Berichte

Buchrezension "Floaters"

  • Vor etwa einem Jahr habe ich beim Buzzer-Tag eine signierte Ausgabe des Buches „Floaters -Im Sog des Meeres“ von Katja Brandis gewonnen. Ich konnte es leider nicht sofort lesen, weil ich direkt danach für 10 Monate nach Kanada geflogen bin. Aber jetzt bin ich endlich dazu gekommen.
    Ich fand den Klappentext interessant und da es mit Umweltschutz zu tun hat, habe ich mich sehr über den Gewinn gefreut. Nichtsdestotrotz ist mein Lieblingsgenre Fantasy. Deshalb war ich wirklich positiv überrascht von „Floaters“.

    Es geht um die Zwillinge Malika und Danílo, die im Jahr 2030 als Freiwillige auf einem Schiff mitfahren, das den Pazifik vom Müll befreien soll. Was die Umweltaktivisten nicht wissen, ist, dass schon andere -sogenannte Floaters- auf diese Idee gekommen sind und mit dem Plastik illegalerweise Geld verdienen wollen. Als sie im Großen Pazifischen Müllstrudel ankommen, wird die Umweltschutzaktion schnell zu einem erbitterten Kampf und als auch noch Piraten auftauchen schlägt das Ganze in ein dramatisches Geiseldrama um.
    Der Roman ist aus drei unterschiedlichen Perspektiven geschrieben, der von Malika, Danílo und dem Indonesier Arif, der von den Piraten gefangen genommen wurde und langsam ein Teil dieser räuberischen Mannschaft wird.

    Was mir an dem Buch am besten gefallen hat, ist, dass es nicht mit erhobenem Zeigefinger geschrieben ist, sondern die Geschichte rund um Malika, Danílo und Arif im Vordergrund steht. Ganz nebenbei wird erwähnt, dass der Müllstrudel schon so groß ist wie Mitteleuropa (in der Realität heute schon!) und was das ganze Plastik den Tieren und ihrer Umwelt antut.
    Bei vielen Büchern ist es mir schon so ergangen, dass die Spannung erst gegen Ende der Geschichte so groß wird, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann. „Floaters“ hingegen habe ich schon nach einem Viertel nur unterbrochen, wenn es unbedingt sein musste.
    Trotz des Fokus auf der Geiselnahme und der Umweltbotschaft, ist es meiner Ansicht nach die Liebesgeschichte, die dem Roman den letzten Schliff gibt.
    Außerdem gefällt mir auch der nicht außergewöhnliche, aber trotzdem mitreißende Schreibstil von Katja Brandis. Ich bin mir sicher, dass ich noch weitere ihrer Romane mit Umweltbotschaft lesen werde.

    Wer selbst helfen will, das Meer sauber zu halten, kann sich hier die 10 Tipps von Katja Brandis durchlesen:
    http://www.katja-brandis.de/abenteuer/10-dinge-die-du-tun-kannst-um-dem-meer-zu-helfen.php

    Um das größte Problem in Sachen Meeresverschmutzung zu verhindern, findet ihr hier eine Liste mit mikroplastikfreien Hygieneartikeln:
    http://www.bund.net/nc/service/oekotipps/detail/artikel/auf-kosmetikprodukte-mit-plastikkuegelchen-verzichten/

Kommentare

1 Kommentar
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    Cookie Danke für den Bericht! Es ist total interessant, zu lesen, wie andere das Buch fanden. Ich selbst war ehrlich gesagt ein bisschen enttäuscht davon. Die Idee fand ich zwar super, in die Figuren konnte ich mich teilweise nur schwer hineinversetzen. Ihr Verh...  mehr
    11. August 2016