Berichte

Forschungsgruppe Wohnen

  • Bedingt durch den Klimawandel wird es im Laufe der nächsten Jahre in Deutschland wahrscheinlich zu immer wärmeren Sommern kommen. Besonders in Arbeitsräumen können diese hohen Temperaturen zu einem großen Problem werden, sodass davon ausgegangen werden kann, dass der Absatz an Klimatechnik wie beispielsweise Klimaanlagen zukünftig stark ansteigen wird. Da dies jedoch keine klimafreundliche Lösung des Problems darstellt, werden wir in der Gruppe Wohnen im Rahmen des 2°Campus 2016 daran forschen, wie sich das sommerliche Raumklima in Arbeitsräumen auf nachhaltige Weise optimieren lässt und welchen Beitrag dies zum 2°-Ziel leistet.

    Um dieser Frage nachzugehen werden wir, Lena, Lara, Anastasia, Max, Aaron und Lea, im Juli im zweiten Block des 2°Campus zur Bergischen Universität Wuppertal fahren. Bis dahin werden wir von zu Hause aus einige Vorbereitungen treffen.
    Jede/r von uns wird zu einer bestimmten Fragestellung, wie beispielsweise der Relevanz der CO2-Emissionen von Klimatechnik, recherchieren und sich in einem örtlichen Baumarkt über die Absatzentwicklung derartiger Geräte erkundigen.
    Außerdem wird jede/r an seinem Heimatort verschiedene Messungen durchführen.
    Die erste Messreihe wird jeweils in einem Arbeitsraum, meist in einem Büro im Bekanntenkreis, durchgeführt, wobei über eine relativ warme Woche Temperatur und Luftfeuchtigkeit in diesem Raum von einem kleinen Sensor aufgezeichnet werden. Um die erhaltenen Daten anschließend interpretieren und ein passendes physikalisches Modell erstellen zu können, müssen durch einen Fragebogen das Nutzerverhalten (zum Beispiel Öffnen der Fenster, Herunterfahren der Jalousien, Anzahl der Personen und Computer im Raum) sowie durch einen Sensor die vor dem Gebäude herrschenden Temperaturen erfasst werden. Des Weiteren werden wir viele Informationen über die Versuchsumgebung ermitteln. Zu diesen gehört das Volumen des jeweiligen Arbeitsraums, der Wandaufbau, die Beschaffenheit der Fenster und die Art der Beleuchtung. Im Anschluss daran wird jede/r von uns selbstständig ein Modell dieses Raumes anfertigen, um es im Sommer mit nach Wuppertal nehmen zu können.

    Der zweite Teil der Messungen bezieht sich auf den Einfluss von Mikroklimas auf die Temperatur und wird draußen durchgeführt werden. Dazu wird jede/r von uns an einem warmen Tag an zehn verschiedenen Orten, die jeweils zum Beispiel durch Pflanzen, Wasser, Farben oder die Bebauung verschiedenen Einflüssen unterworfen sind, sich also in verschiedenen Mikroklimas befinden, die Temperatur messen, um den Einfluss dieser Faktoren herauszufinden. Diese gemessenen Werte werden wir anschließend in einem Diagramm veranschaulichen.
    Im Sommer werden wir dann mit den gewonnenen Messdaten, Informationen und Modellen nach Wuppertal fahren und dort mithilfe unseres wissenschaftlichen Mentors Prof. Dr.-Ing. Karsten Voss ein physikalisches Modell der Räume entwerfen, um durch Veränderung verschiedener Parameter Ansätze zu entwickeln, das Raumklima auf nachhaltige Weise zu verbessern. Außerdem werden wir während unserer Zeit in Wuppertal noch einige interessante Exkursionen, wie beispielsweise zu einer Firma, die Klimatechnik herstellt, durchführen.

    Wir freuen uns schon auf sehr interessante und lehrreiche Tage in Wuppertal!

    Lea Gigou & Aaron Osburg

     

    Bilder: WWF/Arnold Morascher

Kommentare

5 Kommentare
  • JuliusS
    JuliusS Das hört sich nach sehr viel arbeit an :D Aber ihr schafft dsa schon :)
    (Kleiner Tipp aus Erfahrung: Auch wenn ihr in ner warmen Woche messen sollt, versucht so viele Daten (und vor allem die Erlaubnis messen zu dürfen) schon vorher einzuholen...  mehr
    25. April 2016
  • Squirrel
    Squirrel Vielen Dank für den Bericht, freue mich schon mit euch im Sommer weiter zuforschen :)
    25. April 2016
  • Anne-Sophie
    Anne-Sophie Liebe Lea, Lieber Aaron,

    vielen Dank für euren schönen Artikel. Das wird dieses Jahr ein ganz spannendes Thema mit dem Wohnen!
    Ich freue mich auf eure weiteren Forschungen und Ergebnisse. :)
    26. April 2016
  • Ivonne
    Ivonne Toller Artikel!! Ich bin schon sehr gespannt. :-)
    26. April 2016