Berichte

Reparieren statt wegwerfen - gegen den Konsumwahn

  • Hallo ihr Lieben!

     

    Heute möchte ich euch von sogenannten "Repair-Cafés" berichten.

    Diese gibt es seit 2009 - geboren wurde die Idee in Amsterdam, seitdem verbreitet sie sich weltweit.

    Ihr Prinzip lautet: Hilfe zur Selbsthilfe. Man bringt einfach ein defektes Gerät oder Lieblingsstück zur Veranstaltung mit und ehrenamtliche Experten zeigen einem, wie man es wieder in Stand setzt.

    Damit wird aktiv etwas gegen die heute allgegenwärtige Wegwerfmentalität getan- mit Erfolg!

    Außerdem werden so die Menschen wieder dazu animiert, kaputte Gegenstände selbst zu reparieren. Obwohl Werbung und Angebote und ständig vermitteln, dass wir andauernd neue Sachen kaufen müssen - Kleidung, Handys, Fernseher, Möbel, ... - damit wir in der Gesellschaft als angesehen gelten und die Wirschaft rund läuft, können wir dem entgegenwirken.

    In den Repair-Cafés wird jedoch nicht nur repariert, sondern auch getauscht und verschenkt. Eine Widerstand gegen unsere Wegwerfgesellschaft bei Kaffee und Kuchen - ich finde die Idee klasse !

    Der Müll, der Gift für unsere Umwelt bedeutet, wird so minimiert. 

    Auch Bücher werden mit Hilfe offener Bibliotheken wiederverwendet: Auf Plätzen in einigen Städten gibt es seit einiger Zeit Schränke, in der man abgegriffene, teilweise aber auch neu wirkende Bücher findet. Hier kann sich jeder bedienen, der im Gegenzug ein anderes altes Buch, das er leid ist, reinstellt.

    Mittlerweile gibt es deutschlandweit mehr als 450 solcher Bücherschränke. In meiner Stadt gibt es seit etwa einem Jahr auch so einen.

    Auch Kleidertauschpartys scheinen immer mehr zum Trend zu werden. Einer ist der Gastgeber und läd seine Freunde und Bekannten ein, jeder bringt alte Teile mit, die er nicht mehr gerne trägt. Dann wird eifrig getauscht :-)

    Ich gebe meine alten Kleider immer in einer sogenannten Recyclingbörse ab. Dort werden meine alten Sachen für wenig Geld an bedürftige Menschen mit sehr geringem Einkommen günstig weiterverkauft, der Erlös gespendet.

    Auch Essen kann verschenkt werden: Auf www.foodsharing.de zeigt man sein übrig gebliebenes Essen, das man nicht mehr verwendet, und verschenkt es an andere, die einen kontaktieren- so landet nichts im Müll.

    Auch Umsonstläden funktionieren nach diesem Prinzip. Man kann sich sogar bedienen, ohne eine Gegenleistung zu erbringen.

     

    Vielleicht konnte ich auch damit ein bisschen inspirieren und weiterhelfen- lasst uns kein Teil der Wegwerfgesellschaft werden !

     

     

Kommentare

2 Kommentare
  • Laura619
    Laura619 Gerne! In vielen Städten gibt es so etwas noch nicht, in Berlin z.B. mit großer Sicherheit.... Einfach mal nachfragen :-)
    13. Juni 2015
  • Buchenblatt
    Buchenblatt Super Zusammenfassung von allen Möglichkeiten. Bei uns gibt es leider noch nicht so etwas wie Repaircafés, allerdings einen Bücherschrank und einen Alternativladen, bei dem man alles von Spielzeug über Kleidung, Möbel und Gesschirr abgeben kann und, was d...  mehr
    13. Juni 2015