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Gentechnik in der Tierzucht (Teil 1)

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    Hallo liebe Communitiy,

    ich habe dieses Jahr eine GFS (Referat) über die Gentechnik in der Tierzucht gehalten.

    Diese werde ich jetzt in einer Berichtreihe zusammenfassen ;)

    In diesem ersten Teil werde ich euch kurz etwas Geschichtliches erzählen und euch dann die Herstellungsmethoden von transgenen Tieren vorstellen.

    LG Eva :)

    Was ist Gentechnik?!

    Zuerst einmal sollte man wissen, was Gentechnik genau ist, denn Gentechnik und Reproduktionstechniken werden oft vermischt.

    -Gentechnik:die gezielte künstliche Veränderung der Erbinformation-Reproduktionstechnik: Methoden zur Manipulation der Fortpflanzung durch gezielte Eingriffe (z.b Klonen, das Erbgut wird nicht verändert)

    Später wird der Begriff "transgene Tiere" auftauchen....Transgene Tiere sind Tiere, bei denen das Erbgut gezielt verändert wurde. Zusätzlich zu den natürlich ererbten Genen tragen sie ein oder mehrere Fremdgene (=transgene) stabil in ihrem Genom.

     

    Geschichtliches

    - Ende 19. Jh. entstand eine neue Art der Tierzüchtung
    - die gezielte Züchtung von bestimmten wurde Rassen möglich
    --> Tiere sollten mehr Fleisch, Eier und Milch produzieren
    - 1974: erste gentechnisch veränderte Maus
    - 1983: erste transgene Pflanzen
    - 1985: erste gentechnisch veränderte Schweine und Schafe

    Herstellung von transgenen Tieren

    Bei der Mikroinjektion werden einem Tier Eizellen entnommen. Das Transgen wird in den Vorkern der Eizelle eingefügt (injiziert). Diese Eizellen entwickeln sich in einer Zellkultur weiter und werden dann als Embryonen in Leihmuttertiere eingesetzt.
    Die Herstellung von transgenen Tieren durch die Mikroinjektion ist aber schwierig, weil die Tiere oft krank sind, früh sterben und das Transgen nicht weiter vererben.

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    Beim Einsatz retroviraler Vektoren werden Viren als Transportmittel benutzt, um fremde Gene in Zellen einzuschleusen. Teile der DNA des Virus werden durch die gewünschte DNA ersetzt. Die Viren sind nicht mehr infektiös und werden den Tieren eingesetzt.


    Eine weitere Herstellungsmethode ist der Somatischer Kernstransfer. Dazu benötigt man zwei Tiere (Hier: Tier A und B)
    Eine Einzelle von Tier A wird entnommen, der Zellkern wird entfernt. Eine Körperzelle von Tier B wird entnommen. Der Kern der Körperzelle von Tier B wird in die Eizelle von Tier A eingefügt. Wie bei der Mikronijektion entwickeln sich die Eizellen in einer Zellkultur weiter und werden dann Leihmuttertieren eingesetzt.

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    Das Genome Editing ist noch in der Entwicklung. (Um diese Herstellungsmethode zu verstehen, müsst ihr wissen wie die DNA aufgebaut ist)
    Hierbei erkennen Nukleasen (Enzyme) spezifische DNA-Sequenzen und lösen einen Bruch des DNA-Doppelstrangs aus. An der Bruchstelle kann man DNA-Abschnitte oder ein einzelnes Nukleotid ausschneiden oder einfügen.
    Die Nukleasen werden künstlich hergestellt, daher kann man bestimmen, welche DNA-Sequenzen sie erkennen.

    Bei der Embryonalen Stammzellentechnik werden einem Tier  Embryonen entnommen. Embryone Stammzellen werden isoliert und ein Fremdgen wird eingebracht. Die transgene Zelle wird in einen neuen Embryo injizieret. Dann werden die Embryonen Leihmuttern eingesetzt.                                                                 Bei Nutztieren wird diese Technik heutzutage noch nicht angewendet, denn aus größeren Tieren können keine embryonalen Stammzellen isoliert werden
    Heutzutage ist diese Technik bei Mäusen anwendbar.

    Soooooo....das war's erstmal ;)Im nächsten Bericht geht es um den Einsatz der transgenen Tiere und im dritten Teil werde ich Argumente für und gegen die Gentechnik in der Tierzucht auflisten.


    Quellen

    Bilder:

    1 http://www.google.de/url?source=imgres&ct=tbn&q=http://www.ebalance.de/seam/resource/content/d17c003c-53b7-4687-bf47-733d554639a9,2490ab6e06c8f47891bbf828c2f68004&sa=X&ei=_CljVeWgMorvUuqOgAg&ved=0CAUQ8wc4bQ&usg=AFQjCNG0CpAMvAtrXfCkFZcFHSm46wA-FQ

    2 http://www.biokurs.de/skripten/bilder/microinj.jpg

    3http://www.fr-online.de/image/view/2012/9/8/20337100,14910288,highRes,maxh,480,maxw,480,08_wibi-quer.jpg

    Texte:

    http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www.umweltinstitut.org/fileadmin/Mediapool/Bilder/01_Themen/04_Gentechnik/Archiv/Fachinformationen/zuechtungsziele.jpg&imgrefurl=http://www.umweltinstitut.org/archiv/archiv-gentechnik/fachinformationen/spinat-im-schweinebraten.html&h=375&w=500&tbnid=SCNaHQG8jsKcQM:&zoom=1&tbnh=104&tbnw=138&usg=__6t1lJbNtUF--BlHuYIwv6gLVeJI=&docid=AWsgW0myB5huGM&sa=X&ei=OFTrVLbBMpT7avHhguAE&ved=0CDkQ9QEwBA

    http://www.schule-und-gentechnik.de/lehrer/fallbeispiele/tiere.html

    http://www.hhg-bonn.de/download/faecher/biologie/gentechnik/gentechnik_tierzucht.pdf

    http://www.genfood.at/download/gen-all_BMSG.pdf


    http://www.zum.de/Faecher/Materialien/hupfeld/methoden/maus-knock-out/erzeug-knock-out-maus.htm

    http://www.git-labor.de/forschung/life-sciences-biotechnologie/zum-somatischen-klonen-von-tieren

    http://www.transgen.de/tiere/650.doku.html

     

     

     

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