Berichte

Schweden Camp 2014 - "Solo Yolo & Möhren für Sören"

  • Hallo ihr Lieben,

    etwas verspätet möchte ich euch von unseren wunderbaren Erlebnissen im Schweden Camp 2014 berichten. Es war eine wunderschöne, spannende, lehrreiche und überwältigende Zeit. Ich zähle es zur schönsten Zeit meines Lebens.

    Ich habe die tollsten Leute aus ganz Deutschland kennengelernt und bin immer noch mit ihnen in Kontakt. Ich habe die schönsten Landschaften gesehen. Ich habe Tiere beobachtet, Spuren gelesen und Blaubeeren genascht. Ich habe Berge erklommen, bin Baumstämme hoch und runter gekraxelt und ich bin über Wasserfälle gesprungen. Ich habe versucht zu schwimmen und mir gleichzeitig die Haare zu waschen und glaubt mir, wenn ihr euch eine Woche lang um Mitternacht im Dunkeln die Zähne mitten im Wald putzt, dann merkt ihr, wie wenig es braucht um glücklich zu sein.

    Aber dazu später.

     

    Ankunft in Arvika. Zerknittert und verschlafen stehen wir vor einer kleinen Hütte im Wald mitten am See. Uff, ziemlich klein, denke ich. Kurze Ansprache von Andi: Strom und Wasser sind noch vorhanden. Zimmer einrichten. Ausruhen. 10 Stunden im Bus sind ganzschön anstrengend...

    Ich lerne meine Schlafkameraden kennen: Alina (AlinaSky),  Franzi (Schilffeder) und Nathi (lonelyguy). Wir kenne uns alle schon mehr oder weniger aus der Community. Ein wenig wird noch die Umgebung erkunden, aber viel machen wir nicht mehr. Zu müde.

    Tag 2. Frisch ausgeruht wachen wir auf und sind auch voller Tatendrang. Die ersten baden schon im See. Doch dabei soll es nicht bleiben. Wir werden heute alle nass, meint Markus. "Waaas? Soll es regnen?!?" "Nein, Kenterübungen!"

    Warum man freiwillig kentern soll erklärt uns Andi. Wir werden nämlich einen Tagesausflug zu einer Insel machen. Mit Kanu, versteht sich. Und ein Kanu ist im Wasser nicht mehr so leicht aufzurichten und wenn man nicht weiß, wie man wieder reinkommt könnte es problematisch werden. Also Schwimmwesten an und los gehts! Die ersten paddeln los, weg von unserer kleinen Küste. Die Strömung treibt sie schon zurück, als alle Insassen, wie irre aus dem Kanu springen. Sieht ganz einfach aus. Kanu auf das nicht gekenterte Kanu schieben, umdrehen, V-Formation und rein mit den Nassen Jungs. Wie ich am eigenen Leib erfahren durfte, war es dann doch nichts so einfach. Am Ende gab es ein "all-in". "Und wie wollt ihr jetzt wieder aus dem Wasser kommen, ihr Hirsche?", ruft uns Andi fröhlich aus seinem trockenen Kanu zu. Ähhmm, hust, hust. Mist.

    Als dann der ersehnte Ausflugstag kam waren wir alle sehr aufgeregt. Nach einer kurzen Verzögerung (Kloverstopfung) ging es los wir fuhren Kanu (manchmal auch an Land) und Andi sah schöne Tiere. Wir leider nicht, denn dafür waren wir zu laut oder einfach zu blind. :-)

     

    Wunderschöne Natur. Huhu, auf ins Unbekannte!

    Auf der Insel angekommen schlugen wir unsere Zelte auf und haben erst einmal eine Runde geschlafen (ich zumindest, was die Anderen gemacht haben weiß ich nicht) und dann gab es Abendbrot auf kleinen Campingkochern. Wir mixten Nudeln mit Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Pfeffer, Käse und für die Fleischesser mit Wurst. Bei mir ist auch ein wenige Dreck mit reingekommen, aber ich habe so getan, als ob das Kräuter der Provence wären. Hat keiner gemerkt. Sorry, Alina. :-)

    Als wir am nächsten Tag wieder nach Arvika gefahren sind haben wir kleinere Arbeiten erledigt und dann wurde gefaulenzt.

