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KlimaWende! - Vom Wetter zum Klima!

  • Toll - ist das heute wieder ein sonniger Tag! Ob heute Abend beim Klimabericht in den Nachrichten noch mehr schöne Tage angekündigt werden? Das wäre fein! Klar, der Wetterwandel ist eine schlimme Sache, aber über ein paar Sonnenstrahlen kann auch ich mich freuen!

    Moment - hier kommt euch etwas komisch vor? Dann habt ihr gut aufgepasst! Denn oft benutzen wir im Alltag die Begriffe Wetter und Klima synonym, dabei sind die Unterschiede recht groß.

    Aber wo genau liegt der Unterschied? Wenn es draußen kalt ist - ist das dann Wetter oder Klima? Und was verursacht Hochdruckgebiete - Wetter oder Klima? Warum sprechen wir vom Wetterumschwung und von Klimaänderung?


    Hier braut sich ordentlich was zusammen!

    Wenn Du jetzt aus dem Fenster schaust, was siehst Du dann? Regnet es, scheint die Sonne, ist es bewölkt oder weht Wind? Wetter ist das, was genau vor Deiner Nase passiert. Es bezeichnet einen kurzfristigen Zustand - das, was wir zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort erleben. Das Wetter kann sich schnell ändern. Vom strahlenden Sonnenschein zu windigen Böen bis hin zum Wolkenbruch!

    Das Wetter beschreibt also den aktuellen Zustand der Atmosphäre - heute, morgen, übermorgen. Darunter zählen Regen, Bewölkung, Wind, Sonnenschein, Hitze oder Kälte. Also genau das, was abends im Wetterbericht in den Nachrichten läuft.

    Und was hat es nun mit dem Klima auf sich? Ganz einfach! Das Klima beschreibt einen langfristigen Zustand, also den typischen Wetterverlauf eines bestimmten Ortes über einen längeren Zeitraum - meist um die 30 bis 40 Jahre. Das Klima lässt sich nochmal in drei Kategorien aufteilen. Das Großklima, das Mesoklima und das Kleinklima. Das Großklima bezeichnet verschiedene Klimazonen unserer Erde, also etwa die 'gemäßigte' Klimazone, in der auch Deutschland liegt, mit ihren kalten Wintern und warmen Sommern. Das Mesoklima beschreibt das Klima einer bestimmten Region, also etwa Norddeutschland, oder eines kleineren Ortes, beispielsweise einer Insel. Unter dem Mikroklima versteht man die klimatischen Bedingungen in Bodennähe.

    Der Begriff 'Klima' leitet sich übrigens vom griechischen 'klinein' ab, was soviel wie 'neigen' bedeutet. Denn das Klima unserer Erde hängt auch im großen Stil von der Neigung unseres Planeten ab.

    Man könnte nun annehmen, dass man nur über längere Zeit den kurzfristigen Zustand der Atmosphäre - also das Wetter - beobachten müsste, um das Klima ermitteln zu können. So einfach ist es aber nicht. Denn auch andere Faktoren, wie Meeresströmungen, Gletscher und Sonneneinstrahlungen, beeinflussen das globale Klima.


    Luftdruckverteilung über Europa © wetteronline.de

    Dass wir all das über unser Wetter und Klima wissen, haben wir einer langjährigen Wetterbeobachtung zu verdanken. Diese beschäftigt sich mit der Erfassung und Aufzeichnung von Wetterdaten. Dazu werden Zustände der Erdatmosphäre, zum Beispiel Temperatur, Wolken, Wind, Luftfeuchtigkeit, an einem bestimmten Ort und meist zu festgelegten Zeiten erfasst.

    Heute werden diese Messdaten über ein Netz von Messstationen erfasst, die über die ganze Welt verteilt sind. In Deutschland gibt es neben dem staatlichen Deutschen Wetterdienst und dem Geoinformationsdienst der Bundeswehr auch private Wetterdienste. Während das Messnetz des Deutschen Wetterdienstes 178 hauptamtliche Stationen beinhaltet, kann der Geoinformationsdienst immerhin auf 34 Stationen zurückgreifen. Beide bilden das hauptamtliche offizielle Messnetz in Deutschland.


    Und wie ist es bei euch so? © Deutscher Wetterdienst

    Während wir uns früher auf Bauernregeln ala 'Abendrot - Gutwetterbot' - Morgenrot mit Regen droht' verlassen mussten, versprechen die Wetterberichte heute recht zuverlässige Vorhersagen, nach denen man sich gut richten kann. Mithilfe der Metereologie, welche wissenschaftliche Erklärungen für all die Wetterphänomene und Klimazusammenhänge zu geben versucht, können diese Vorhersagen auch immer weiter verbessert werden.

    Selbst kleine Pandas wollen mehr über den Unterschied zwischen Wetter und Klima lernen! ;o)

    Vielen Dank für den pandastischen Comic an unsere Künstlerin Marylou

    Nun seid ihr zum Thema Wetter und Klima erstmal mit den Grundlagen ausgestattet! Nächste Woche geht es dann weiter mit der Frage 'Wie funktioniert unser Weltklima?' Hier kommt ihr zu letzten Folge von 'KlimaWende!'

    ps.: Je weißer die Schäfchen am Himmel gehen, desto länger bleibt das Wetter schön. ;o)

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    Bild mit dunkler Regenwolke © lens-flare.de / CC BY-NC 2.0 / https://flic.kr/p/ae8Hjz


    Max-Planck-Institut für Metereologie, Was ist der Unterschied zwischen "Wetter" und "Klima"?
    Klimatopia-os.de, Was ist der Unterschied zwischen Wetter und Klima?
    Klima-der-Erde.de, Was ist Klima? Der Unterschied zwischen Wetter und Klima
    Wikipedia.de, Wetterbeobachtung

Kommentare

8 Kommentare
  • tessalange00
    tessalange00 Klasse Bericht! Der Unterschied war mir nicht klar, bis jetzt. Gut zu wissen! Ein sehr informativer Text der bis zum Schluss nicht langweilig wird. Mit diesem Wissen kann ich sicherlich bei so manchen Lehrer punkten ;)
    27. März 2015
  • Franzi
    Franzi Wahnsinnig toller Comic! :)
    29. März 2015
  • Franzi
    Franzi Und ein sehr schöner Bericht! :)
    29. März 2015
  • Naturliebe
    Naturliebe Sehr schöner Bericht, in dem gut der Unterschied erklärt wurde. Danke :)
    22. Mai 2015