Berichte

Das andere China

  • Hallo meine Lieben,

    irgendwie hat es mir China ja doch irgendwie angetan. Ich habe am Samstag einen Vortrag über das "Reich der Mitte" gehalten. Warum? Weil ich finde, dass man über die vielen Probleme des Landes, die schönen und vielseitigen Facetten der Hochkultur vergisst, davon werde ich mich ganz sicher nicht ausnehmen. Gerade weil bei mir als Umweltschützer der bittere Beigeschmack nicht verschwindet, wenn ich an die Umweltverschmutzung und deren Beseitigung denke.

    Aber da ich mich zum wiederholten Male intensiv mit China beschäftigt habe, möchte ich heute gerne die interessanten und schönen Sachen hervorheben. Das hier wird sozusagen der vierte Teil von meiner China-Reihe vor rund einem Jahr :)

     

    China hat über 1,3 Milliarden Einwohner und 90 Prozent der Bevölkerung bezeichnen sich als Han-Chinesen. Wieso eigentlich?

    Dazu sollte man wissen, dass Chinas Geschichte und Werdegang von vielen Dynastien geprägt ist. Eine davon war die Han-Dynastie: Es war eine wirtschaftlich-militärisch erfolgreiche Dynastie und steht für die Blüte des Landes in diesen Jahren. Deshalb rühmen sich noch heute viele Chinesen mit ihrem Namen.

    Weiter gehts mit Dynastien und zwar mit der Qin-Dynastie, es war die erste unter der Führung eines Kaisers. Qin Shi Huangdi.

    Sein Grabmal ist weltberühmt, nicht nur wegen seiner Größe, sondern vor allem auch wegen der tausend-köpfigen Terrakotta-Armee, die das Grab ihres Kaisers beschützen. Einige tausend Terrakotta-Statuen, die 1974 von chinesischen Bauern entdeckt wurden. Damals wusste man noch nicht das man auf das bis dahin noch unbekannte Grabmal des ersten Kaiser Chinas gestoßen war. Heute, über 30 Jahre nach der Entdeckung kämpft man um die Erhaltung der Terrakotta-Figuren. Das Grabmal von Qin Shi Huangdi gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO.

    Womit wir gleich beim nächsten Punkt wären, der großen Mauer.

    Sie wurde in der Qin-Dynastie (ungefähr im 7. Jahrhundert vor Chr. ) erbaut unter dem Befehl vom ersten Kaiser Chinas. Sie wurde vorwiegend zum Grenzschutz erbaut um feindliche Völker wie die Mongolen fernzuhalten. In der Ming-Dynastie wurde sie auf ihren jetzigen (Zu-)Stand ausgebaut. Nach neusten Erkenntnissen ist die Mauer über 21.196 Kilometer und erstreckt sich über 15 Provinzen des Landes. Die Behauptung, dass man die Mauer vom All aus sehen kann, ist nur zum Teil richtig. Die Wetterverhältnisse müssen hierfür äußerst gut sein, sonst lässt sich nicht viel erkennen.

    Geht man nach Masse und Volumen, so ist die große Mauer das größte Bauwerk der Welt und gehört ebenfalls zum Weltkulturerbe der UNESCO. Wie über 30 andere Orte in China auch.

    Von Fauna und Flora ist vielleicht noch interessant zu wissen, dass es über 30. 000 Pflanzenarten gibt. Über 2.000 Arten sind essbar und rund 3.000 sind für die chinesische Medizin verwendbar. Außerdem beeindruckt man mit über 6.300 Tierarten, das sind rund 10 Prozent des gesamten Weltbestandes! Apropos, der Kontinent Asien hat fast 4,5 Milliarden Einwohner, das sind über 60 Prozent der Weltbevölkerung!

    Chinas, wenn man so will, einzigartige Kultur ist auch deshalb entstanden, weil die Chinesen offen für Neues waren/sind und sich ihre Kultur über Jahrtausende nicht zuletzt auch durch die vielen Fremdeinflüsse entwickelt hat. Vor mehr als 500. 000 Jahren kamen die Peking-Menschen nach China. Gerade am Beispiel dieses Landes, welches so viele verschiedene Facetten zu bieten hat, möchte ich noch einmal festhalten: Ich glaube nicht, dass der Mensch (nur) der Zerstörer ist, er ist auch der Schaffende, sonst wäre ein Land wie China längst nicht so vielfältig.

    In meiner Arbeit über das bevölkerungsreichste Land der Welt, habe ich gelernt genauer hinzuschauen und auch wenn die negativen Aspekte an mancher Stelle überwiegen mögen, nicht gleich ein ganzes Land über einen Kamm zu scheren, es recht nicht, wenn man wie ich noch nie dort war.

    Im Allgemeinen lässt sich das sehr gut auch viele andere Situationen des Lebens übertragen - Was meint ihr?

     

    Bildquellen:

    http://hastalosjuegos.es/bazinga/wp-content/uploads/2012/11/El-para%C3%ADso-est%C3%A1-en-China.jpg

    http://blog.amazink.de/img/Xian_Terra-Armee_Formation1.jpg

    http://www.sehenswuerdigkeiten.org/asien/china/chinesische-mauer.html

Kommentare

4 Kommentare
  • midori
    midori Das schöne an China und generell am asiatischen Kontinent ist die ganz andere Sicht auf die Welt. Sie betrachten das Leben ganzheitlich, streben nach der Harmonie zwischen Himmel und Erde und vor allem sehen sie das ganze Dasein als Kreislauf und nicht al...  mehr
    2. Februar 2016
  • HelptheWorld
    HelptheWorld Schöner Bericht. @midori Ja, aber man auch die schlechten Seiten betrachten.
    Der Kontinent hat 2 Seiten, eine schöne voller farbenfroher Tier und Pflanzenwelt, aber auch eine die dem sehr schadet.
    2. Februar 2016
  • Roman93
    Roman93 Ich denke, dass es in keiner Situation im Leben ausreichend ist nur eine Seite zu betrachten. Dazu sind das Leben und auch die Welt viel zu facettenreich. Deshalb darf man auch nicht pauschal verallgemeinern. Also kann man auch etwas gut finden, wenn man...  mehr
    3. Februar 2016
  • Hummelelfe
    Hummelelfe @HelptheWorld: Du hast Recht, mit den 2 verschiedenen Seiten. Aber das ist ja nicht nur in China so.
    7. Februar 2016