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Enviromental Disaster - A treasure is slowly dying

  • Das was ich da sehe, jagt mir einen kalten Schauer über den Rücken und die traurige Wahrheit ist, leider ist dieses Bild echt. Aufgenommen im März 2016.

    Und schon wieder Australien. Es gibt schlechte Neuigkeiten. Seit März diesen Jahres ist erneut eine Korallenbleiche am Great Barrier Reef eingetreten und sie soll schlimmer sein, als alle Bleichen die bisher aufgezeichnet wurden. Mehr als ein Drittel aller Korallen sind sterben oder sind bereits gestorben.

    Die Wassertemperaturen sind seit Monaten über dem eigentlichen Durchschnitt und machen die Korallen noch empfindlich gegenüber klimatischen Veränderungen und Wasserverschmutzung.

    Ich hatte es in einem anderen Bericht bereits schon einmal erwähnt, aber je länger der Zustand der Korallenbleiche anhält, desto geringer sind die Chancen, dass das Riff sich davon erholen kann. Der Grund ist folgender: Die Zooxanthellen verfallen in einen Schockzustand und statt Zucker produzieren sie giftige Moleküle, die die Abstoßung ihres Symbiosepartners, den Polypen zufolge hat. Diese werden daraufhin farblos und sterben irgendwann infolge von Nahrungsmangel ab. Zurück bleibt ein weißes Kalkskelett. 

    Das Great Barrier Reef ist nicht nur ein einzigartiger Schatz der Natur an ihm hängen auch mehr als 69.000 Jobs. Der WWF Australia ruft zum wiederholten Mal alle Parteien der Regierung auf endlich aktiv etwas gegen den Klimawandel und die damit verbundenen Konsequenzen zu tun. Es müssen strengere Gesetze erlassen werden. Moment investiert die Regierung jährlich 7,7 Milliarden Dollar in die Förderung von fossilen Brennstoffen. Geld, welches man auch gut in die Erweiterung  erneuerbarer Energien und ihn Wasserschutz bzw. -bereinigung stecken könnte.

    Bei aller Ernsthaftigkeit, es gibt auch gute Nachrichten. Die Regierung beginnt tatsächlich Geld zu investieren, zum ersten in die Überprüfung der Wasserqualität. Jetzt ist schon absehbar, dass nicht alle Jobs am Riff erhalten bleiben können. Auch hat "The Australian Government's Reefs Trust ein Bündnis zwischen Virgin Australia und Greening Australia geschaffen, um die Erderosionen, die das Riff derzeit auch treffen, in den Griff zu bekommen. Dies beinhaltet über 2 Millionen Dollar. Die Verschmutzung durch Landwirtschaft ist hier ein zentraler Punkt, sie trägt im Wesentlichen zu der massiven Verbreitung des Dornenkronenseesternes bei. Der WWF Australia beglückwünschte die Regierung zu diesem ersten wichtigen Schritt und hofft auf mehr solcher Erfolge in der Zukunft.

    Auch in die Bekämpfung des eben genannten Dornenkronenseesternes soll eine Menge Geld investiert werden. Dieses hängt unmittelbar mit der Landwirtschaftsverschmutzung zusammen. Unternimmt man nichts gegen die Verschmutzung durch Chemikalien, so könnte sich die Zahl der Korallenfressenden Seesterne auf 60 Millionen erhöhen und das in den nächsten 5 Jahren!

    Um das Naturwunder Great Barrier Reef zu erhalten braucht es sauberes Wasser um sich von der Bleiche zu erholen, die Temperaturen dürfen nicht so schwanken und die Zahl der Dornenkronenseesterne muss sich stark dezimieren. 

    Die ersten Schritte hat die Regierung relativ zeitnah eingeleitet, aber es ist ein lange Weg und jetzt gilt es erstmal das Riff vor dem Sterben zu bewahren. Jetzt muss etwas passieren, dem Riff läuft die Zeit davon. 

     

    Bild- und Informationsquellen:

    http://www.wwf.org.au/news_resources/?16740/Environmental-disaster-unfolding-on-the-Reef

    http://www.wwf.org.au/news_resources/?16760/ALP-Reef-policy-a-good-first-step-but-funding-falls-far-short

    http://www.wwf.org.au/news_resources/?16780/Branson-and-Greening-Australias-Reef-commitment-a-great-initiative

    http://www.wwf.org.au/news_resources/?16800/Starfish-boat-a-good-entree-now-for-the-main-course

     

Kommentare

8 Kommentare
  • Papillon
    Papillon Es ist unfassbar, die Politiker wissen seit Jahren von solchen Schäden und tun nichts. Erst seit eine bisher schlimmste Bleiche aufgetreten ist, wird was unternommen. Es wird immer erst reagiert, wenn es fast zu spät ist.
    2. Juni 2016
  • ecotter03
    ecotter03 @Akatsuki
    Ja leider. Ich mein diese ganzen Klimakipfel sind jedes Mal nur Zeitverschwendung. Denn jedes Mal kommt raus: Es muss sich was ändern

    Ich glaube das ein Land einen großen Schritt machen muss und dann andere Länder nachrücke...  mehr
    3. Juni 2016
  • UlrichEberl
    UlrichEberl Seit mehr als 20 Jahren wissen die Australier um die Gefährdung des Great Barrier Reefs durch Klimaerwärmung und Schadstoffe ... aber getan wird immer noch viel zu wenig! Die katastrophale Korallenbleiche, die jetzt herrscht, ist hoffentlich ein...  mehr
    3. Juni 2016
  • coldwind
    coldwind Es wird halt immer nur geredet und am Ende folgen keine Taten weil jeder nur an seinen Vorteil denkt ...das ist schon traurig
    3. Juni 2016