Berichte

Unsere Highlights 2019

  • © Markus Winkler/ WWF

    Wir blicken auf ein pandastisches Jahr 2019 zurück! Es war ein Jahr voller Power, voller Herzblut, voller Verhandlungen, Überraschungen und Entscheidungen. Aber auch ein Jahr voller Vogelgezwitscher, Bäumerauschen, Tänze unter Sternen und Umarmungen unter Pandas. Es sind die vielen großen und kleinen Momente, die dieses Jahr so einzigartig gemacht haben. Deswegen wollen wir den heutigen Bericht nutzen, um mit ein paar Mitgliedern aus der Redaktion auf ihre Highlights des letzten Jahres zurückzublicken und dabei eine kleine Reise durch das letzte Jahr zu unternehmen. 

     

    Januar - “Wir-haben-es-satt!” Demo

    © Marcel Gluschak/ WWF

    Essen ist politisch! Am 19. Januar 2019 demonstrierten 35.000 Menschen in der Hauptstadt für eine Agrarwende hin zu einer fairen und ökologischen Landwirtschaft. Für Lena war das die erste “Wir-haben-es-satt!” Demo, für die Bewegung aber schon die neunte! Demonstriert wird für Bäuerinnen und Bauern - für unsere Insekten - für unsere Böden - für das Tierwohl - für das Klima - für uns alle! Beim Demonstrationszug zum Agrarministergipfel schlugen wir mit Kochtopf und Kochlöffel Alarm für die Agrarwende. Angeführt wurde der Demozug von 171 Bäuerinnen und Bauern auf Traktoren, um zu zeigen: Wir reden hier nicht übereinandern, sondern miteinander. Direkt nach den Traktoren kam der Jugendblock mit einem eigenen Lautsprecherwagen, auf dem ein DJ aufgelegt hat und Niklas (Youtube: NiksDa) seinen Song “Kein Thema” live performt hat. Dieses Lied hat er im Zuge der #EarthOverShootDay - Kampagne des WWF veröffentlicht. Auf der Demo war sein Auftritt Lenas absolutes Highlight! Sie sagt: "Als FÖJlerin bei der WWF Jugend war ich 2019 sehr eng in die Organisation des Jugendblocks eingebunden und hab es als eine ganz besondere und wertvolle Erfahrung empfunden.

    Dieses Jahr ist die WWF Jugend zum ersten Mal im Trägerkreis der Demo und auch wieder ganz vorne mit dabei!" Du auch? Unseren Treffpunkt und weitere Infos für die “Wir-haben-es-satt!” Demo 2020 findest du hier.

     

    März – Earth Hour 

    Light-Graffiti und Licht-Installation vor dem Brandenburger Tor © Stephanie Steinkopf Ostkreuz / WWF

    Alle Jahre wieder – die Earth Hour ist für uns inzwischen ungefähr so ein fester Bestandteil, wie Weihnachten. Auch 2019 waren wir wieder in 10 Städten mit WWF Jugend-Aktionen vertreten! Und wieder mal war die Earth Hour eins meiner absoluten Highlights. Es ist so unvorstellbar, wie überall auf der Welt für eine Stunde das Licht ausgeschaltet wird, um ein Zeichen für den Klimaschutz zu zeigen. Das macht für mich so schön deutlich, dass wir Teil von etwas ganz Großem sind!

    Dieses Jahr war ich Teil einer besonderen Earth Hour: in Dortmund waren wir mit über 20 Initiativen bei der zentralen Aktion der Stadt Dortmund in einer Veranstaltungskirche vertreten. Das 1. Highlight: alle Besucher wurden am Eingang von uns und unserem Panda begüßt. Highlight Nummer 2: neben dem Leiter der Veranstaltungskriche und FFF durften Sarah und ich in einer kleinen Rede an die Bedeutung der Earth Hour erinnern. Highlight Nummer 3: während der Stunde durften wir einem wunderschönen Akustik-Konzert von Nic Koray lauschen. Alles in dem Wissen, dass gerade überall auf der Welt Menschen mit dem gleichen Ziel versammelt sind... Du willst Teil davon sein? Dann sehen wir uns am 28. März!

