Berichte

Mehr als EinWeg - nachhaltige Trinkflaschen

  • Jedes Jahr werden 50 Billionen Plastik Trinkflaschen produziert. In den USA wird nur 1 von 5 Plastikflaschen recycelt – weltweit ist es nur 1 von 10. Das bedeutet, dass 40 Billionen Plastikflaschen jedes Jahr in den Ozeanen und Mülldeponien landen. Damit sind Plastikflaschen neben Einkaufstüten der Hauptbestandteil der gefährlichen und vor allem langfristigen Meeresverschmutzung. Durch diese ist unsere Nahrungskette bereits mit Toxinen verschmutzt.

    Jedes Jahr werden 17 Millionen Barrels Öl zur Produktion von Plastikflaschen benutzt, dies entspricht etwa der Menge Benzin, welche man für 1 Million Autos für 1 Jahr braucht. Es werden 3 Flaschen Wasser benötigt, um 1 Plastikflasche herzustellen. Für die Wiederverwertung von Metall und Stahl gibt es einen großen aktiven Markt, anders als beim Recycling von Plastik. So wird beispielsweise in Nordamerika jedes Jahr mehr Stahl wiederverwertet, als wenn man alle Plastikstoffe zusammenzählt.

    Die hohe Belastung der Meere durch Plastikmüll und die Ressourcenverschwendung haben sich verschiedene Menschen zum Anlass genommen, nachhaltige und wiederverwendbare Trinkflaschen zu entwickeln. Diese stellen eine zukunftsfähige Alternative zu Einwegflaschen aus Plastik dar. Um auch euch diese Alternativen aufzuzeigen, möchte ich euch hiermit einige tolle Trinkflaschen vorstellen:

     

    Die Retap-Flasche

    Diese Trinkflasche aus Glas hat bereits Helen in einem Bericht vorgestellt.

     

    Die SoulBottle

    Auch von dieser schicken Schnappflasche wurde schon einmal berichtet: in einem 'Tipp der Woche' von Ines.

     

    Die Emil-Flasche

    Die Flaschen mit dem Namen Emil stehen für umweltbewusst hergestellte Produkte. Deswegen werden sie auch ausschließlich im europäischen Raum produziert. Neben der Praxistauglichkeit stehen umweltschonende Produktion und der Einsatz unbedenklicher Materialien an erster Stelle.

    Müllvermeidung war auch der Ursprungsgedanke der Emil-Flasche - überall auf dem Land und in der Stadt fliegen leere Getränkekarton, Kunststoffflaschen und Getränkedosen herum, Unmengen natürlicher Ressourcen werden für Getränkeverpackungen verschwendet. 1991 wurde daraufhin die erste Emil-Flasche auf dem Markt gebracht. Der Verkauf startete in Schulen, in denen die Ausgabe von Getränken in Einwegverpackungen sprunghaft zugenommen hatte.

    Auf einen Blick:

    - aus Glas

    - mit BottleProtector: Schutz der Glasflasche (Isobecher)

    - mit BottleSuit: Thermohülle zur Isolierung („Eine Flasche zum Anziehen“)

    - auch Kindermotive wie Petterson&Findus

    - mit Fahrradflaschenhalter oder Tragegurt erhältlich

     

    Die MIZU-Flasche

    Mizu bedeutet auf japanisch Wasser. Die Marke hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihrem Motto „Protecting Where We Play“, Trinkflaschen anzubieten, welche helfen die Verschwendung durch den Gebrauch von Einwegflaschen und Dosen zu reduzieren. Mizu’s Ziel: aktive Menschen mit einer nachhaltigen Trinkflasche versorgen, mit der sie immer und überall unterwegs sein können.

    Die Produkte sind 100% frei von BPA und aus rostfreiem Edelstahl. Dabei waren ca. 25% des Stahls, welches für einen Behälter verwendet wird mal etwas anderes wie etwa ein Kühlschrank.

    Nachhaltiges Design und Individualität sind ihnen wichtig, um die Plätze zu schützen, die ihnen am wertvollsten sind: die Meere, Berge und Städte.

    Auf einen Blick:

    - aus Edelstahl oder Glas, frei von BPA und anderen Giftstoffen

    - auch Variante mit bei Dunkelheit leuchtender Farbe

    - breites Spektrum an Motiven

    - Thermohüllen aus Neopren zur Isolation

    - auch Tassen und Becher 

     

    Die 24Bottles

    Auch das aus Italien stammende Team von 24Bottles sucht nach Lösungen der Müllprobleme. Sie fühlen sich schlecht, wenn sie Menschen sehen, die rund um den Planeten Einwegflaschen wegwerfen.

    Sie sehen das Leben eines Designers als einen Kampf gegen Verschmutzung und Hässlichkeit. 2013 brachten sie dann ihre ersten Modelle auf den Markt. Und zeigten damit, dass es auch anders geht. Ihr Motto mit den Flaschen: The world’s happy. You save money. You look good.

