Berichte

Harnas Wildlife Foundation Volunteer

  • Hallo liebe Community, 

     

    ich möchte euch gerne ein wenig mehr über die Harnas Wildlife Foundation in Namibia erzählen. Es gibt schon einen Bericht, der sich mit Harnas befasst, jedoch hatte ich die Möglichkeit, drei Monate dort als Voluntär zu arbeiten und möchte euch diese Arbeit näher bringen.

    Gleich vorne weg: die drei Monate waren unglaublich für mich, ich wollte gar nicht mehr weg! Ich persönlich kann einen Aufenthalt dort nur empfehlen.

    Harnas wird auch das Waisenhaus für wilde Tiere genannt, denn Marieta van der Merwe, die Gründerin und Besitzerin der Fram hat es sich zur Aufgabe gemacht, verwaisten und verletzten Tieren auf Harnas eine zweite Chance zu geben und die Tiere aufzuziehen und zu pflegen. Dabei muss ich gleich klarstellen, das primäre Ziel von Harnas ist eben nicht die Auswilderung der Tiere. Dies kommt daher, dass gar nicht der Platz gegeben ist, um große Wildtiere wie Löwen oder Leoparden wieder auszuwildern, da Namibia zum großen Teil aus Farmland besteht und auch um Harnas herum Rinderfarmen liegen. Deswegen befindet sich auf dem Gelände von Harnas ein 8ooo Hektar großes eingezäuntes Areal, die Lifeline. In dieser leben die Tiere wild, nur, dass eben irgendwann ein Zaun kommt.

    Zunächst möchte ich in diesem Bericht mehr auf das Leben als Volontär im Village eingehen.

    Als Volontär wohnt man im Volunteer Village. Dieses befindet sich unterhalb der Farm und besteht aus vielen Holzhütten, die man sich in der Regel mit noch drei weiteren Volontären teilt. Außerdem gibt es ausreichend Toiletten und Duschen sowie die Village Lapa mit Küche und Essbereich. Das Village befindet sich im großen Game Camp der Farm. Hier leben also wild Herden von Springböcken, Impalas, Gnus, Kududs und weiteren Antilopen. Direkt unserem Essbersich gegenüber befindet sich ein Wasserloch und es ist eindeutig die schönste Beschäftigung während des Essens, den vielen Tieren beim Grasen, Spielen und Dösen zuzusehen. Wenn wir Glück haben, befinden sich unter den Antilopen auch die Vier Zebras, die durch das Gelände von Harnas ziehen. 

    Dreimal am Tag bereitet die Küche Essen für uns vor, Frühstück, Mittagessen und Abendessen und ich war mehr als überrascht, wie gut das Essen ist. Morgens gibt es in der Regel Toast und eine Auswahl an Belag, Müsli und Cornflakes mit Milch und Joghurt sowie frisches Obst und etwas warmes wie Rührei, Panckakes oder Haferbrei. Zu Mittag gibt es entweder etwas warmes, zum Beispiel Reis mit Gulasch oder Lasagne, aber manchmal auch leckere Burger, Wraps oder Sandwiches. Am Abend gibt es immer mehrer Sachen, wie Schnitzel mir Reis und Kartoffelbrei und Gemüse und was auch viel serviert wird, ist Kürbispüree und Gem Squash. Das Essen hat mir deutlich besser geschmeckt als in den Jugendherbergen, die ich bisher besucht habe.

    Nach dem Abendessen bleiben wir meistens noch ein bisschen zusammen sitzen, reden oder spielen Spiele oder wir setzten uns an das Bonfire, welches wir selber entzünden. Sobald es dunkel ist, hat man einen wahnsinns Blick auf den Sternenhimmel. Die milchstraße erstreckt sich über einem und man kann die Sternschnuppen zählen.

    Ich sollte noch erwähnen, dass die Sommermonate bei uns in Namibia die Wintermonate sind und sobald die Sonne gesunken ist, wird es auch richtig kalt. Also Winterkacke und Schal waren Pflicht. Nichtsdestotrotz ist dies die beste Reisezeit, denn jeder Tag verspricht Strahlbaluene Himmel, Sonne und Temperaturen bis zu 30 Grad.

    So, dies ist erstmal ein kleiner Einblick, ich hoffe, ihr findeet es interessant. Gerne schreibe ich noch mehr über Harnas und seine Tiere und was wir dort eigentlich den ganzen Tag machen, sagt doch einfach in den Kommentaren Bescheid.

     Bis bald :)

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