Berichte

Tiger auf dem Sprung

  • 3890 erwachsene Tiger, so viele - oder besser gesagt so wenige - streifen aktuell durch die Wälder Asiens. Die Zahl ist auf den ersten Blick ernüchternd, doch sie ist ein erster Erfolg, dokumentiert sie doch, dass der Niedergang der majestätischen Katze zumindest gestoppt werden konnte.

    Ein Schlüsselland für das Überleben der Art ist Indien. Hier leben noch mehr als 2200 der majestätischen Katzen. Offiziell gibt es 13 Länder, die als Heimat der Tiger gelten. Allerdings leben in China, Laos und Vietnam jeweils weniger als ein Dutzend Tiere und in Kambodscha wurde seit fast zehn Jahren keine Spur des Dschungelkönigs mehr entdeckt. Doch auch hier könnte der Tiger bald wieder brüllen: Die kambodschanische Regierung hat kürzlich einen Plan für die Wiedereinführung von Tigern vorgelegt und dafür bereits ein geeignetes Gebiet im Osten des Landes identifiziert. Solche Initiativen können helfen, damit die Zahl der frei lebenden Tiere weiter wächst.

    Wenn das Comeback der gestreiften Raubkatze langfristig gelingen soll, muss der Kampf gegen die Wilderei noch vehementer geführt werden. Seit dem Jahr 2000 wurden nahezu 1600 gewilderte Tiger durch Polizei und Behörden registriert. Die Dunkelziffer ist hoch und Tigerknochen, Krallen und andere Körperteile sind in der asiastischen Medizin leider noch immer heiß begehrt.
    Hier setzt der WWF an: Neben dem Einsatz von Wildhütern stehen die Wildtiermärkte Asiens im Fokus.

    Der WWF Deutschland finanziert die Ausbildung und Ausstattung von Anti-Wilderereinheiten im russischen Fernen Osten, in Thailand sowie in Sumatra und hilft die Bestände von Amur-Tigern, Indochinesischem Tiger und Sumatra-Tiger wieder aufzubauen. Zusammen mit Partnern wie TRAFFIC und Interpol bekämpft der WWF seit Jahren den Schmuggel mit Tigerprodukten.

    Wenn die Regierungen, lokale Bevölkerung und Naturschützer eng zusammenarbeiten, kann es gelingen, den Tigern ein dauerhaftes Überleben zu ermöglichen. Die aktuellen Bestandszahlen liefern die notwendige Grundlage, um die notwendigen Schutzbemühungen weiter auszubauen und erfolgreich umsetzen zu können. Vor 100 Jahren streiften noch mehr als 100.000 Tiger durch Asien. Auf solche Bestandzahlen werden die überlebenden Unterarten nicht mehr kommen, aber ihre Zahl auf 6400 Exemplare zu erhöhen, scheint aufgrund der aktuellen Erkenntnisse ein ehrgeiziges aber machbares Ziel.

    Der Aufwärtstrend ist erfreulich, aber der Kampf gegen das Aussterben dieser faszinierenden Art ist noch lange nicht gewonnen. Hilf mit und kämpfe gemeinsam mit uns gegen die Bedrohung der Tiger!

    Ja, ich will den Tigern helfen!

    Titelbild Bengal-Tiger © Thinkstock Photos; Indischer Tiger © Staffan Widstrand © WWF

Kommentare

3 Kommentare
  • RichardParker
    RichardParker Ich finde es super toll, dass wir kleine Erfolge verzeichnen können! :)
    Diese wunderschönen Tiere dürfen einfach nicht aussterben! Mit einer meiner Gründe warum hier bin und warum ich mich nach einem Tiger benannt habe :))
    12. April 2016
  • Hummelelfe
    Hummelelfe Es ist echt unvergleichbar, in welchem großen Gebiet Tiger früher gelebt haben, und wo sie sich heute zurückziehen. Das ist so schrecklich, aber gottseidank steigen die Tiegerzahlen wieder und der WWF enganiert sich echt gut.
    Kann ich als ...  mehr
    14. April 2016
  • Franzichen
    Franzichen Gut das die Zahlen angestiegen sind! Das schöpft Hoffnung und neue Kraft für den weiteren Weg. 2022 hört sich immer noch so weit entfernt an aber eigentlich ist es gar nicht mehr so weit weg, ich hoffe sehr das die Tiger sich weiter so erho...  mehr
    17. April 2016