     

    April/September - Redaktions- und Aktionsteam-Treffen 

     

    © David Schülke / WWF

    Unser Aktions- und Redaktionsteam ist in ganz Deutschland verteilt. Dadurch findet unsere Kommunikation über die Online-Community und per Video-Konferenzen statt. Aber zweimal jährlich treffen wir uns irgendwo in Deutschland, um uns mal wieder in die Arme zu fallen, face-to-face über neue Aktionen, Kampagnen und Redaktionspläne zu diskutieren und die Natur vor Ort zu entdecken. Beim Frühjahrstreffen haben wir z.B. während einer Wanderung mit Wildnispädagoge Rüdiger die Vogelwelt des Flämings kennengelernt. Und beim Treffen im Herbst haben wir mit Rangerin Rike die Schönheit und Dynamik des Schwarzwalder Nationalparks genossen und später mit Ranger Timo forstwirtschaftliche Relikte entfernt. Lena ist immer wieder überrascht, was bei unseren Zusammenkommen für geniale Ideen entstehen. Bei unserem Herbsttreffen sind z.B. super coole Aktionsideen für die Earth Hour entstanden und aus unserem Frühjahrstreffen sind wir mit einem frisch gegründeten Videoteam rausgegangen, das sich direkt an die Arbeit gemacht hat. Sie sagt: "Es ist im wahrsten Sinne des Wortes unfassbar, mit wie viel Tatendrang im Gepäck ich nach unseren Treffen nachhause fahre." Du möchtest auch Teil unseres Teams werden? Dann schau mal hier vorbei.

     

    Mai - African Youth Summit

    © Antonia Bürke/ WWF

    Dank großer Spenden des WWF wurde der erste WWF Jugend Summit auf afrikanischer Ebene ausgerichtet. Mit rund 100 Teilnehmer*innen aus 50 Ländern. Diese Länder unterscheiden sich nicht nur durch ihre politischen Systeme, sondern auch ihren Stand der “Entwicklung”. Toni erinnert sich an drei sehr intensive Tage: "in denen ich am Rechner in meinen sehr warmen WG-Zimmer verbrachte, aufgrund der Zeitunterschiede immer eine Stunde früher aufgestanden bin, und es nicht immer leicht war zu folgen, was gerade passiert." Sie hatte zwar das Angebot erhalten, auch persönlich zu der Konferenz zu fliegen, es aber nicht für richtig empfunden und habe gemeinsam mit acht anderen Teilnehmer*innen aus Europa und Afrika online über Zoom an der Konferenz teilgenommen. Sie resümiert: "Einfach war es nicht, aber sehr lehrreich zu sehen, wer an solchen Konferenzen teilnimmt und wie momentan die Handlungsmöglichkeiten ausfallen und dass man z. B. woanders Jugend noch bis 35 Jahre definiert. Klar, der interkulturelle Austausch war etwas geringer, doch für eine Anreise nach Nairobi wären knapp 2t CO2 drauf gegangen. Ich fand es war ein erster schöner Versuch, solche Austausche auch mal anders zu gestalten."

     

    Juni - beats+Bohne Festival 

     

    © Saskia Richartz / www.wir-haben-es-satt.de

    Die Agrarindustrie ist mit dem Ziel, Bürger*innen mit preiswerten Nahrungsmitteln zu versorgen, auf ständige Expansion ausgerichtet. Höfe werden gezwungen, schneller und billiger mehr zu produzieren. Das derzeitige Motto lautet: Wachsen oder Weichen. Im Juni haben 500 Menschen 4 Tage lang gezeigt, wie es anders geht: beim ersten Festival der “Wir-haben-es-satt!” - Initiative. Lena war beim beats+Bohne Festival auf dem Dottenfelder Hof nahe Frankfurt Main dabei und erinnert sich noch ganz genau an die wunder-, wunderschöne Atmosphäre. "Wir haben viel, viel getanzt und vor allem viel, viel für eine Agrarwende gearbeitet, indem wir uns in spannenden Workshops informiert und ausgetauscht und in Aktivwerkstätten und abends am Lagerfeuer vernetzt haben" schwärmt sie. Die WWF Jugend war im Trägerkreis dieses grandiosen Festivals, hat den Workshop “Schweinische Fußabdrücke” und die Werkstatt “Korbflechten” organisiert, wir haben am “Markt der Möglichkeiten” teilgenommen und die WWF Jugend vorgestellt und gemeinsam mit anderen Jugendverbänden das Weltcafe betreut. Weitere Einblicke findet ihr hier! 

