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Die Zukunftsmutigen - Werde Teil unseres Teams!

  • Siehst du diesen kleinen Punkt?

    30 Jahre, bevor du das hier liest, aktivierte die NASA-Sonde Voyager zum letzten Mal ihre Kamera und fotografierte die Erde. Das am weitesten entfernte Bild von unserem Heimatplaneten. Das ist unser Zuhause, ein "Pale Blue Dot", ein blasser blauer Punkt, wie ein Pixel im Weltall. Kaum ein anderes Bild zeigt so deutlich, wie klein und verletzlich der Ort ist, auf dem die Menschheit und alle anderen uns bekannten Wesen leben.

    Zoomst du rein in diesen Punkt, findest du eine Gesellschaft, die scheinbar keine Grenzen kennt. Während in Australien und Indonesien die Wälder brennen, Dürren in den USA die Ernten in Milliardenhöhe vernichten und Großstädte wie Peking im Smog versinken, bauen wir immer mehr Landschaften zu, erhöhen unseren Energieverbrauch und leiten immer mehr Müll in die Umwelt.

    Stop. Hilft uns Weltuntergangsstimmung? Nicht wirklich.

    Aber wenn wir daran glauben, dass wir das ändern können, dann müssen wir wissen, was die Ursache dafür ist. Wir Menschen vernichten sicher nicht jedes Jahr mindestens 14 Millionen Hektar Wald, weil wir den Wald hassen. Wir spülen nicht bis zu 12,7 Millionen Tonnen Plastik in die Ozeane, weil wir die Meere hassen. Rund eine Million Arten könnten innerhalb der nächsten Jahrzehnte von unserem Weltall-Pixel verschwinden - aber nicht, weil wir Tiere und Pflanzen ausrotten wollen.

    Wir scheinen in einer Falle der unbeabsichtigten Selbstzerstörung zu sein. Warum ist das so?

    In unserer Gesellschaft gibt es eine Geschichte, die ständig erzählt wird und die fast alle glauben: Fortschritt und Wohlstand durch Wachstum. Unsere Wirtschaft soll wachsen, der Verkauf und Export von Produkten müssen wachsen, unser Lebensstil und Konfort sollen größer werden. Steigender Energieverbrauch, wachsender Flächenverbrauch, immer mehr Müll - einige hoffen, dass technische Lösungen diese Probleme in Zukunft verringern. Aber wie ist das, wenn ein Produkt weniger Energie braucht? Verwenden wir dann nicht automatisch mehr davon? Einfach, weil es geht?

    Seit rund 40 Jahren verbrauchen wir mehr, als die Erde für uns bereitstellt. Ständiges, materielles Wachstum auf einem Planeten mit natürlichen Grenzen - ewig wird das nicht mehr gut gehen.

    Wir können raus aus der Falle. Es gibt Lösungen!

    Heute startet eine neue WWF Jugend-Kampagne: Die Zukunftsmutigen! Wir wollen Menschen und Projekte kennenlernen, die Konzepte für ein neues Zusammenleben auf unserem Planeten entwickeln. Wir wollen Initiativen unterstützen, die dem Wachstum einen neuen Sinn geben. Wir wollen unser Leben verändern und schauen, was dabei passiert.

    Du kannst Teil unseres Kampagnen-Teams werden. Bewirb dich jetzt für Die Zukunftsmutigen!

    Was du mitbringen musst? Nicht viel, außer Lust und Bereitschaft, dich für etwa ein Jahr (wenn nicht noch länger) für dieses Thema einzubringen. Das kann vieles bedeuten: Aktionen starten, Projekte besuchen, Videos und Texte veröffentlichen, Freiwillige mobilisieren, Vorträge halten, das eigene Leben umkrempeln und Selbstexperimente starten... Fest steht: Alles beginnt mit einem Auftaktseminar in Leipzig, vom 10. bis 16. September - an diesem musst du auf jeden Fall teilnehmen.

    Bewerben können sich Jugendliche und junge Erwachsene aus ganz Deutschland, die zum Beginn des Seminars 16 bis 27 Jahre alt sind. Einsendeschluss ist am 28. Mai, 12:00 Uhr. Reise-, Unterkunfts- und Verpflegungskosten beim Seminar wird der WWF übernehmen. Die Jury wird von einem WWF-Team besetzt sein und Ende Mai bekannt geben, wer ins Team kommt. Es geht dabei nicht darum, die 'Tollsten' und 'Erfahrensten' auszuwählen, sondern eine möglichst breite Mischung (Alter, Geschlecht, Herkunft, Engagement) zu haben. Jeder von euch ist einzigartig und wertvoll, das steht für uns absolut fest.

    Willst du mit uns für dieses Thema gehen und etwas verändern? Dann bewirb dich jetzt und werde Teil der Zukunftsmutigen!

    Foto: NASA/JPL-Caltech

Kommentare

2 Kommentare
  • lenalotta
    lenalotta Das hört sich so toll an! Ich kann nur dazu ermutigen, sich für diese großartige Chance zu bewerben! <3
    20. Feb. - 2 gefällt das
  • Marcel
    Marcel Update: Aufgrund der veränderten Situation unter Corona haben wir den Workshop vom Mai in den September verschoben und die Bewerbungsfrist entsprechend verlängert. Die Angaben hier im Text und auf der Anmeldeseite habe ich entsprechend verändert....  mehr
    18. März - 1 gefällt das