Berichte

Von plastikfreien Shirts und Inseln

  • Plastik ist ein Material, das nicht nur uns in der Community ständig beschäftigt. Mittlerweile haben viele die Probleme erkannt, die mit Kunststoffen zusammenhängen: Auf der ganzen Welt setzen sich Leute dafür ein, die Umweltverschmutzung durch Plastik zu verringern. Ständig gibt es neue Erkenntnisse und Möglichkeiten, die Welt ein kleines bisschen plastikfreier zu gestalten. Einige davon möchte ich euch hier kurz vorstellen.

    Das gibt´s diesen Monat:

    -Plastikfrei sporteln

    -Zero Waste heiraten

    -Deo in Recyclingpappe

    -Bornholm will müllfrei werden

    -Community gegen Plastik

    -WWF Jugend Aktionen

     

    Plastikfrei sporteln

    Ihr seit oft schwimmen, Radfahren oder joggen? Oder betreibt eine andere Sportart? Bewegung tut gut, doch leider enthält Sportkleidung immer viel Plastik in Form von beispielsweise Polyester oder anderen synthetischen Materialen, die sich beim Waschen ablösen können. Eine Alternative bietet das Unternehmen „Runamics“ an. Diese stellen in ihrer neuen Kollektion plastikfreie Shirts und Shorts vor. Diese bestehen aus Merinowolle und Tencel Lyocell und sind somit plastikfrei. Des Weiteren bietet „Runamics“ auch eine Tight an, die nahezu plastikfrei ist. Diese enthält lediglich einen kleinen Anteil Elasthan, um die Stabilität zu gewährleisten. Alle Sportsachen sind sowohl für Männer und Frauen erhältlich.

    © pixabay.com

     

    Zero Waste heiraten

    Die Hochzeit soll im Leben eines Paares der schönste Tag sein. Doch auch bei einer Hochzeit fällt teilweise sehr viel Müll an. Für die meisten hier sollte heiraten jetzt noch kein Thema sein, aber für die Zukunft könnt ihr es ja schon einmal im Hinterkopf behalten: Um auf Müll zu verzichten, kann man schon bei den Einladungen anfangen. Diese können zum Beispiel auch digital verschickt werden, sodass auf Papier verzichtet werden kann. Mittlerweile gibt es schon einige Anbieter zur Erstellung digitaler Hochzeitseinladungen. Des Weiteren fällt insbesondere bei der Deko viel Müll an. Doch auch dieser lässt sich vermeiden, indem man diese zum Beispiel ausleiht, second hand kauft oder aus nachhaltigen Materialen upcycelt. Auch dafür finden sich bereits passende Anbieter im Internet. Und auch bei den Gastgeschenken kann auf Müll verzichtet werden: Beispielsweise können selbstgemachte Seedbombs verschenkt werden, mit welchen bienenfreundlichen Wiesen angelegt werden können. Wenn ihr euch für das Thema interessiert, könnt ihr hier noch einige Tipps finden.

    © pixabay.com

     

    Deo in Recyclingpappe

    Viele Deos, die sich im Drogeriemarkt kaufen lassen, befinden sich in einer Plastikverpackung, die im Anschluss entsorgt wird. Dagegen wollte das Paar Ben und Anna etwas unternehmen und entwickelten ein veganes Deo in Recyclingpappe, die komplett biologisch abbaubar ist. Das Deo wird zudem frei von Chemikalien und ohne Tierversuche hergestellt. Zudem enthält das Deo kein Aluminium, sondern Natron oder Soda, welches eine gleichwertige bzw. sogar bessere Wirkung verspricht. Das Deo „Ben&Anna“ gibt es in sieben verschiedenen Varianten für Männer und Frauen. Es lässt sich hauptsächlich über den Online-Shop beziehen, aber mittlerweile bieten auch einige Drogerien das Deo an.

    © pixabay.com

     

    Bornholm will müllfrei werden

    Derzeit verfügt die dänische Insel Bornholm über eine Müllverbrennungsanlage. Diese soll jedoch 2032 geschlossen werden. Bis dahin hat die Regierung der Insel den Plan gefasst, eine Kreislaufwirtschaft zu entwickeln, in welcher sämtlicher Müll recycelt wird. Dazu sollen die Bewohner den Müll in verschiedene Kategorien einordnen, welche sich in Ressourcenkreisläufen wiederverwenden lassen. Der Großteil wie Pappe, Metalle und Kunststoffe sollen recycelt werden. Organische Abfälle hingegen sollen der Energiegewinnung dienen. Zudem sollen die Bewohner der Insel sämtliche Sachen wie Möbel oder Kleidung wiederverwenden. Das soll über gemeindebasierte Services funktionieren. Dazu zählen zum Beispiel Miet- und Tauschservices im Internet oder in der Nachbarschaft. Des Weiteren möchte Bornholm aber nicht nur müllfrei werden, sondern bis 2025 auch CO2-neutral sein und somit komplett auf erneuerbare Energien umsteigen.

    © pixabay.com

     

    Community gegen Plastik

    Clean Up Walk

    55 Kilometer und 235 Kilogramm Müll. Das war der diesjährige Clean Up Walk, an dem 14 junge Menschen teilnahmen, um gemeinsam die Umwelt vom Müll zu befreien. Welche kuriosen Dinge gefunden wurden und was die Gruppe alles erlebt hat, erfahrt ihr hier.

    © Lena Liebetrau, Sina Bohm, Annalena Völkel

     

    WWF Jugend Aktionen

    EWAV

    Es ist wieder soweit! Die europäische Woche der Abfallvermeidung steht wieder vor der Tür! Dazu kannst du jetzt deine eigene Aktion organisieren, bei ihr zum Beispiel Müll sammelt oder einen Workshop organisiert. Das Ganze soll im Laufe der Woche vom 16.11. bis zum 24.11. stattfinden. Alles, was ihr dazu wissen müsst, findet ihr hier.

    © Sina Bohm

     

    Hier geht es zum letzten Plastik-Update, indem ihr etwas über Plastik im Gesicht und jungen Forschern erfahrt.

     

    Quellen:

    https://runamics.lpages.co/launch-dt/?fbclid=IwAR3DJeoHGSBRvECWWexJGDE0-ULXq8O_77xsc1zwV2oIn990atw9IrifRrw

    https://trashless-society.com/wie-man-eine-moeglichst-nachhaltige-hochzeit-feiert/

    https://www.ben-anna.com/de/?v=3a52f3c22ed6

    https://www.nationalgeographic.de/umwelt/2019/04/die-insel-bornholm-zero-waste-projekt-der-ostsee?fbclid=IwAR18wAbznf44RyMCa-u_FbiwKcbzEW8p3p2JJlmPi4noZRvnVDkv1yDDz_s

    https://www.wwf-jugend.de/blogs/221/8692/gemeinsam-fur-eine-mullfreiere-welt-sei-dabei-bei-der-ewav

    https://www.wwf-jugend.de/blogs/5514/8687/55-km-235-kg-mull-clean-up-walk-2019

     

     

Kommentare

2 Kommentare
  • Marcel
    Marcel Wieder total interessant! Vielen Dank für die spannenden Infos.
    27. Sep. - 2 gefällt das
  • SteffiFr
    SteffiFr falls ich doch irgendwann im Leben an die schöne Ostsee ziehe, dann nach Bornholm ;-) Toller Plan, den sie dort verfolgen.
    DIe dänische Insel Samsö hat bereits vor rund 20 Jahren ihren ganzen Strom regenerativ erzeugt, Bornholm hat also Good-Practice...  mehr