam und versuchen ihr möglichstes, um das Ausweiten der Todeszonen nicht noch weiter zu unterstützen.

     

     

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