    Auf einen Blick:

    - aus Edelstahl, frei von BPA und anderen Giftstoffen

    - auch als Becher

    - großes Gewinde und große Öffnung

    - Thermohülle als Isolation

    - auch mit Fahrradflaschenhalter aus Stoff

     

    Die ECOtanka-Flasche

    Auch den späteren Gründern von ECOtanka wurde beim Anblick des rasch wachsenden Plastikbergs im Meer bewusst, dass es etwas zu tun gibt. Mit der Entwicklung und Herstellung der Edelstahl-Trinkflaschen hatten sie die Idee, um einen effektiven Beitrag zur Bewältigung dieses Umweltproblems zu leisten. Die Marke „ECOtanka“ wurde 2005 geboren und begeisterte schnell die Menschen Neuseelands. 2010 wird mit der Gründung der ECOtanka Schweiz die Basis für den Vertrieb in Europa gelegt. Ihr Leitspruch: Gemeinsam schaffen wir eine Zukunft für unseren Planeten und damit eine lebenswerte Zukunft für den Menschen.

    Auf einen Blick:

    - aus Edelstahl, frei von BPA und anderen Giftstoffen

    - auch mit Aufsatz für Babys

    - Herbsthit: Thermohüllen aus Neopren

    - ultraleicht

    - auch als Sportflasche für Fahrradgetränkehalter

     

    Die Klean Kanteen-Flasche

    Die Entwickler der KleanKanteen Flasche wollen zuverlässig ein Leben mit Wegwerfprodukten ersetzen. Ihr Ziel: Flaschen produzieren, die Jahrzehnte wieder und wieder verwendet werden können. Seit 2004 gibt es die Produkte von KleanKanteen, welche eine bessere Alternative zu Plastik- und beschichteten Aluminiumflaschen bieten. Damals gingen die Edelstahlflaschen vor allem bei Musikfestivals, Umweltmessen, Outdoor-Events und ähnlichen Versammlungen um. Nachdem in den Jahren 2007 und 2008 auch mehr und mehr Medien Wind davon bekamen, wie gefährlich BPA ist, gewann die KleanKanteen zudem in anderen Kreisen an Bekanntheit. Seither bemühen sich die Entwickler dieser Flasche Verbraucher zu nachhaltigen und gesunden Entscheidungen zu motivieren und sie bei ihrer Wahl zu unterstützen. Doch auch auf Firmenebene verfolgen sie dieselben Ziele und reduzieren täglich ihren ökologischen Fußabdruck. Seit 2008 sind sie Mitglied von „1% For The Planet“ und unterstützen „grüne NGO’s“ bei ihren Projekten und leisten Öffentlichkeitsarbeit. Ihr Grundsatz: Sie wollen erschwingliche, sichere, gesunde und hochqualitative Produkte und Zubehör bieten und gleichzeitig das Gesundheits-, Nachhaltigkeits- und Umweltbewusstsein fördern.

    Auf einen Blick:

    - aus Edelstahl, frei von BPA und anderen Giftstoffen

    - keine Ecken und Kanten (höchste Hygiene)

    - auch mit Aufsatz für Babys

    - Verpackung aus recyceltem Material

    - großes Gewinde und große Öffnung

     

    Textquellen:

    http://www.mizulife.eu/UEber-Mizu

    http://www.emil-die-flasche.de/idee/

    http://www.ecotanka.eu

    http://www.24bottles.com/customize-bottles/

    http://international.kleankanteen.com/germany/about/kanteen-101/features.php

    Bildquellen:

    Titelbild: eigenes Bild

Kommentare

10 Kommentare
  • BlueLikeTheSky
    BlueLikeTheSky Tolle Übersicht! Ich habe so eine ähnliche Flasche wie die Soul Bottle (und nehme sie fast überall hin mit) und finde das auch viel angenehmer daraus zu trinken als aus einer Plastikflasche :) Und wenn man schon in so einem in dieser Hinsic...  mehr
    4. November 2015
  • IgelLiebhaber
    IgelLiebhaber Klingt alles sehr gut ^^
    Plastikflaschen geben ja angeblich auch geringe Mengen an Weichmachern an den Inhalt ab. Kann bei Glas nicht passieren. Wäre also auch ein Pluspunkt in Hinsicht auf Gesundheit.
    5. November 2015
  • Jojahanna
    Jojahanna Wir haben zu Hause auch ein paar Edelstahlflaschen. Die sind nur leider aus der Zeit, in der meine Schwester und ich noch Schäfchen, Pferde... mochten. Und sie sind total verbeult, weil sie so oft heruntergefallen sind. Vielleicht sollte ich mir mal ...  mehr
    5. November 2015
  • HelptheWorld
    HelptheWorld Ein sehr interessanter Bericht. Aber wichtig bei der ganzen Sache ist auch, dass die Menschen wenn sie unterwegs sind die Flaschen nicht in die Natur werfen, weil auch da gibt es immer wieder Leute.
    8. Dezember 2015