Berichte

Stehen wir vor dem nächsten Massensterben?

  • Die Buschfeuer in Australien haben erneut gezeigt, wie stark Erderhitzung und Artensterben zusammenhängen. Der Klimawandel ist nicht die Ursache eines einzelnen Feuers, aber er verschlimmert die ohnehin schon dramatischen Auswirkungen. Wenn wir die Erderhitzung nicht begrenzen, werden noch viel mehr Tierarten ihren Lebensraum verlieren. Dann werden wir noch häufiger solche dramatischen Brände sehen.

    Leben wir in einer Zeit des massenhaften Artensterbens? Das aktuelle WWF Jugend Magazin, das in diesen Tagen an alle WWF Jugend Mitglieder rausgeht, geht dieser Frage nach. Sind wir "am Arsch", wie es Extinction Rebellion sagt? Oder sehen wir alles viel zu schwarz und haben noch die Möglichkeit, die Mega-Katastrophe zu verhindern? Warum überhaupt sollten wir Arten schützen, wo doch in der gesamten Erdgeschichte immer Arten ausgestorben und neue Arten entstanden sind? Welche ethische Verpflichtung haben wir, und was hat das mit unserer Zukunft als Menschheit zu tun?

    WWF Jugend Mitglied Carlo hat dazu eine eindeutige Meinung. Er hat diesmal das Intro fürs Magazin geschrieben, und an dieser Stelle fügt er noch hinzu:

    "Wie steht es um unser Mitgefühl? Der Name unser aktuellen geochronologischen Epoche soll Anthropozän werden. Frei übersetzt kann man das als das menschengemachte Zeitalter verstehen. Der Mensch bestimmt aktuell die uns umgebende Natur und bestimmt auch darüber, wer und was leben darf und was nicht.

    Finden wir Artensterben nur schlimm, wenn es uns schadet? Uns fehlt das ganzheitliche Denken in unseren Taten. So erfüllt jedes Lebewesen einen wichtigen Beitrag zum Gleichgewicht unseres blauen Planeten. Wir haben dieses Gleichgewicht schon viel zu sehr gestört und werden Zeugen, wie in nie gekanntem Ausmaß der Amazonasurwald brennt oder Korallenriffe ausbleichen.

    Das darf nicht sein. Tiere und Pflanzen sind unsere Mitgeschöpfe und haben ein Recht auf unser Mitgefühl! Sie ermöglichen uns das gemeinsame Leben auf Mutter Erde! Jede einzelne Art, Unterart, Population oder Gruppe, die wir verlieren, ist eine zu viel. Wir müssen das Artensterben stoppen!"

    Mehr dazu, was du gegen das Artensterben tun kannst, gibt's im aktuellen WWF Jugend Magazin.

    Foto © Julie Fletcher / WWF Australien

Kommentare

2 Kommentare
  • LillyLion
    LillyLion Danke für diesen Beitrag, der die hohe Relevanz des Themas auf den Punkt bringt und nochmal deutlich macht, dass wir handeln müssen! Sehr schön geschrieben!
    24. Jan.
  • SteffiFr
    SteffiFr mir geht es so, dass ich insbesondere bei vielen bedrohten, oder gerade ausgestorbenen Tierarten denken - wow, ist das ein wunderschönes Tier. Und da wäre/ist es um jedes dieser einmaligen, wunderschönen Tiere schade, die ggf. sterben.
    27. Jan.