    Aber wie kann man behaupten in Arvika gewesen zu sein, wenn man gar nicht in Arvika war. Unsere nächste Mission: Zurück in die Zivilisation. Wir wanderten in die kleine Stadt Arvika, wo Postkarten verschickt, Andenken gekauft und Fotos geschossen wurden. Aber ich glaube, wir waren alle ganz froh, als wir wieder in unserem Haus am See waren.

    Umzug ins Wildcamp. Kein Strom. Kein Wasser. 5 Tage lang.

    Die Mädels beziehen die Holzhütten und die Jungs richten sich im Tipi ein. Da die Hütten und das Klo auf einem naja, Berg kann man nicht sagen, aber seeehr großem Hügel gelegen sind und das eigentliche Camp, am See, weiter unten gelegen ist, gewöhnen wir es uns bald an zu sagen: "Ich muss aufs Klo. Soll ich jemanden etwas mitbringen?"

    Ich, wie ich mit Markus über Wildkatzen quatsche.

    Feuer machen für Anfänger- :-)

    Das Wildforestcamp bei Nacht.

    In diesen Tagen lernen wir, wie man ein Messer benutzt und schleift, wie man theoretisch (keiner hat es hinbekommen) ohne Feueranzünder Feuer macht, wie man einen Bogen benutzt, am besten Knoten knüpft und wie man eine Wildkamera aufhängt. Nebenbei lernt man kochen und wer hätte es gedacht: genau hinsehen, denn Wildtiere latschen nicht einfach über den Weg.

    Wir machen Ausflüge zur Grenze von Norwegen und zum "Eye-of-the-Forest" (ein sehr schöner See, wer nicht schwindelfrei war konnte die Aussicht allerdings nicht so genießen).

    Auf nach Norwegen!

    Die 2 Wochen waren viel zu schnell vorbei. Hier wurden Freundschaften fürs Leben geschlossen.

    Ach ja, ein Totem haben wir auch geschnitzt. Das ist Tradition.

    1. Man nehme einen toten Baum.

    2. Schäle (wenn vorhanden) die Rinde ab und lege ihn stabil hin.

    3. Man schnitzte alle Motive, die man haben, will hinein.

    4. Man richte es auf und fertig ist das Totem. (oder der Totem?)

    Es gab noch so viele Sachen, die wir erlebt haben, aber ich habe das Gefühl, man kann gar nicht alles aufschreiben kann und manches bleibt einfach im Herzen.

    Vielen Dank für die tolle Zeit mit Euch! Ihr seid die Besten!

     

Kommentare

11 Kommentare
  • Puma
    Puma Letztes Jahr war ja mein zweites Jahr in Schweden und ich kann mich den anderen nur anschließen: Wenn ihr zeit habt (du auch wenn nicht xD) fahrt da unbedingt hin!!!Die Zeit da gehört wirklich mit zu der besten meines Lebens!!!Geniale Leute, geniale Lands...  mehr
    23. Juni 2015
  • RichardParker
    RichardParker Wow, tolle Bilder! :)) Ich war auch schon in Schweden, aber leider nicht im WWF Jugend Camp ;) Wirklich toll!!
    24. Juni 2015
  • Felix_der_Blaue
    Felix_der_Blaue Ein wunderbarer Bericht, auch so erfrischend und lustig geschrieben, da flackert in einem die Sehnsucht auf...
    Dieses Jahr waren die Plätze für das Schwedencamp, das mit Abstand beliebteste von allen, schneller vergriffen als warme Semmeln und k...  mehr
    24. Juni 2015
  • Marikewrede
    Marikewrede Sehr schöner bericht über das camp und euer totem ist echt cool :-)
    22. August 2016