Berichte

Australien-Ein Kontinent wird unbewohnbar

  • Kein Land ist so vom Klimawandel betroffen wie Australien, sagt der Zivilisationsforscher Jared Diamond. Die Wirtschaft boomt. Aber die Natur liegt am Boden. Der Kontinent droht eine riesige Wüste zu werden. Schon in wenigen Jahren wird er nicht wiederzuerkennen sein!

    Der Uluru, der heilige Berg der Aborigines, ragt aus dem von langjähriger Trockenheit ausgedörrten Land. Täglich fliehen Hunderte Menschen aus dem dürregeplagten Outback Australiens in die großen Städte.

    Austarlien bräuchte 6 Monate überdurchschnittliche Niederschläge, um den Verlust der Jahrtausend-Dürre auszugleichen. Stattdessen melden Klimaforscher, dass der Kontinent immer heißer und trockener wird.

    Nur der äußerste Norden Australiens wird verlässlich mit Regen versorgt - noch! Denn auch in diesem Teil des Kontinents werden die Niederschläge in den nächsten Jahrzehnten rapide abnehmen.

    Vor der Ankunft des Menschen war Australien über weite Gebiete bewaldet. Brandrodungen und Kahlschläge sorgten dafür, dass in manchen Landesteilen der Waldbestand um 85% zurückging.

    Der unfruchtbare Boden und Trockenheit machen Viehzucht nur auf riesigen Farmen möglich. Die Jahrtausend-Dürre kostet jetzt schon Hunderttausenden Schafen und Rindern das Leben.

    Die Wassertemperaturen steigen weitaus schneller, als es die empfindlichen Korallenriffe vertragen. Bei Temperaturen über 30 Grad kommt es immer wieder zur Korallenbleiche, dem Absterben der Riffe.

    100 Millionen Jahre von allen anderen Kontinenten getrennt, entwickelten sich in Australien Tausende Tier- und Pflanzenarten, die nirgendwo sonst auf der Welt vorkamen. Doch dann trat vor 60.000 Jahren der Mensch auf den Plan... Die Besiedlung des Landes trug unter anderem zum Aussterben der Riesenbeuteltiere bei. Die Europäer sorgten dafür, dass von den überlebenden Arten im Durchschnitt nur noch 10% übrig blieben.

    Ein Kleinprojekt macht Mut - 2500 Bäume gegen den Klima-Gau. Michael Kiely kaufte vor 10 Jahren eine Farm mit 4000 Schafen. Bald darauf begann die Jahrtausend-Dürre. Pro Jahr verdursteten und verhungerten ihm Hunderte Schafe, bis er im Internet die Aktion Adopt a sheep startete. Das rettete nicht nur seine Herde. Es war nach dem Bau eines Tiefbrunnens noch genug Geld da, um 2500 Bäume zu pflanzen. Der Erfolg war unglaublich. Der Boden wurde feuchter, der Grundwasserspiegel stieg, die Vögel kamen zurück... Ist das genug um zu hoffen?

    Quelle: Welt der Wunder Magazin 3/08

Kommentare

2 Kommentare
  • Juliaaa
    Juliaaa toller Beirag! Was wäre wohl unsere Welt mit einem Kontinenten weniger?
    13. Februar 2010
  • Juliaaa
    Juliaaa toller Beirag! Was wäre wohl unsere Welt mit einem Kontinenten weniger?
    13. Februar 2010