Berichte

Welche Fische darf man auf keinen Fall essen?

  • Dieser Hammerhai ist ein Beifangopfer. Er hat sich in einem Netz verfangen, das für ganz andere Fische gedacht war. Auch das sind Folgen unseres Fischkonsums. Deshalb sollten wir ganz genau überlegen, welche Fische wir essen. Der WWF informiert die Menschen regelmäßig, welche Fische auf keinen Fall gegessen werden sollten.

    (Foto: © Brian J. Skerry / National Geographic Stock / WWF)

    Jeder Mensch in Deutschland hat im Jahr 2009 durchschnittlich etwa 16kg (Fanggewicht) Meeresfrüchte und Fische zu sich genommen. Doch welche dieser Fischsorten sind bedroht? Bei welchen Fischen greift die Art der Zucht oder des Fangs stark in die Natur ein?

    Fische, die man auf gar keinen Fall essen sollte:

    W=Wild; Z=Zucht

    -Aal (Europa)_______________________W/Z
    -Dornhai/ Schillerlocke (NO-NW-Atlantik)__ W
    -Garnele/ Shrimp (tropisch) ____________W/Z
    -Granatbarsch (weltweit)______________ W
    -Hai (weltweit) ______________________W
    -Heilbutt, Schwarzer/ Weißer (NO-Atlantik)_ W
    -Kabeljau (Dorsch) (NO-Atlantik, Ostsee) __W
    -Lachs (Chile)_______________________ Z
    -Lachs (NO-Atlantik)__________________ W
    -Lachs, Pazifischer (Westpazifik) ________W
    -Leng (NO-/NW-Atlantik)_______________ W
    -Marlin, Blauer (Indopazifik)_____________ W
    -Rotbarsch (NO-Atlantik) _______________W
    -Sardine (Mittelmeer)__________________ W
    -Schellfisch (NO-Atlantik)_______________ W
    -Scholle (Ostsee)____________________ W
    -Schwertfisch (weltweit)________________ W
    -Seehecht (SW-Atlantik)________________ W
    -Seeteufel (NO-/SO-Atlantik)_____________ W
    -Seezunge (NO-Atlantik)________________ W
    -Snapper (weltweit)___________________ W
    -Steinbeißer (NO-Atlantik)_______________ W
    -Tunfisch, Gelbflossen (weltweit)_________ W
    -Tunfisch, Großaugen (weltweit)__________ W
    -Tunfisch, Roter/ Blauflossen (weltweit)____ W/Z
    -Tunfisch, Weißer (weltweit)_____________ W

    Die Gründe, warum man diese Fische nicht kaufen sollte sind von Fisch zu Fisch unterschiedlich.

    Der Aal ist auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als vom Aussterben bedroht eingestuft. Bei der Zucht des Aals in Europa wird für ein Kilogramm Zuchtaal mehr als ein Kilogramm Wildfisch benötigt, als Futter. Das selbe gilt für Lachs: bei der Zucht werden ca. drei Kilogramm Fisch als Futter – manchmal wird diesem noch Farbstoffe für die richtige Lachs-Farbe zugesetzt - für einen Kilogramm Zucht-Lachs benötigt.

    Auch der Dornhai wird auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als gefährdete Art aufgeführt. Obwohl es keine gezielte Fischerei auf Dornhai im Atlantik mehr gibt, so wird er dennoch beim Fischen nach anderen Arten oft mit eingefangen. Aufgrund des geringen Bestands ist jeder Fang jedoch schädlich. Da Haie ganz oben an der Nahrungskette stehen, übernehmen sie eine sehr wichtige Rolle im Ökosystem und somit haben Überfischungen Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem.

    Der Verbrauch an Frischwasser bei der Zucht tropischer Garnelen ist sehr hoch. Es kann somit zu Wassermangel in der Region kommen. Des weiteren werden für die Farmen oft Ökosysteme (z.B.: Mangrovenwälder) zerstört. Dadurch, dass die Abwässer in die Umbegung gelangen, wird diese mit Chemikalien und Nährstoffzugaben verseucht und es werden Krankheiten auf die wilden Bestände übertragen.

    Viele Arten sind anfällig für Überfischung. So zum Beispiel der Kabeljau und der Schwertfisch, weil sie große Schwärme zum Laichen bilden. Auch der Rotbarsch, der Seehecht, die Seezunge und die Scholle sind anfällig für Überfischung, da sie sehr langsam wachsen und erst spät geschlechtsreif werden.

    Roter Tunfisch, Großaugentunfisch und weißer Tunfisch sind auf der Roten Liste als gefährdete Arten gekennzeichnet. Die Qualität des Fleisches vom Roten Tunfisch ist sehr hoch und ist besonders beliebt als Frischware für Sushi.

    Viel Beifang kommt bei dem Fischen der meisten Fischsorten mit an Bord.
    Diese Fische werden danach wieder unachtsam ins Meer zurückgeworfen. Die Meisten überleben diese Tortur nicht. Für ein Kilogramm Seezunge werden zum Beispiel im Durchschnitt bis zu sechs Kilogramm andere Meereslebewesen zurückgeworfen.

    Tipps:

    Bei Wildfisch sollte man darauf achten, nur Fisch mit dem MSC-Siegel zu kaufen.
    Der „Marine Stewardship Council“ kurz MSC wurde 1997 gegründet. Die unabhängige Organisation vergibt sein Umweltsiegel an nachhaltig arbeitende Fischereien.
    Bei Zuchtfisch sollte man Bioprodukte wählen.alt

    Hier geht es zum WWF-Einkaufsratgeber Fische & Meeresfrüchte. geeignet zum Downloaden und im perfekten Format, um ihn immer dabei zu haben.

    Quelle: WWF, www.fischinfo.de

Kommentare

6 Kommentare
  • Konsti
    Konsti Gute Sache. Habe davon auch schonmal gehört. Es müsste aber mal mehr verbreitet werden und der Verkauf von gefährdeten Fischarten sollte eingestellt werden. Das kann auch dadurch bewirkt werden, dass mehr Menschen die Finger von gefährdetem Fisch lassen.
    10. März 2010
  • anni95
    anni95 Gibt da so einen schönen Fischberater. Müsste auch auf der WWF Siete drauf sein. Sonst kann man den bei Greenpeace.de aufrufen. Hilft enorm.
    Hab mich über dieses thema mal sehr schlau gemacht, wegen einem Artikel in unserer Schülerzeitung. Sah ungefähr ...  mehr
    10. März 2010
  • Sarah25
    Sarah25 Danke für all die Kommentare!
    und ich sehe das auch so wie Konsti:

    Wir sollten allen Leuten weitersagen welche Fische man nicht essen sollte, denn viele Menschen kaufen auch einfach aus Unwissenheit den \"falschen\" Fisch.
    ...  mehr
    11. März 2010
  • Bohnenstange
    Bohnenstange 1 A Bericht
    Bin ja nicht so der Fisch Esser aber wen Fisch wuste ich immer nicht auf was man da so achten muss, jetzt ist alles klaro =)
    12. März 2010