Berichte

Wegwerfgesellschaft!

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    Ein Text von Johann Liebeton

     

    Im Juni diesen Jahres haben wir Euch gebeten, an unserer online-Umfrage über Lebensmittelverschwendung teilzunehmen!
    Im Folgenden möchten wir Euch einige Ergebnisse vorstellen. Freut Euch auf harte Fakten und Erbauliches!

    Insgesamt haben 1013 Personen in einem Zeitraum von etwa einem Monat an unserer Umfrage teilgenommen.
    Hierfür möchten wir uns bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ganz herzlich bedanken! 


    Unsere Umfrage hatte einen Frauenanteil von 64% und einen Männeranteil von 36%.
    Insgesamt waren 75% der Teilnehmer und Teilnehmerinnen im Alter zwischen 12 und 30 Jahren.

    Und nun zu unseren Ergebnissen:

    Erstaunlich war, dass nur 32,9% angaben, eher nicht im Umwelt- und Klimaschutz engagiert zu sein, hingen 46,4% zumindest im Privaten. Eine Spitzengruppe von 20% führte die Aktiven bis sehr Aktiven an.

    Das macht doch Mut für die Zukunft, oder?

    Jeder Deutsche isst jährlich statistisch betrachtet 60 kg Fleisch.
    72,4% der Teilnehmenden schätzen ihren eigenen Fleischkonsum kleiner ein. Es stellte sich heraus, dass die Gründe für Lebensmittelverschwendung zahlreich sind. 976 Teilnehmende glauben, in einer Wegwerfgesellschaft zu leben. Das entspricht traurigerweise 94,5%.

    Es zeigte sich auch, dass die Befragten sich sehr gut mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum auskennen, denn 80,2% vertrauen eher auf ihre Sinne als auf das Mindesthaltbarkeitsdatum!
    Toll, denn das reduziert auf jeden Fall schon einmal die Lebensmittelverschwendung.

     

    Auch macht es einen großen Unterschied, ob man ein Plankäufer ist oder ein Spontankäufer. Der Plankäufer ist meist mit einem Einkaufszettel ausgerüstet. Spontankäufer leben eher verschwenderisch.
    Aus diesem Grund hat es uns gefreut, dass 69% der Befragten angaben, ein/eine Plankäufer*in zu sein.

    Was für uns selber neu war und wir unter dem Aspekt noch nicht betrachtet hatten war, dass sich 69% der Befragten wünschen würden, dass der Schlüssel bzw. eine erfolgreiche Strategie im Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung, in der Bildung liegen sollte.

    Die Ausfklärungsarbeit an Schulen und Bildungseinrichtungen muss besser werden, damit Kinder und Jugendliche von Grund auf sensibler mit unseren Mitteln zum Leben umgehen, sie diese Wert schätzen und ein Gefühl bzw. eine Vorstellung davon entwickeln, wie wichtig diese Dinge für unser alltägliches Leben sind, sowie wie viel Arbeit in der Produktion und Verarbeitung steckt.

    Wir hoffen, dass wir euch einen ersten Einblick in das goße Thema "Lebensmittel, und wie gehe ich damit richtig um?", geben konnten und ihr vielleicht jetzt selber mehr auf eure Einkäufe acht gebt.

    Wir wünschen euch viel Erfolg bei der Reduzierung von Lebensmittelverschwendung!

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    Fotos Copyrigth by A. Morascher

     

Kommentare

3 Kommentare
  • Luke24
    Luke24 Ein interessantes Ergebnis.

    Wohl wahr, dass in diesem Zusammenhang deutlich mehr Aufklärung betrieben werden muss. Ich meine aber auch mal gehört zu haben, dass Lebensmittel in Deutschland im internationalen Vergleich sehr billig sind. Ggf. tr&...  mehr
    21. November 2015
  • becci42
    becci42 @Luke24
    Interessanter Gedanke, hast du da eine Quelle?
    Diesen Faktor hatten wir bei unseren Forschungen bisher gar nicht betrachtet.
    23. November 2015
  • Ivonne
    Ivonne Wirklich eine tolle Forschungsarbeit!!! :-)
    27. November 2015