     

    Juni – WWF Night

    © Markus Winkler/ WWF

    Die Politik im Dialog mit der Jugend. Das war das Motto der diesjährigen WWF Night, dem großen jährlichen Network-Event des WWF mit Unternehmensvertreter*innen, Großspender*innen usw. Moment, die Politik? Und die Jugend? Schwierig zu verallgemeinern. „Die Politik“ war in diesem Fall Minister Müller aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Und die Jugend? Das waren in diesem Fall Clara Mayer von Fridays for Future (FFF) sowie Sina und ich von der WWF Jugend. Und dass es nicht „die Jugend“ gibt war eigentlich auch Kernaussage des Panels. Es braucht viele verschiedene Ansätze um Wandel zu gestalten. Während FFF dem Minister einen blauen Brief übergeben hat, um an die verpassten Hausaufgaben zu erinnern, haben wir daran erinnert, dass es neben Protest, auch Dialog mit der Politik braucht: Kommunikation von Mensch zu Mensch und eine Besinnung auf das einende Ziel und nicht auf die trennenden Interessen. Genau dies haben wir dann auch an unserem WWF Jugend-Infostand noch umgesetzt. Unglaublich, dass wir als WWF Jugend bei solchen Events auch immer mehr von Politik und Wirtschaft gehört werden! Nur wenn wir auf allen Ebenen ansetzen, kann Wandel wirklich gelingen!

     

    August - Change Days

    © Sonja Ritter/ WWF

    Es ist oft nicht leicht, ein schönes Erlebnis wieder aufleben zu lassen - die zweiten WWF Jugend Change Days haben das aber ohne jeden Zweifel geschafft! Die Tage an der Klingemühle mit so vielen wunderbaren und besonderen Menschen zu erleben, war für Sarah das inspirierenste und bereichernste Erlebnis mit der WWF Jugend im vergangenen Jahr. "Zugegeben, in den Zelten wurde es nachts mitunter ganz schön kalt, aber was macht das schon, wenn in so vielen Menschen ein gemeinsames Feuer brennt?" fragt sie sich.  

    Nicht nur waren die Workshops, die von Touren durch den Wald zum Fährtenlesen und Wildnis Erleben, über die Diskussion neuer ökonomischer und ökologischer Ansätze bis hin zu Tanz und Theater reichten, das reinste Feuerwerk neuer Perspektiven und Denkansätze. Das Rahmenprogramm mit tollen Bands, Theater, Entspannung am See und diesen kleinen wertvollen Momenten, die man mit alten und neuen Freunden mitten in der Natur teilen durfte, rundeten das Festival perfekt ab. Für Sarah sind es "diese vielfältigen Erlebnisse, die das Herz ein bisschen leichter werden lassen und Motivation und Energie schenken, wenn man an sie zurück denkt, die die Change Days erneut so besonders gemacht haben!"

     

    September - Clean Up Walk

    © Stadt Weinheim

    Da man uns gesagt hatte, dass man uns mit Pressevertretern und einem Imbiss empfangen würde, gingen wir davon aus, dass wir auf einen Journalisten und ein paar belegte Brötchen treffen würden, als wir unsere mit Müll beladenen Wagen auf den Parkplatz der Gemeindehalle in Lützelsachsen rollten. Was uns am Ende der dritten Etappe des Clean Up Walks erwartete, hätten wir uns in unseren kühnsten Träumen nicht ausgemalt. Nicht nur, dass zahlreiche Reporter vor Ort waren, um uns über unsere Müllsammelwanderung zu interviewen, es hatte sich ein richtiges Empfangskomitee zusammengefunden, um uns willkommen zu heißen. Darunter die Ortsvorsteherin Frau Falter sowie ihre Stellvertreterin, ein ehemaliger Ortsvorsteher und zwei ehemalige Winzerköniginnen. Unser Engagement wurde in einer kleinen Ansprache gelobt und dann gab es Wein aus der Region und einen Kuchen, den Frau Falter extra für uns gebacken hatte. Wir waren absolut überwältigt von diesem herzlichen Empfang. Anne fasst zusammen: "Der gesamte Clean Up Walk, auf dem wir entlang der Bergstraße 235 Kilo Müll und 1415 Euro Spenden gesammelt haben, war für mich eine unglaublich schöne Erfahrung, aber der Empfang in Lützelsachsen wird mir sicher ewig in Erinnerung bleiben, weil es so ein schönes Gefühl war, wie viel Dankbarkeit wir dort für unser Engagement erfahren haben." 

