Berichte

WildMoon - Leben in der Wildnis

  • Als es endlich los ging, schlug mein Herz wie wild. Wir alle setzten unsere Rucksäcke auf, bepackt mit Wollkleidung und einem Schlaffell oben drauf, und machten uns auf in den schwedischen Wald. Einen Mond lang sollte dieser unser Zuhause werden.

    „Unser erstes Camp liegt nord-westlich vonhier. Ungefähr die Zeit zu laufen, die es braucht um in Ruhe ein Abendessen zu essen“, war unser erster Tipp von einem unserer drei Guides.
    Und von da an war es klar, dass wir unsere „zivilisierte“ Welt nun hinter uns lassen. Keine Straßen und Häuser, nicht einmal Wanderpfade, einfach der Wald, Seen und Landschaften. Keine Uhr und kein Datum, einfach den Moment und die Sonne am Himmel. Keine Karte, kein Kompass, einfach unser Wissen, unsere eigene Orientierung und unser Zusammenhalt als Gruppe.

     

    In wilden Ecken unterm Tarp schlafen

     

     

    Weiterziehen

     

    Am ersten Abend schrieb ich in mein kleines Tagebuch: „So verrückt, dass ich mich stark fühle, auch wenn wir heute gefastet haben. Dass ich mich glücklich fühle, auch wenn recht viele Mücken um uns sind. Dass ich mich verbunden fühle zu diesen Menschen, die ich heute erst kennen gelernt habe.“


    Und so wurde dies mein Leben. Für diesen einen Mond lang tauchte ich ganz in uner Leben als Clan. In Achtung vor der Natur, von der wir so viel bekamen, und in Achtung voreinander, jedem wie er war und was er mitbrachte.
    Alle drei Tage zogen wir weiter. Vor allem auf den Spuren eines Wolfsrudels. Wir bekamen unser Essen von „außen“, doch wir sammelten auch Beeren, Wurzeln, Blätter und Pilze dazu und angelten in den Seen. Wir kochten am Feuer und tranken direkt vom wilden Wasser.
    So simpel und so lebendig. Schon nach einigen Tagen hatte mich ein Gefühl von purer Lebendigkeit ergriffen. Auch mit allen Herausforderungen, mit Hunger und Unbequemlichkeiten, fand diese Lebensweise eine Balance in mir die echt war. Es brauchte keine Lügen mehr. Keine Oberflächlichkeiten.

     

    Pausen an wundervollen Plätzen 

     

    Unsere "Essensbeuten"

     

    Feuermachen nur ohne Streichhölzer. Ein Abenteuer.

     

     

    Das Clanleben war ein wichtiger Teil in unserer wilden Lebensweise. Jeden Tag teilten wir unser Wissen, unsere Ansichten und Gefühle, unsere Verantwortung für die Kinder und unsere ganz persönlichen Gaben, die jeder in diese Welt mitbringt.

     

    Kochen am Feuer

     

    Reich beschenkt von der Natur und mit unserem geballten Wissen

     

     

    Die Nähe zu den Seen einfach unglaublich wertvoll

     

    Am Ende fühlte ich mich gleichzeitig, als würden wir schon ewig so leben und als wären wir gerade erst losgelaufen.

    „Wir gehen nicht zurück. Wir gehen weiter,“ sagte Daniel, dem wir für diese Zeit den Namen „Acts from Inner Call“ gegeben hatten.
    Und so gingen wir weiter. Bereichert mit einer Erfahrung, die wir nie vergessen werden. Und so vielem mehr, was nicht in Worte passt, sondern erlebt werden will.

     

    Wer mehr über das WildMoon erfahren will findet ganz viel unter: www.wildmoon.eu. 

     

     

     

    Quellen:

    www.wildmoon.eu

    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10207038800829108&set=a.10207038770268344.1073741861.1252822434&type=1&theater

     

     

Kommentare

9 Kommentare
  • Marcel
    Marcel Wirklich beeindruckend! Danke, Helen, für diesen wertvollen Bericht.
    3. August 2015
  • Anais
    Anais Das klingt nach einer super spannenden Zeit
    3. August 2015
  • Line
    Line Danke, Helen für diesen wundervollen Bericht!
    Mir bleiben noch zwei Fragen offen:
    1. Kann man dort auch als Vegetarier überleben?
    und 2. viel wichtiger: wie schaffst du es nach so einem Erlebnis, nach der Erfahrung der unendlichen Freiheit, wied...  mehr
    9. August 2015
  • Helen
    Helen Liebe Line,
    zu deinen Fragen: 1. in dieser Lebensweise, wie wir es gemacht haben, vegetarisch zu leben ist nicht wirklich machbar. Du würdest nicht satt werden. Wir haben uns nach der "Native Diet", einer ursprünglichen Ernährung...  mehr
    18. August 2015