Berichte

Die UNESCO hat entschieden

  • Noch vor wenigen Stunden diskutierten Delegierte aus 21 Länder über die Zukunft des Great Barrier Reefs. Nun ist endlich ein Ergebnis da: Australien ist auf Bewährung.


    Bis Dezember 2016 hat die australische Regierung Zeit zu zeigen, dass ihr Plan zur Rettung des Riffes Wirkung zeigt. Im Jahr 2019 müssen sie dann beweisen, dass das Riff nicht weiter zerstört wurde. Sollten diese Pläne scheitern, droht die Maßnahme das Great Barrier Reef auf die „in-Gefahr“-Liste zu setzen, welches dazu führen würde, dass unter anderem auch der Tourismus extrem eingedämmt werden würde.


    Viele der Delegierten fanden bei der Abstimmung klare Worte. So sagte zum Beispiel die jamaikanische Fraktion: „Great Barrier Reef not just an Australian concern, but a global one“ und verdeutlichte so noch einmal, dass auch wenn das Riff weit weg sein mag es an allen Staaten liegt für den Schutz zu sorgen.

    Algerien lobte gleichzeitig noch alle NGOs (also auch den WWF), die sich für den Schutz einsetzen und gedrängt haben, dass endlich mehr dafür getan werden müsse.

     


    Die wichtigsten Merkmale der Entscheidung:

     - Das Komitee äußerte sich besorgt über die Aussichten für das Great Barrier Reef und nannte unter anderem den Klimawandel, die schlechtere Wasserqualität und die Überdüngung an Küsten als Hauptbedrohungen.

    - Zudem wird das Komitee weiterhin als Überwachung dienen, um Australien an deren Verpflichtung zu erinnern.

    - Sie bestätigten, dass der Finanzplan zur Rettung des Riffes unterfinanziert ist und daher das finanzielle Engagement gestärkt werden muss.

    - Wenn der Schutzmaßnahmenplan nicht eingehalten wird, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass das Great Barrier Reef „in-Gefahr“ gelistet wird.

     

    “WWF expects the Australian Government to build on its recent commitments and move into action mode. WWF looks forward to working with government and the community to bring back the coral, the turtles, and the dugongs and deliver lasting results for the Reef,” sagte Dermot O’Gorman (CEO des WWF-Australien).

     

    Nun bleibt also zu hoffen, dass die australische Regierung handelt und wir uns bald wieder über mehr Schildkröten und Korallen freuen können!

     

    563480 Menschen halfen dabei dies Möglich zu machen, indem sie die Petition des WWFs unterzeichneten. Danke!

     

     

     

    Quellen:

    https://twitter.com/WWF_Australia

    http://www.wwf.org.au/?14180/World-Heritage-Committee-decides-Australia-on-probation-over-Reef-health

    http://www.wwf.de/2015/juli/great-barrier-reef-gelbe-karte-statt-roter-liste/

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