     

    Dezember – Adventskalender 

    © Antonia Bürke/ WWF

    Wir alle feiern unterschiedlich Weihnachten und viele sogar gar nicht. Mit unserem Adventskalender 2019 haben wir aber Fragen aufgegriffen, die uns alle was angehen: Warum ist die Klimakrise eine Menschenrechtskrise? Wie geht Banking nachhaltig? Sollten wir uns eine Ökodiktatur wünschen? Wie weiß sind die neuen Klimaproteste? Kann Werbung nachhaltig sein? 

    Mit dem Motto “ChristmasForFuture” haben wir auf jahrhundertelange Traditionen mit zukunftsorientierten Debatten geantwortet: nachhaltige Geschenke, Geschenkverpackungen, Weihnachtskarten, -märkte und -bäume. Denn für viele ist Weihnachten ein Fest des Konsums mit Tannenbäumen, Deko, Geschenke, Geschenkpapier und Weihnachtskarten. Von wem und unter welchen Bedingungen diese Produkte hergestellt werden, wissen sie zumeist gar nicht bzw. interessiert nicht und im neuen Jahr werden die Ergebnisse der Überproduktion weggeschmissen.

    Lena fasst zusammen: "So sehr man die Weihnachtszeit auch hassen kann - voll mit Konsum, Verschwendung, Stress und nervigen Weihnachtsbeleuchtungen - so deutlich hat mir der diesjährige Adventskalender auch gezeigt, wie gut uns die Weihnachtszeit tun kann." Denn Weihnachten kann vor allem Zeit der Besinnlichkeit sein. Wir besinnen uns auf unsere Verbundenheit mit der Natur, auf die Verantwortung unserer Handlungen und auf die Power, die wir alle gemeinsam haben. Diese Power haben wir unter Beweis gestellt und aus dem Adventskalender ein Gemeinschaftsprojekt mit Redakteur*innen, Ehemaligen und Kreativen aus der Community-Aufruf gemacht. 

     

    Was bleibt da am Ende noch zu sagen? WOW! Das hat die WWF Jugend in nur einem Jahr alles gewuppt! Und es handelt sich hierbei nur um ein paar Highlights. Es gäbe noch so viel mehr zu erzählen: vom 2°Campus, den Klimastreiks, den Protest-Picknicken, all den Treffen mit Politiker*innen, dem Plastic Free July, der Europäischen Woche der Abfallvermeidung, dem neuen Jugendrat und all den wunderschönen kleinen und großen, offiziellen oder inoffiziellen Treffen unter uns WWFlern!! 

    Von Herzen DANKE, dass Ihr alle dieses Jahr mit Eurem Tatendrang, Eurem Veränderungswillen und Euren Zukunftsvisionen zu dem gemacht habt, was es war: einzigartig und weltbewegend! Mit vielen kleinen Schritten, kommen wir unserer Vision eines lebenswerten Planeten für alle jeden Tag ein bisschen näher! Auf ein pandastisches Jahr 2020! 

    Was war Dein persönliches WWF Jugend-Highlight 2019? Teile es mit uns in den Kommentaren! :) 

Kommentare

6 Kommentare
  • LeaJosepha
    LeaJosepha Danke für den schönen Rückblick! Ich bin gespannt, was dieses Jahr alles auf uns zu kommt
    17. Jan. - 2 gefällt das
  • SteffiFr
    SteffiFr da war einiges los!
    17. Jan. - 1 gefällt das
  • TobiS
    TobiS Danke für diesen schönen Bericht! Meine persönlichen Highlights dieses Jahr waren die Redaktions- und Aktionsteam-Treffen. Die Wanderungen mit Rüdiger und Rike waren einfach genial und das Team einzigartig.

    Ich kann jedem, der im neuen Jahr etwas...  mehr
    17. Jan. - 2 gefällt das
  • Madamsel
    Madamsel Das motiviert richtig für‘s nächste Jahr - Danke Lisa!!
    21. Jan. - 2 gefällt das