Berichte

Pflanzenintelligenz?

  • Esoteriker meinen es schon lange: Pflanzen sind empfindende Kreaturen. Die Wissenschaft kommt ihnen jetzt ein Stück näher.

    Viele Leute wissen gar nicht wen sie dort auf der Fensterbank, im Garten oder auf dem Balkon zu stehen haben. Sie kaufen sie im Baumarkt schmeißen das Namensschild weg und schwupps geraten sie in Anonymität. Es sind die Pflanzen und bedauerlicherweise wissen tausende Menschen gar nicht was das für quicklebendige Geschöpfe sind. Eigentlich können sie einem fast Leid tun. Stehen ein Leben lang angewurzelt auf der Stelle, können weder weglaufen noch sich wehren und dienen Tieren und Menschen als Futter.

    Falsch gedacht!

    Es gibt ebenso tausende Beispiele dafür, dass Pflanzen eben nicht wehrlos sind oder sich bewegen können, nur geraten diese nicht als wissenschaftliche Schlagzeilen in alle Medien. Ich persönlich ärgere mich jedes Mal, wenn ich zu Leuten komme, frage was dies und das dort für eine schöne Pflanze sei und sie antworten "Keine Ahnung..." Aber dummerweise wird das immer häufiger und so häufen sich auch die Vorurteile gegen Pflanzen. Kurz zu ein paar Fähigkeiten von Pflanzen die ihr ihnen sicher nicht zugetraut habt:

     

    Die Verteidigung:

    Darauf zu warten, dass Pflanzen Karate erlernen oder mit Kokosnüssen nach Fresseinden werfen ist unsinnig und bei vielen Arten weitaus überflüssig, denn sie haben schon viel effektivere Fähigkeiten entwickelt. Die Akazie liefert uns da wohl das beste Beispiel. Als in den Savannen Afrikas eine unnatürlich lange Dürreperiode herrschte zeigte sich ziemlich stark, dass die Akazien in der Nahrungskette über den Giraffen, Antilopen und Zebras stehen. Ein bisschen Knabbern war erlaubt aber wurde es den Bäumen zu viel pumpten sie einen heftigen Giftstoff in ihre Blätter, der den Tieren dort wohl zu viel wurde. Gleichzeitg sendet die Pflanze dann einen Duftstoff an die Luft aus, wenn dieser eine andere Akazie erreicht nimmt sie ihn durch die Blattöffnungen auf (vergleichbar mit unserer Nase). Das wirkt nun wie ein Alarmsignal. Sofort pumpt auch diese Pflanze Gift in ihre Blätter und versendet den Alarmstoff weiter. Ähnlich verhält sich die Tabakpflanze: Obwohl sie, aufgrund ihres starken Nikotingehaltes, nur sehr wenige Fressfeinde hat, ist sie bei den Raupen des Tabakspinners sehr beliebt. Wenn sich diese jedoch übermäßig an den Blättern genugtun, stoppt sie die Nikotinproduktion und versendet einen Duftstoff, der die Feinde der Feinde ruft. Eine Wanzenart, welche sich anschließend auf die Pflanze setzt und die Raupen auffrisst. Dieses verhalten wurde bei vielen anderen Arten ebenfalls festgestellt.

     

    Die Motorik:

    Dass Pflanzen sich während des Wachstums bewegen ist allgemein bekannt, jedoch gibt es auch spezielle Arten, die diese Aufgabe etwas zu ernst nehmen. Venusfliegenfallen haben beispielsweise Tastorgane, die ihnen verraten wann sich eine Fliege auf ihnen befindet. Die Frage, zu deren Antwort ich auch nach langer Internetrecherche nicht gekommen bin, wäre noch wohin die Pflanze die Information "Fliege gefühlt" sendet und von wo der Befehl "Zuklappen!" kommt. Es ist bewiesen, dass die Pflanze durch ihren Körper Informationen versenden kann und es auch tut, allerdings nicht, wo das Gehirn (in diesem Fall) ist. Wer sich informieren will: Charles Darvin hat ganz wundervolle Theorien und Fakten aufgedeckt. Wenn man ihm glaubt, so sind die Wurzeln das Gehirn der Pflanze. Auch sie besitzen nämlich Tast- und Gleichgewichtsorgane, welche ihnen verraten in welche Richtung die Wurzeln und andersherum das Grünzeug wachsen soll. Ein eben solches Mysterium ist die asiatische Telegrafenpflanzen. Sie bewegt im Minutentakt ihre Blätter im Kreis hoch und runter und niemand weiß warum sie das tut oder wo die Muskeln dazu liegen.

     

    Gedächnis:

    In, vor kurzer Zeit stattgefundenen Tests, fand man heraus, dass Pflanzen (zumindest die Erbsenpflanze) ein Gedächnis haben, jedoch nicht wie lange. Legt man die Erbsenpflanze (mit samt des Topfes) schief, so sorgen die Gleichgewichtsorgane in den Wurzeln dafür, dass sich die Wurzeln wieder senkrecht und der Stängel sich wieder aufrecht formatiert. Jetzt tun man die Pflanze aufrecht in den Kühlschrank und wartet so ein zwei Tage. Im Kühlschrank zu sein hat für Pflanzen die Wirkung in "Schlaf" zu fallen. Sie sind dann sozusagen eingefroren. Nehme sie wieder raus und sie wird sich, auch im aufrechten Zustand, wieder zur Seite drehen, da sie sich an ihr vorherige Position erinnert. 

     

    Diese ganze Wissenschaft nennt man Pflanzenneurobiologie. Also wer Interesse hat: es werden noch Forscher gesucht und die Welt kann sie sehr gut brauchen (denke ich doch).

    Das wars erstmal von mir. Fragen könnt ihr natürlich stellen.

Kommentare

14 Kommentare
  • WitchWars
    WitchWars Naja... ich denke schon, dass Pflanzen ein Bewusstsein haben (speziell Bäume). Vielleicht sollten wir Menschen es ab und zu mal so versuchen wie die Ureinwohner Amerikas. Sie aßen auch Fleisch und fällten auch Bäume für ihre Sachen aber sie ehrten die Leb...  mehr
    9. März 2010
  • KatevomDorf
    KatevomDorf endlich mal ein vernünfitges argument FÜR's fleischessen.
    ich meine ich horte ja nicht das fleisch, bis es verschimmelt oder so.
    mag sein, dass das jetzt ned mehr so ganz zum eigentlichen thema gehört, nur will ich es unbedingt an dieser stelle losw...  mehr
    9. März 2010
  • WitchWars
    WitchWars Naja... was ist denn Fleisch eigentlich? abgetötete Muskeln? ich hab keine Ahnung...
    11. März 2010
  • Janine
    Janine @WitchWars: Ja, Fleisch ist/sind Muskeln.
    Ich hab mal ne Frage an euch. Wie definiert ihr "Bewusstsein"? Klar sind Pflanzen Lebewesen. Bakterien und andere Einzeller, z.B. Amöben sind es auch. Ich denke, dass Amöben insofern ein Bewusstsein haben, als...  mehr
    14. März 2010